Die ganz begreifliche Angst vor Schlägen (1977)

Bewertung und Kritik zu

DIE GANZ BEGREIFLICHE ANGST VOR SCHLÄGEN
von Georges Courteline
Premiere: 26. März 1977 
Schaubühne am Halleschen Ufer, Berlin 

Zum Inhalt: »Am Halleschen Ufer geht ein Feuerwerk des gezielten Wahnsinns vonstatten. Am Ende knallt's immer, auch wenn die kleinen Texte scheinbar auf ganz arglose Weise daherzukommen scheinen. Man lacht sich dauernd scheckig - und bums, man hat jedesmal an der Erkenntnis doch einen Gewinn und eine Beute davongetragen.«, schreibt Friedrich Luft in der Welt über den Courteline Abend der Schaubühne.

Erarbeitet von / mit: Sabine Andreas, Hans Diehl, Peter Fitz, Monika Hansen, Jan Kauenhowen, Hannes Klett, Michael König, Wolf Redl, Otto Sander

Bühne: Uwe Oelkers
Kostüme: Dagmar Niefind


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Angestaubter Edel-Boulevard
  · 15.01.21
Einakter und kleine Miniaturen waren die Spezialität von Georges Courteline. Im Fin de siècle führte er klischeehaft überzeichnete, prototypische Kleinbürger vor: betrogene Ehemänner, Paragraphenreiter in Amtsstuben.

Die Schaubühne präsentierte aus ihrem reichhaltigen Archiv den ZDF-Mitschnitt des Abends aus dem Jahr 1977, die einige, unverbundene Miniaturen aneinanderreihte. Die grotesken kleinen Nummern, die betont harmlos beginnen und jeweils in eine Farce kippen, sind aus theaterhistorischer Sicht als Vorläufer des absurden Theaters eines Beckett oder Ionesco interessant. Die einzelnen Nummern wirken aber ziemlich redundant, wie angestaubter Edel-Boulevard. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Courteline heute kaum noch gespielt wird.
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