Auslöschung. Ein Zerfall

Bewertung und Kritik zu

AUSLÖSCHUNG. EIN ZERFALL 
nach Thomas Bernhard
Regie: Karin Henkel 
Premiere: 4. Juni 2022 
Deutsches Theater Berlin 

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Zum Inhalt: Es ist die Geschichte einer unfreiwilligen Heimkehr. Franz Josef Murau, der seit Jahrzehnten seine Familie meidet und im Ausland lebt, muss zur Beerdigung seiner Eltern anreisen, die bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Damit holt ihn eine Vergangenheit ein, von der er glaubte, sie weit hinter sich gelassen zu haben. Für Murau folgt ein furioserKampf mit dem verhassten Erbe: Er geht "in den Wald der Kindheit hinein", um in "einer entsetzlichen Konfrontation" mit den damaligen Schrecken "alles auszulöschen", was ihn an seine Familie bindet. Besonders quält ihn die Verstrickung seiner Eltern in die NS-Herrschaft und das Weiterwirken der katholisch-nationalsozialistischen Mentalität auch nach Kriegsende. Verzweifelt versucht Murau die Wurzeln der Vergangenheit aus seinem Leben, Denken und Fühlen herauszureißen.

Mit Bernd Moss, Anja Schneider, Julia Windischbauer, Almut Zilcher, Manfred Zapatka, Daniel Zillmann

Regie: Karin Henkel
Bühne: Thilo Reuther
Kostüme: Teresa Vergho
Musik: Lars Wittershagen
Dramaturgie: Juliane Koepp, Rita Thiele


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