der herzerlfresser

Bewertung und Kritik zu

DER HERZERLFRESSER 
von Ferdinand Schmalz
Regie: Ronny Jakubaschk
Premiere: 28. November 2015 
Deutsches Theater Berlin

Kurz vor der Eröffnung des neuen Einkaufszentrums draußen im Sumpf werden dort zwei Frauenleichen ohne Herz entdeckt. Um die Eröffnung nicht zu gefährden, betraut der Bürgermeister Rudi den Nachtwächter Andi mit verdeckten Ermittlungen. Andis Herz schlägt für Florentina, die draußen im Sumpf lebt, doch die verfällt nach und nach einem charismatischen Fremden, der plötzlich im Ort auftaucht. Er verspricht eine Berührung, die keine Trennung kennt und eine Liebe, in der man sich auflösen wird. Die Fußpflegerin Irené zieht mit ihrem Studio hinaus ins neue Zentrum. Sie hat den Unbekannten schon kennengelernt und bringt den Bürgermeister so auf eine heiße Spur. Bei der Eröffnung des Einkaufszentrums kommt es schließlich zum Showdown zwischen allen Beteiligten. Es fällt ein Schuss und jemand geht tödlich getroffen zu Boden...

Regie: Ronny Jakubaschk

Bühne und Kostüm: Matthias Koch
Musik: Bastian Bandt
Dramaturgie: Hannes Oppermann


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Der Herzerlfresser
  · 11.12.15
Regisseur Ronny Jakubaschk entschied sich dafür, das Ganze als Farce zu inszenieren: knallrot und giftgrün sind die dominierenden Farben. Grell geschminkte Schauspieler, die Karikaturen alpenländischer Trachtenmode tragen, stolpern durch die Jagd nach dem „Herzerlfresser“, einem Frauenmörder, der seinen Opfern das Herz herausreißt. Elias Arens spielt die Titelfigur als Mischung aus Zombie und Vampir, mit blutigen Lefzen und mahlendem Kiefer, ständig auf der Suche nach dem nächsten Opfer. (...)
„Der Herzerlfresser“ bietet knapp achtzig Minuten kurzweilige Unterhaltung. Jakubaschk vertraute seinem Regiekonzept aber anscheinend doch nicht ganz: anstatt seine Groteske als temporeiche Farce zu spielen, lässt er die Schauspieler immer wieder in stilisierte, zeitlupenartige Bewegungen verfallen, die dem ansonsten munteren Abend einiges an Schwung nehmen. Weiterlesen
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