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Bewertung und Kritik zu

WINTERREISE IM OLYMPIASTADION
nach Hölderlin
Regie: Klaus Michael Grüber 
Premiere: 16. Dezember 1977 
Spielort: Olympiastadion 
Schaubühne am Halleschen Ufer, Berlin 

Zum Inhalt: 7 Blätter Essay -- 8 Blätter Nacht und Kälte über dem Olympiastadion. Beschreibung der Szenerie und des Ablaufs -- 24 Blätter Text, Dialoge, Szenenstruktur. - Das Spektakel fand nur achtmal im fast leerem Rund des Olympiastadions statt. Mit acht Sportlern und Handwerkern, Kameraleuten, Photoreportern und zwanzig Mitgliedern des Ensembles der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer vor jeweils 800 Zuschauern.

Mit: Willem Menne, Arnim Baumert, Andreas Eisenschenk, Thomas Fölsch, Wolfram Götz, Hans-Peter Jäggi, Heiko Neumann, Hans-Joachim Schulze und weiteren

Regie: Klaus Michael Grüber
Bühne: Antonio Recalcati
Kostüme: M. Bickel, D. Niefind


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Kraftvolle Bilder
  · 11.05.20
'Eine Inszenierung also über das Deutschland der 1970er Jahre mit RAF, Ost-West-Teilung – doch auch der faschistischen Vergangenheit und der Paradoxien zwischen Massenmord und klassizistischer Griechenlandsehnsucht. Eine komplexe, verrätselte, auch statische Arbeit, die keine nachvollziehbare Geschichte erzählt. Heute ist all das ohne Hintergrundwissen allein beim Blick auf den Bildschirm schwer verstehbar. Theater ist eben stets auch an Zeitgeschichte, Menschen der Gegenwart gebunden. Andererseits war die Aufführung auch damals keine leichte Kost, wie man den Premierenkritiken entnehmen kann.

Man sollte am Bildschirm nicht so sehr versuchen, das Geschehen zu verstehen, sondern die Kraft der Bilder auf sich wirken lassen. Die Einsamkeit des Wanderers, der nicht zu den Kämpfern im Zelt gehört, die davon reden, aufräumen zu wollen auf Erden, das Unkraut an der Wurzel durchzuschneiden – aber auch nicht zu den pöbelnden Menschen am Würstchenstand. Eindrücklich, wie hier jemand seinen Weg sucht in einer von Terror, Krieg, Staatsgewalt geprägten Gesellschaft. Die Aufzeichnung selbst zumindest macht es einem leicht – es ist keine abgefilmte Aufführung, sondern eine eigene Fernsehproduktion von 70 Minuten, bei der man den Spielern im Stadion durchaus nah kommt. Allerdings machte sich die Verlorenheit im gigantischen, leeren, eiskalten Stadion, viele Meter weit weg von Spielern und Sportlern, sicher ganz anders körperlich bemerkbar als zuhause im warmen Wohnzimmer.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
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