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    Linie 1 - Neuinszenierung

    Bewertung und Kritik zu

    LINIE 1 - NEUINSZENIERUNG
    von Volker Ludwig 
    Regie: Tim Egloff 
    Premiere: 30. März 2023
    Grips Theater Berlin 

    Zum Inhalt: DIE Berlin-Revue in einer Neuinszenierung!

    Natalie kommt aus der Provinz nach West-Berlin und landet sechsuhrvierzehn am Bahnhof Zoo. Sie ist auf dem Weg zu Johnny, einem Berliner Rockmusiker. Als sie ihn am Bahnhof nicht findet, begibt sie sich auf die Suche nach ihm. Sie steigt in die U-Bahn Linie 1, Richtung Schlesisches Tor. Dort gerät sie in den Sog der Stadt und trifft auf ein Panoptikum verlorener, suchender, keifender, aber auch warmherziger Menschen, wie sie sich 1986 auf der Insel der Seligen tummeln.

    Regie: Tim Egloff
    Bühne: Marian Nketiah
    Kostüme: Mascha Schubert
    Mitarbeit Kostüm: Marcus Barros Cardoso
    Mitarbeit Kostüm: Annika Maier
    Bewegung & Choreografie: Bahar Meriç
    Musikalische Leitung: Matthias Witting
    Musikdramaturgie: Thomas Keller
    Musikalische Beratung: Caspar Hachfeld
    Dramaturgie: Tobias Diekmann
    Theaterpädagogik: Gitanjali Schmelcher
    Theaterpädagogik: Fabian Schrader


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    Vorsichtig modernisiertes Denkmal
    9 months ago
    Kritik

    Die Welt hat sich massiv verändert: der Bahnhof Zoo ist kein Fernbahnhof mehr, sondern nur noch ein schmuddliger S- und Regionalbahn-Halt unter vielen, und das Schlesische Tor ist nicht mehr Endstation im dunkelsten Winkel Kreuzbergs direkt an der Mauer, sondern Hipster-Paradies mitten in der nicht mehr geteilten Stadt.

    Das Grips Theater reagierte und beauftragte Tim Egloff mit einer Neuinszenierung. Doch keine Angst: das Denkmal ist unangetastet, wurde nur etwas modernisiert. Der Cast ist diverser, „Bambi“ wird von Eike N.A. Onyambu gespielt und toll gesungen, einem PoC-Schauspieler, der in dieser Spielzeit am Grips sein erstes Engagement nach dem Studium antrat. Bunter und knalliger als in der Urinszenierung sind die Kostüme von Mascha Schubert, die sich in einer Hommage an den Modegeschmack der 1980er Jahre austoben durfte.

    Geblieben sind die Zeitungen, hinter denen sich die Pendler damals verschanzten, und der Zigaretten-Qualm: beide Attribute unterstreichen: die Revue spielt nicht im Hier und Jetzt, sondern im untergegangenen Frontstadt-Biotop. Auch alles andere, was „Linie 1“ zum Kult machte und ich vor einigen Jahren ausführlich beschrieben habe, ist natürlich noch da: der warmherzige Grundton, mit dem hier vom Überleben im Großstadtdschungel gesungen wird, der kabarettistische Witz von Hits wie den „Wilmersdorfer Witwen“, die ihr Berlin verteidigen und andere Balladen, die auch in der 1978. Aufführung von einigen im Publikum mit nostalgisch leuchtenden Augen mitgesungen wurden.

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