Gob Squad: Show me a good time

Bewertung und Kritik zu

SHOW ME A GOOD TIME 
Gob Squad
 
Online-Premiere: 20. Juni 2020 
Hebbel am Ufer (HAU), Berlin 

Eingeladen zum 58. Berliner Theatertreffen (2021) 

Zum Inhalt: Im vergangenen Juni, zur Zeit des kulturellen Lockdowns, als in Berlin die Theaterhäuser geschlossen waren, zeigte das HAU Gob Squads “Show Me A Good Time” als ambitionierte 12-stündige Livestream-Performance. Von der leeren Bühne des HAU1 versuchte ein:e einzelne:r Performer:in, Zuschauer:innen an den Bildschirmen überall auf der Welt zu erreichen, während die anderen die Straßen von Berlin und Sheffield erkundeten oder intime Situationen aus ihrem Zuhause teilten. 
Die Welt verändert sich in rasantem Tempo und es gibt kein Zurück mehr. Was wird bleiben und was muss sich ändern, während die Zeit erbarmungslos voranschreitet? Wie können wir aus unserer Isolation heraustreten und die Komfortzone unserer sozialen Blasen verlassen, in die wir uns eingehüllt haben? Wie können wir uns wieder verbinden und mit Fremden Kontakt aufnehmen? Und wo lässt sich in dieser neuen Normalität je wieder eine gute Zeit finden? Auf einer Bühne, auf der Straße oder zu Hause auf dem Sofa?

Mit Sean Patten, Bastian Trost, Simon Will, Tatiana Saphir, Sarah Thom

Konzept und Regie: Gob Squad
Videodesign: Noam Gorbat, Miles Chalcraft
Sounddesign: Sebastian Bark, Jeff McGrory, Catalina Fernandez
Kostümrealisation: Emma Cattell
Lichtdesign und Technische Leitung: Max Wegner
Dramaturgie, Produktionsleitung: Christina Runge


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Performance-Marathon mit Loops
  · 09.02.21
12 Stunden-Performance-Marathon von Gob Squad, der in einem deutsch-englischen Sprach-Mix mit viel Ironie, kleinen Alltagsbeobachtungen und im Plauderton um das Thema leerer Theater kreist. In seinen Loops und Längen ermüdend, aber mit einigen skurril-schönen Momenten, z.B. als sich Berit Stumpf mit zwei Gästen in einem Kreuzberger Döner-Laden über Theater unterhielt. Zu jeder vollen Stunde werden Passanten von den Performern, die sich durch Berlin und England treiben lassen, in ein Gespräch verwickelt.

Die Premiere aus dem leeren HAU begann abends und zog sich durch die Mittsommernacht bis zum Morgengrauen, ein Jahr später beim Theatertreffen begann der Stream-Marathon schon mittags mit Tatjana Saphir und ihrer Beschwörung der <Emptiness> des verlassenen Festspielhauses und endete wegen der Corona-Ausgangssperre um Mitternacht.

Eine Performance, bei der man immer mal wieder reinklicken und sich den Tag begleiten lassen kann, der aber kaum jemand 12 Stunden lang folgen wird.
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