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Bewertung und Kritik zu

DAS SPIEL IST AUS 
von Jean-Paul Sartre
Regie: Jette Steckel
Premiere: 28. März 2014 
Deutsches Theater Berlin

Inhalt: André Charlier vergiftet seine Ehefrau Eve. Zur gleichen Zeit wird der Widerstandskämpfer Pierre Dumaine erschossen. Im Leben einander nie begegnet, treffen sich Eve und Pierre im Reich der Toten. Als Tote werden sie zu Zuschauern des Lebens: Sie können nichts bewegen, nichts verändern, nichts spüren. Dennoch verlieben sich die beiden – und bekommen eine zweite Chance. Um ihre Liebe zu verwirklichen dürfen sie ins Leben zurückkehren, mit einer Auflage: sich innerhalb von 24 Stunden uneingeschränkt zu  vertrauen. Doch Pierre will seine Kameraden von einem geplanten Anschlag abhalten und Eve ihre Schwester vor ihrem Ehemann beschützen. Sie verspielen ihre Chance und kehren zurück ins Reich der Toten, diesmal endgültig.

Mit Judith Hofmann, Ole Lagerpusch, Alexander Khuon, Barbara Heynen, Natali Seelig, Elias Arens, Anne Wels, Till-Jan Meinen

Statisten: Margitta Azadian, Mohammed Azadian, Martin Heise, Felix Hübner, Karolina Nägele, Valentin Olbrich, Nina Philipp, Ray Reimann, Dieter Zühlke, Ilka Zühlke

Regie: Jette Steckel
Bühne: Florian Lösche
Kostüme: Pauline Hüners
Musik: The Notwist 
Musikalische Betreuung: Mark Badur, Volker Wendisch 
Video: Alexander Bunge 
Dramaturgie: Anika Steinhoff

Dauer: ca. 90 Minuten


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Melodram statt Existentialismus
  · 01.11.17
Die großen Themen, mit denen sich Sartre nicht nur in diesem Text von 1943 auseinandersetzte, sind die Freiheit, Einsamkeit und die radikale Verantwortung des Menschen für sein Handeln. In seinem Gedankenspiel gibt er zwei Menschen grundverschiedener sozialer Herkunft die Chance, nach dem Tod in ihr altes Leben zurückzukehren und alles besser zu machen. Den Traum vom gemeinsamen Glück vor Augen scheitern der linke Revolutionär und Antifaschist Pierre und die verwöhnte, reiche Gattin Eve in nur 24 Stunden völlig und landen sofort wieder im Jenseits.
Bei Jette Steckel wird daraus ein Melodram, vor allem Ole Lagerpusch trägt seinen Text (mal ist es Sartres Original, mal sind es Zitate anderer Autoren wie Milan Kundera) zu pathetisch und überbetont vor. Vom politischen und philosophischen Kern ist wenig zu spüren.
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Im Strudel der Emotionen ersoffen
  · 24.04.17
Den großen Existenzialisten Jean-Paul Sartre verlangte es danach, zu spielen. So schuf er in seinem 1943 verfassten Drehbuch Das Spiel ist aus eine von Determinismus geprägte Versuchsanordnung, die vom Tod aus einen Blick auf das Problem des Lebens ermöglicht. Das Deutsche Theater in Berlin hat dieses Drehbuch nun bearbeitet und unter Regie von Jette Steckel auf die Bühne gebracht. Am 28. März 2014 war Premiere. Weiterlesen →
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