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Bewertung und Kritik zu

UNTIL OUR HEARTS STOP
Meg Stuart / Damaged Goods & Münchner Kammerspiele
 
Berlin-Premiere: 4. September 2016 
Hebbel am Ufer (HAU), Berlin

KARTEN ONLINE BESTELLENZum Inhalt: Wie nahe können Menschen einander kommen? Meg Stuart befasst sich mit dieser Frage seit mehr als zwei Jahrzehnten. Auch "UNTIL OUR HEARTS STOP“ ist der Suche nach Nähe gewidmet, dem dauerhaft unmöglichen, aber momentweise lustvollen Zusammensein. Sechs Performer*innen bilden ein temporäres Kollektiv, das auf herausfordernd-spielerische Weise kooperieren muss und einem irrsinnigen Set von Regeln folgt; das sich in Yoga-Übungen oder Akrobatik ergeht, Zaubertricks und Rituale aufführt, Kämpfe inszeniert und über die gängige Scham hinaus den Haut-an-Haut-Kontakt erprobt. Es sind weniger die Themen oder die Reihenfolge der absurden, zarten, aggressiven oder ekstatischen Szenen, die "UNTIL OUR HEARTS STOP“ als Abend zusammenfügen: Vielmehr schafft der Rhythmus – das Anschwellen und Abebben, die Beschleunigung und der Stillstand – einen gemeinsamen Ort des Begehrens und der Illusion. Initiiert und verstärkt wird er von dem sogartigen, entfesselten Sound des Jazztrios Samuel Halscheidt (Bass), Marc Lohr (Schlagzeug) und Stefan Rusconi (Klavier/Trompete). "UNTIL OUR HEARTS STOP" ist eine performative Versuchsanordnung, in der das Erfahren physischer Grenzen mentale Barrieren sprengen kann: Nackt trennt die Haut zwei Personen, aber im Spiel werden die beiden zu einem experimentierenden, sinnlichen Organismus.

Choreografie: Meg Stuart

Entwickelt und performed von Neil Callaghan, Jared Gradinger, Leyla Postalcioglu, Maria F. Scaroni, Claire Vivianne Sobottke, Kristof Van Boven



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2 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Alberne Zeitlupen-Nummern und Sticheleien gegen Chris Dercon
  · 03.11.17
Der Abend gastierte im Rahmen von "Tanz im August" 2016 und ist im Repertoire des HAU. Er beginnt mit demonstrativer Langsamkeit, wie im Zeitlupen-Tempo bewegen sich die Tänzerinnen und Tänzer. Im Lauf der mehr als zwei Stunden wird es jedoch schrill und exhibitionistisch. Grenzen der Peinlichkeit ignorieren die Akteure gekonnt. 

Die Szenenfolge „zwischen Yoga, Zauberei und Ritual“ hat keinen klaren roten Faden: das Menschen-Knäuel auf der Bühne schlägt sich und verträgt sich wieder, kommt zum Small-Talk ins Publikum, bietet Zigaretten, Wasser und Geburtstagskuchen an und rettet sich in die nächste, oft recht alberne Varieté-Nummer. 

Einen besonderen Moment gibt es bei diesem Gastspiel an der Volksbühne doch noch: Kurz vor Ende kommt der Schauspieler Kristof van Boven im klassischen Smoking als Conférencier auf die Bühne. Er war seit 2011 in der Ära von Johan Simons im Ensemble der Münchner Kammerspiele, wo das Stück „Until our hearts stop“ im Juni 2015 uraufgeführt wurde, bevor sich Simons zur Ruhrtriennale verabschiedete. 

Wie es der Zufall will, stammt van Boven aus Lier, einer Kleinstadt bei Antwerpen mit etwa 35.000 Einwohnern. Der prominenteste Sohn dieses Ortes ist: Chris Dercon, Rotes Tuch für die eingeschworene Volksbühnen-Gemeinde und Adressat mehrerer offene Briefe, seitdem ihn Kulturstaatssekretär Tim Renner als Nachfolger am Rosa-Luxemburg-Platz ausgerufen hat.
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3.0
Durchschnittsnote aller Stücke
5 5
4 16
3 32
2 16
1 5
Kritiken: 63
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