Wonderwomb

Bewertung und Kritik zu

WONDERWOMB 
von Amir Gudarzi
Premiere: 18. Juni 2022 (Lesung - Lange Nacht der Autor:innen) 
Deutsches Theater Berlin 

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Zum Inhalt: Minen explodieren an einem Öltanker in der Straße von Hormus – Raketen treffen auf eine Raffinerie in Saudi-Arabien – Drohnen töten einen Offizier der iranischen Revolutionsgarde – in New York geht ein Börsenmakler mit seinen Spekulationen all in... Dazwischen und mittendrin: die Stimmen der Mächtigen und Ohnmächtigen, der Dollars und der Abermillionen Wesen, die zu Öl geworden sind.

Amir Gudarzis Theatertext Wonderwomb erzählt vom Öl, das den Motor des Kapitalismus am Laufen hält, für das die Menschen alles aufs Spiel setzen und das wie kein anderer Stoff für die Transformation unserer Welt steht. Die Jury der Autor:innentheatertage 2022 hat das Stück mit einer speziellen Erwähnung ausgezeichnet. Wir stellen den Text im Rahmen der Langen Nacht der Autor:innen in einer Lesung vor. 

Amir Gudarzi war mit seinem Text für den Retzhofer Dramapreis 2021 nominiert und hat für das Stück mittlerweile den Kleist-Förderpreis erhalten. Wonderwomb gelangt in der kommenden Spielzeit am Hessischen Landestheater Marburg zur Uraufführung.


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Polit-Drama in Netflix-Ästhetik
  · 19.06.22
„Wonderwomb“ von Amir Gudarzi erhielt von der ATT-Jury eine lobende Erwähnung, gewann mittlerweile den Kleist-Förderpreis und wird in der kommenden Spielzeit in Marburg uraufgeführt. Das Trio aus Maren Eggert, Ex-Ensemble-Mitglied Camill Jammal und Božidar Kocevski präsentiert in 45 Minuten einige Szenen der Textes, der an der Netflix-Ästhetik geschult ist: in Parallelsträngen verhandelt Gudarzi die Krisen-Themen des Nahen und Mittleren Ostens, die großen Themen der Weltpolitik wie die Gier nach dem Öl und den von Donald Trump, der konsequent nur als „orangengesichtiger Präsident“ bezeichnet wird, befohlenen Drohnenangriff auf den iranischen Revolutionsbrigaden-General Qassim Soleimani im Januar 2020.

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