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Bewertung und Kritik zu

SOMMERGÄSTE 
von Maxim Gorki
Regie: Daniela Löffner
Premiere: 23. Februar 2018 
Deutsches Theater Berlin
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Zum Inhalt: Das Landhaus von Rechtsanwalt Bassow und seiner Frau Warwara. Hier trifft sich eine privilegierte Runde: Ärzte, Schriftsteller, Fabrikanten, Ingenieure. Die gehobene Mittelschicht hat die Stadt verlassen um den Sommer im Grünen zu verbringen. Sie haben Zeit, sie haben Geld und führen ein überwiegend angenehmes, sorgenfreies Leben. Und doch fühlen sie sich einsam, biografielos und leer, sind von sich selbst ermattet und müde von ihren Freiheiten. Da helfen die diversen Bindungen, Verhältnisse und Freundschaften auch nicht weiter. Sie sehnen sich nach einer anderen Zukunft – mit erlösender Liebe und einer sinnhaften Erde. Sie reden, streiten, lamentieren und diskutieren. Wie mit diesem Weltschmerz umgehen? Was für eine Realität anstreben? Wozu sich weiter hetzen und warum Ideale verfolgen? Welche Vision entwerfen? Warwara: "Dieses Abwägen, dieses Berechnen! Wir haben so eine Angst vor dem Leben! Was soll das? Wir versinken im Selbstmitleid!"

Regie: Daniela Löffner

Bühne: Claudia Rohner
Kostüme: Eva Martin
Musik: Matthias Erhard
Licht: Cornelia Gloth
Dramaturgie: David Heiligers



Meinung der Presse zu „Sommergäste“

Deutsches Theater Berlin


FAZ
★★★★☆

rbb
★★★★☆
 
Tagesspiegel
Zicken und Sargnägel


Berliner Zeitung
★★★★☆

Theaterpremieren


Die Welt
★★★★☆

tip
★★☆☆☆

nachtkritik
Egal wann
 
Inforadio vom rbb
"Sommergäste" im DT

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2 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Müder Nachklapp zu "Väter und Söhne"
  · 22.03.18
Vor allem die ersten beiden Stunden bis zur Pause sind ermüdend: zäh schleppen sich die Monologe dahin. Diese gelangweilten Figuren am Vorabend der russischen Revolution, die nichts mit sich anzufangen wissen, treten ins Zentrum der Bühne und verschwinden wieder im Hintergrund. Wie bei ihrem Lehrer Gosch bleiben alle Spielerinnen und Spieler die komplette Dauer der Inszenierung auf der Bühne präsent.

Bei diesem Thesentheater über eine untergehende Gesellschaft springt kein Funke über. Larmoyant klagen die Figuren über ihre Ermattung und ihre Alltagssorgen. Die ersten drei Stunden kommen aber nicht über eine müden Nachklapp zum damals zum Theatertreffen eingeladenen „Väter und Söhne“-Inszenierung.

Nach der Pause ist immerhin in Spurenelementen Reibung zwischen den Schauspielerinnen und Schauspielern spürbar. Das Tempo zieht langsam an. Anja Schneider spielt sich als Warja ins Zentrum. Zwischen all den Jammerlappen gewinnt ihre Figur Konturen.

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0 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Teilweise plump
  · 26.02.18
''Mit den "Sommergästen" kann Daniela Löffner nicht ganz an ihren großen Erfolg am Deutschen Theater anknüpfen. "Väter und Söhne" war deshalb eine besonders berührende Inszenierung, da man auf der Bühne mitten unter den Schauspielern saß und deren Spiel dadurch zurückhaltender, angedeuteter, leiser wurde. Diesmal aber wird nicht nur wie wahnsinnig gewütet, auch die Inszenierungsideen sind manchmal plump. Wenn der Student Simin seine Freundin fragt, ob sie ihm treu sein wird, solange er fort ist, muss er dabei mit einer phallischen Salamistange vor ihr herumfuchteln. Das führt bei vier Stunden zu Ermüdungserscheinungen im Publikum: Bei der Premiere lichten sich die Reihen nach der Pause.

Das große Finale des Stücks, bei dem die Frauen sich zum Aufbruch formieren und Warja ihren Mann verlassen will, unterscheidet sich dann kaum im Ton von den vorangegangenen Gefühlsausbrüchen und geht nahezu unter. Ob die Frauen den Absprung wirklich durchziehen werden? Löffner lässt es offen.   

Trotzdem ein Abend, der durch das Zusammenspiel des Spitzen-Ensembles immer wieder an Höhen (und Unterhaltung) gewinnt. Und der die psychologischen Abgründe seiner Figuren zu durchleuchten versucht, die alle so schrecklich aneinander vorbeilieben.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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