Hebbel am Ufer (HAU)
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    SPIELPLAN & KARTEN

    Mal Pelo: The Fifth Winter

    Bewertung und Kritik zu

    THE FIFTH WINTER
    Mal Pelo
     
    Berlin-Premiere: 31. August 2018 (Tanz im August) 
    Hebbel am Ufer (HAU1), Berlin 

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    Zum Inhalt: Zwei Menschen warten darauf, dass ein weiterer Winter vorübergeht. Sie durchstreifen die ausgeräumte Bühne, gefangen in einem Raum zwischen tiefer Stille und den Stimmen ihrer Erinnerung, und vertreiben sich die Zeit.

    In “The Fifth Winter” reflektiert das Duo Mal Pelo, das seit 1989 zusammenarbeitet, das Vergehen der Zeit ebenso wie die Grenzen unseres eigenen Terrains. Dabei lassen sich Maria Muñoz und Pep Ramis von Werken des italienischen Dichters Erri de Luca inspirieren – und verwandeln ihr Duett selbst in ein luzides, choreografisches Gedicht, das zugleich zart und kraftvoll ist.

    Dauer: 55 min

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    Beckettsche Verzweiflung
    5 years ago
    Kritik
    Ein alterndes Paar umkreist sich. Szenen von Melancholie und Traurigkeit, dazu französische Lyrik als Hintergrundrauschen. Wie zwei Verzweifelte aus einem Beckett-Stück stehen María Muñoz und Pep Ramis, die seit 1989 gemeinsam als „Mal Pelo“ auftreten, auf der Bühne des HAU 1. Zwei schwarz gekleidete Figuren auf kahler, weißer Bühne, erschöpft in die Ferne blickend, sich immer wieder zu langsam kreisenden Bewegungen aufraffend. Ihr knapp einstündiger Abend „The Fifth Winter“ reflektiert die Arbeit und das Leben dieses katalanischen Paares: neben den großen Namen und Highlights eine kleine, fast private Choreographie, die sich ganz darauf konzentriert, eine melancholische Stimmung zu transportieren. Weiterlesen
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    Mal Pelo
    5 years ago
    Kritik
    ''Ein Mann und eine Frau im fortgeschritt'nen Alter. Sie in einer Art von Fürsorge-Modus gegenüber ihm; wahrscheinlich hat er Alzheimer, oder er ist (was auf dasgleiche zielt) dement - auf alle Fälle scheint es so, dass er sich nicht an das erinnert, woran sie gerade denkt, obgleich sie einen ganzen Lebensweg zusammen absolvierten und sie ihn, weil er ja jetzt so krank ist, nicht verlassen wollte und auch nicht und nie verlassen wird...  Erinnerungsversuche mittels Nähe und Distanz; man sieht ihr ihre Trauer an, dass sie ihn nicht/nicht mehr "erreicht". Plötzlich kippelt die Stimmung (gottlob auch mal) ins Humorige: Er lebt gerade einen Euphorie-Schub aus und tut sich voller Ausgelassenheit mit Schlagsahne bespränkeln - sie muss diesem Treiben Einhalte gebieten, auch weil er sie noch und noch dann mit der Sahne vollkleckert, und sie entreißt ihm justament die Spraydosen à la 'Es reicht, mein Freund, beruhige dich, ich bring' dich jetzt ins Bett' o.s.ä.  Ehrliche, ans Herz gehende Vorstellung, obgleich ein bisschen umständlich und ohne eigentliches (Stück-)Zentrum. Sehr eindrucksvoll getanzt.'' schreibt Andre Sokolowski am 1. September 2018 auf KULTURA-EXTRA
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