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Bewertung und Kritik zu

KÖNIG UBU 
von Alfred Jarry
Regie: András Dömötör
Premiere: 30. November 2016 
Deutsches Theater Berlin

Inhalt: Vater Ubu – fett und feige – wird von seiner machtversessenen Gattin Mutter Ubu zum Königsmord angestiftet. Hinterhältig massakriert er die gesamte Herrscherfamilie und reißt die polnische Krone an sich. Auf dem Thron angelangt, verfolgt Vater Ubu unverhohlen seine Ziele: Reichtum und Macht. Alle Adligen werden in der Enthirnungsmaschine hingerichtet und ihr Besitz eingezogen, die Richter entlassen – für Gerechtigkeit sorgt Vater Ubu ab jetzt persönlich – und das Finanzsystem durch die Einführung exorbitanter Steuern reformiert. Lange lässt sich das Volk diese Frechheiten nicht gefallen. Angeführt vom rechtmäßigen Thronfolger, dem einzigen überlebenden Sohn des Königs, wagt es den Aufstand. Dann greift noch der russische Zar in den Konflikt ein und ein blutiger Krieg entbrennt.

Regie: András Dömötör

Bühne / Kostüme: Sigi Colpe
Sound: Tamás Matkó
Dramaturgie: Meike Schmitz


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Hoheitliche Abgründe
  · 06.03.17
''Das Publikum wird zum vergnügten Beobachter eines Parforceritts in den Abgrund. Mit dem Eindruck der Inszeniertheit der Katastrophe bleibt man zurück; so wie es uns derzeit allenthalben geht, wenn die Medien uns die neuesten Grausamkeiten kundtun. Auch die Nachrichten werden oft nicht mehr bewusst zur Kenntnis genommen. In einem Monolog spricht Linda Pöppel das Publikum direkt an und gibt mögliche Gedanken dieser Personen wieder, etwa: „Ich hasse Mitmachtheater!“ In seiner naiven und vulgären Brutalität fiel König Ubu seinerzeit durch und zeigt doch, was im 20. Jahrhundert geschah und bis heute geschieht. So grotesk diese reale Geschichte ist, so grotesk ist auch die vortreffliche Inszenierung des ungarischen Regisseurs András Dömötör. Aufgrund der künstlich übertriebenen Karikatur des Grauens entsteht kein Entsetzen oder Mitgefühl. Zum Ende der anderthalbstündigen Vorführung lässt der Effekt etwas nach. Nichtsdestotrotz höchst sehenswert.'' schreibt Ansgar Skoda am 6. März 2017 auf KULTURA-EXTRA
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König Ubu
  · 04.01.17
Die bluttriefende, Shakaespeare-parodierende Handlung, die derbe Sprache, die schnelle Schnitte bieten dem spielfreudigen jungen Ensemble die Gelegenheit, sich nach Lust und Laune auszutoben. Der Regisseur und sein Ensemble haben sich einige amüsante Gags einfallen lassen, wie sie die berühmte „König Ubu“-Groteske von Alfred Jarry dem heutigen Publikum schmackhaft machen können.
Ein Skandal ist „König Ubu“ heute längst nicht mehr. 1896 war das Publikum so schockiert, dass das Stück sofort verboten werden musste. Am Deutschen Theater wird daraus ein lustiger Abend für die Nebenspielstätte auf der Hinterbühne: mit einigen Running-Gags zum Schmunzeln, mit einer starken ersten Stunde. Das letzte Drittel fällt dann allerdings ab: der Inszenierungsansatz ist ausgereizt, die Handlung schon fast auserzählt, das Trio hängt noch einige Publikums-Mitmachaktionen dran und beendet den Abend alberner, als er es verdient hätte. Weiterlesen
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