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Bewertung und Kritik zu

DANKE DEUTSCHLAND
von Sanja Mitrović
Regie: Sanja Mitrović 
Premiere: 4. April 2019 
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin 

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Zum Inhalt: Was macht eine deutsche Staatsbürgerin aus? Wie verändert sich das Verhältnis von Staatsbürger_innen und Eingewanderten in der deutschen Gesellschaft unter wechselnden politischen Verhältnissen? Einwanderung aus Vietnam gab es – unter sehr unterschiedlichen Vorzeichen – in der BRD und der DDR. In der BRD der späten 1970er Jahre machten sich die konservativen und sozialdemokratischen Parteien stark für die Aufnahme von Bürgerkriegsflüchtlingen aus Südvietnam, die von den siegreichen Kommunisten verfolgt wurden und als sogenannte »boat people« mit Schiffen über das südvietnamesische Meer geflohen waren. »Boat people« erhielten Integrationspaten, Sprachkurse, Freizügigkeit und hatten es vergleichsweise leicht auf dem Arbeitsmarkt. Die Community wollte ihre Dankbarkeit Deutschland gegenüber dadurch ausdrücken, möglichst nicht auf- oder zur Last zu fallen, »unsichtbar« zu bleiben – und Kritik, etwa am erlebten Alltagsrassismus, keinesfalls zu äußern. In die DDR wurden ab 1980 Vertragsarbeiter_innen aus dem nordvietnamesischen, sozialistischen Brudervolk entsandt. Sie waren voller Hoffnung und empfanden sich als privilegiert, lebten aber isoliert in Wohnheimen und sprachen kaum Deutsch, Verbindungen mit der DDR-Bevölkerung waren von beiden Systemen nicht weiter erwünscht. Nach dem Fall der Mauer war ihre Situation über Jahre ungeklärt, der Rassismus flammte neu auf – auch gegen die in der BRD lebende vietnamesische Bevölkerung. Viele machten sich schließlich als Kleinunternehmer_innen selbständig und wurden später als »mustergültige Migranten« gegen andere migrantische Communitys ausgespielt.

Mit: Veronika Bachfischer, Mai-Phuong Kollath, Denis Kuhnert, Khanh Nguyen, Felix Römer, Kay Bartholomäus Schulze, Mano Thiravong, Lukas Turtur

Regie: Sanja Mitrović
Bühne: Élodie Dauguet
Kostüme: Ivana Klicković
Video: Krzysztof Honowski
Musik: Vladimir Pejković
Dramaturgie: Nils Haarmann
Recherche: Angelika Schmidt, Marcus Peter Tesch
Licht: Giacomo Gorini

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