Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

Bewertung und Kritik zu

UNTERGANG DES EGOISTEN JOHANN FATZER 
von Bertolt Brecht
Regie: Tom Kühnel / Jürgen Kuttner 
Premiere: 12. November 2016 
Deutsches Theater Berlin
Buch jetzt bestellen

Zum Inhalt: Fatzer desertiert mit drei Kameraden aus dem ersten Weltkrieg. Sie verstecken sich bei der Frau des einen in einem kleinen Raum in Mülheim an der Ruhr. Sie wollen dem Krieg entkommen, ihn bekämpfen und einen Umsturz. Doch die erhoffte Revolution findet nicht statt. Die Deserteure radikalisieren sich gegeneinander. Sie sind raus aus der Gesellschaft.

Mit Andreas Döhler, Bernd Stempel, Alexander Khuon, Edgar Eckert, Natali Seelig, Jürgen Kuttner

Regie: Tom Kühnel, Jürgen Kuttner
Bühne: Jo Schramm
Kostüme: Daniela Selig
Musik: Ornament & Verbrechen
Video: Marlene Blumert
Licht: Ingo Greiser 
Ton: Matthias Lunow, Björn Mauder
Dramaturgie: Juliane Koepp

TRAILER


WIR EMPFEHLEN

DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Untergang des Egoisten Johann Fatzer
  · 20.11.16
''Gleichwohl ist Brechts Text durchaus zeitlos in seiner gnadenlosen Analyse ideologischen Handelns in Extremsituationen. Das macht uns v.a. die Rezeption Heiner Müllers deutlich, der den die Führung an sich reißenden Koch als „Kleinbürger im Mao-Look, die Rechenmaschine der Revolution“ bezeichnete. Bernd Stempel gibt ihn relativ kalt, seinen Text vom Blatt ablesend, während Andreas Döhler seinen Fatzer laut prollend spielt. Allein steht er vor dem sich senkenden Eisernen Vorhang, separiert von den anderen sein Prinzip Fatzer verkündend: „Ich scheiße auf die Ordnung der Welt.“ „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“, hören wir Kuttner am Anfang Adorno zitieren. Was das in den Zeiten von AfD, Donald Trump und Neoliberalismus bedeuten könnte, darauf weiß die Inszenierung keine Antwort. Sie scheitert ganz ansehnlich dabei, Brecht mit Brecht zu schlagen, der sich tapfer gegen jeden Regieeinfall wehrt. Wenn es dem Publikum gemäß Benno Bessons Auffassung auch nicht dabei hilft, seine kulturelle Verantwortung wahrzunehmen, als Versuchsanordnung vermag Kuttners „Revolutions-Remmidemmi“ ganz gut zu unterhalten. Was auch im Sinne Brechts wäre. '' schreibt Stefan Bock am 20. November 2016 auf KULTURA-EXTRA
War die Kritik hilfreich?
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
UNTERGANG DES EGOISTEN FATZER
  · 18.11.16
Kuttner zeigt uns Archivmaterial mit Benno Besson und sehr mäßig motivierten Arbeiterinnen, die von den zuständigen Funktionären zur Teilnahme an einem sozialistischen Theaterprojekt delegiert wurden. Das Berliner Publikum in den Kammerspielen des Deutschen Theaters sind mit wesentlich mehr Leidenschaft bei der Sache und lesen brav ihre Karaoke-Texte vom Teleprompter. Wer oben mitten auf der Bühne platziert wurde, wird auch gerne mal direkt angesprochen („Pass uff, Jakob“), für eine Szene umgesetzt oder in Großaufnahme gefilmt. Weiterlesen
War die Kritik hilfreich?
Um eine Kritik zu schreiben musst du dich anmelden:

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN



eventim          Reservix Ticketing System

Deutsches Theater Berlin
www.deutschestheater.de
Schumannstraße 13a - 10117 Berlin
Telefon: 030 284410
SPIELPLAN & KARTEN

eventim

TICKETS BEI EVENTIM KAUFEN

ANZEIGE

ANZEIGE


ANZEIGE

                                                    
Toggle Bar
X

Right Click

No right click