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Bewertung und Kritik zu

KUFFAR. DIE GOTTESLEUGNER 
von Nuran David Calis
Regie: Nuran David Calis
Uraufführung: 11. Dezember 2016 
Deutsches Theater Berlin

Drei Welten, drei Orte sind es, die Nuran David Calis in seinem jüngsten Stück miteinander verschränkt. Erstens das verborgene Zimmer Hakans, eines jungen Mannes und ehemaligen Krankenhausarztes, der sich allmählich zum Islamisten wandelt. Seinem wachsenden missionarischen Eifer verleiht er Ausdruck in einem Videoblog. Zweitens die Exilsituation seiner Eltern, die als junge linke Aktivisten nach dem Militärputsch 1980 aus der Türkei nach Deutschland flüchteten. Mittlerweile in Rente, wissen sie nicht, wie sie sich den Veränderungen ihres Sohnes gegenüber verhalten sollen, missverstehen deren Dimension. Drittens die hoch aufgeladene, spannungsreiche Atmosphäre im September 1980, kurz bevor die Armee die Macht in der Türkei übernahm. So weit von Apologetik entfernt, wie es nur geht, und zugleich so unsentimental wie nur möglich, erzählt Kuffar. Die Gottesleugner von Unbedingtheit, Überzeugung und dem Ende des Dialogs.

Mit Harald Baumgartner, İsmail Deniz, Christoph Franken, Vidina Popov, Almut Zilcher

Regie: Nuran David Calis
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Amélie von Bülow, Carina von Bülow-Conradi 
Musik: Vivan Bhatti
Video: Adrian Figueroa 
Dramaturgie: Claus Caesar


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Auf der Suche nach den Ursachen religiöser Radikalisierung
  · 13.12.16
''Es prallen hier ungebremst die verschiedenen Moralauffassungen und Vorstellungen vom Lebenssinn der westlichen Welt mit denen des traditionellen Islams aufeinander. Der Versuch miteinander zu reden, scheitert immer wieder am fortgesetzten Monologisieren und der Uneinsichtigkeit der Parteien. (...) Antworten gibt dieser Abend nicht, ist aber ein Plädoyer dafür, miteinander im Gespräch zu bleiben. Am Ende sitzen alle gemeinsam auf offener Bühne und lesen noch einmal aus ihren Erinnerungen.'' schreibt Stefan Bock am 13. Dezember 2016 auf KULTURA-EXTRA
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Kuffar. Die Gottesleugner
  · 12.12.16
Der Abend zeichnet ein überzeugendes Porträt der hoffnungslosen Lage in der Türkei: Das junge Paar erzählt von Folter und übt sich in konspirativen Techniken, streitet über Auswege und geht 1980 ins Exil. Ismail Deniz (der schon als „Siegfried“ in der Nibelungen-Komödie „Gold“ von Nuran David Calis besetzt war) und Vidina Popov spielen das mit der Wut und Verzweiflung junger linksradikaler Aktivisten. Die beiden DT-Ensemble-Routiniers Almut Zilcher und Harald Baumgartner lassen uns die Wehmut und Ratlosigkeit der Eltern spüren, die um ihr Land und ihren Sohn trauern, die auf die schiefe Bahn geraten sind. Gemeinsam starren sie auf die CNN Türk-Fernsehbilder vom Putschversuch im Juli 2016. Diese Passagen zur aktuellen Lage in der Türkei sind schlüssiger und stärker als Nurkan Erpulats gescheiterte Familienaufstellung „Love it or leave it“ vor wenigen Wochen am benachbarten Gorki. Weiterlesen
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