Stage Musicals

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

Bewertung und Kritik zu

PERSONA
von Ingmar Bergman
Regie: Anna Bergmann
Berlin-Premiere: 30. November 2018 
Deutsches Theater Berlin 

eventimTICKETS ONLINE KAUFEN
Film jetzt kaufen:
amazon

Zum Inhalt: 1965 lag der schwedische Regisseur Ingmar Bergman mit Lungenentzündung im Krankenhaus. Im Krankenzimmer entwarf er das Drehbuch für seinen experimentellen Spielfilm Persona. Später sagte er, Teile des Films entsprächen einem "Gedicht über seine persönliche Situation". "Ausgebrannt, wie tot", habe er sich gefühlt, gedacht, er könne nie wieder etwas erschaffen. Im Drehbuch wird der Krankenschwester Alma die Pflege für die gefeierte Filmschauspielerin Elisabeth Vogler übertragen. Diese hatte nach einer Vorstellung von Elektra aufgehört zu sprechen. In einem Haus am Meer verbringen die zwei ungleichen Frauen einen vorerst unbeschwerten Sommer. Alma spricht. Elisabeth hört zu. Als Alma einen Brief findet, in dem sich Elisabeth über sie lustig macht, kippt die Situation. Tatsächlich geht es in Persona um mehr als nur Depression oder Erschöpfung. Vielmehr gründet der Kern des Stoffes auf einer tiefgehenden Skepsis an der Konstruktion der Identität des Menschen. Beide Frauen im Stück stellen diese Fragen gleichermaßen und verschmelzen darin miteinander. In Anna Bergmanns Inszenierung spiegelt sich dieser Gedanke auf besondere Art: Die zwei Darstellerinnen werden im Laufe der Koproduktion Malmö – Berlin die Rollen tauschen: spricht zuerst die eine, übernimmt die andere ihre Rolle, wenn Land und Theater gewechselt werden.

Mit Corinna Harfouch, Karin Lithman, Franziska Machens, Elias Arens

Regie: Anna Bergmann
Bühne: Jo Schramm
Kostüme: Lane Schäfer
Musik: Hannes Gwisdek
Licht: Sven Erik Andersson
Video: Sebastian Pircher
Dramaturgie: Sonja Anders, Felicia Ohly

TRAILER

Wie fandest du das Stück?
- ein Klick auf die Sterne -
Schreibe eine Kritik
3.5/5 Insgesamt 2 Bewertungen (2 mit Rezension)
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Hoch symbolisch und bedeutungsschwer
  · 03.12.18
''Die Regisseurin stellt all das hoch symbolisch und bedeutungsschwer in den Raum. Alles, was sich im Film zwischen den Zeilen bewegt, rätselhaft bleibt, wird hier ausgestellt. Die Frauen malen sich Masken auf, ringen miteinander im Wasser, beißen sich, küssen sich, spiegeln sich im Bühnenbild – ästhetisch wirkt der Identitäts- und Rollenkampf überdeutlich.

Ebenso wie die Schlusssequenz. Da beginnt Elisabet plötzlich zu sprechen, sagt: „Verdammte Scheiße, wo sind meine Schuhe?“, und setzt sich einfach ins Publikum. Mag sein, dass Anna Bergmann, die am Theater in Karlsruhe die Schauspielsparte leitet, dort mit einer Frauenquote von hundert Prozent angetreten ist und sich oft an großen Frauenfiguren abarbeitet, hier auch ein feministisches Zeichen setzen und die stumme Frau eine neue, selbstbestimmte Entscheidung treffen lassen wollte. Daraus ist allerdings ein Ausrufezeichen gesetzt, das nicht zum philosophischen Spiel passen will.

Ansonsten bleibt der Abend oft unterkühlt, schematisch, fern. Die Figuren und ihre Identitätsprobleme gehen einen wenig an, sie haben kein Fleisch und Blut, sondern bleiben ein Kopfkonstrukt, das kaum berührt. Ganz anders als Ingmar Bergmans Film-Klassiker, der einen auch heute, 52 Jahre später, emotional sehr wohl aufwühlen kann.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
WAR DIE KRITIK HILFREICH FÜR DICH?
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Persona von Ingmar Bergman
  · 03.12.18
''Anna Bergmann lässt nicht nur den Filmplot ablaufen, zudem dann auch noch der Besuch von Elisabeths Mann (Andreas Grötzinger) gehört, der Alma für seine Frau Elisabeth hält und sogar mit ihr schläft. Die Regisseurin, die seit dieser Spielzeit als Schauspieldirektorin am Badischen Staatstheater Karlsruhe die 100%-Frauenquote ausgerufen hat, möchte auch etwas über weibliche Rollenbilder und Konkurrenz bzw. Solidarität erzählen. Dazu eignet sich Persona natürlich besonders gut. Beide Frauen stecken in ihren sozialen Rollen fixiert auf Männer fest. Schauspielerin Elisabeth fehlt zur Komplettierung ihres Frauseins noch die Mutterrolle und Alma, die mit ihrem Mann ein normales bürgerliches Leben anstrebt, und nun durch die Begegnung mit Elisabeth immer mehr mit der fremden Identität verschmilzt. Die von Elisabeth gesungenen Songzeilen von The Velvet Underground & Nico „I'll Be Your Mirror, reflect what you are” verdeutlichen das nur umso mehr. 

Das Trauma Elisabeths, die wie man in einer Erzählung Almas erfährt, ihren Sohn nicht lieben und in der Mutterrolle aufgehen kann, wird hier nur kurz gestreift. Die Befreiung aus einer inneren Isolation, die die Muschel auch darstellt, und die Suche nach der eigenen, neuen Rolle in der Gesellschaft stehen da mehr im Mittelpunkt. Zumindest bricht Elisabeth am Ende ihr Schweigen, steigt fluchend aus der Rolle aus und setzt sich ins Publikum, um von dort aus Alma weiter zu beobachten, die nun mit sich allein auf der Bühne bleibt. Ein offenes und abruptes Ende. Wie bei Ingmar Bergman bleibt da Raum für Interpretation. Vor allem darstellerisch vermag das Regiekonzept aber schon zu überzeugen.'' schreibt Stefan Bock am 3. Dezember 2018 auf KULTURA-EXTRA
WAR DIE KRITIK HILFREICH FÜR DICH?
Um eine Kritik zu schreiben musst du dich anmelden:
BERLIN
Deutsche Bahn

HIER KÖNNTE IHRE 
WERBUNG STEHEN
ab 10 € / Woche

ANZEIGE

Deutsches Theater Berlin
www.deutschestheater.de
Schumannstraße 13a - 10117 Berlin
Telefon: 030 284410
SPIELPLAN & KARTEN

eventim

3.1
Durchschnittsnote aller Stücke
5 61
4 184+
3 173+
2 114+
1 58
Kritiken: 231

TICKETS BEI EVENTIM KAUFEN
Warenkorb anzeigen

HIER KÖNNTE IHRE 
WERBUNG STEHEN
10 € / Woche
ANZEIGE

ANZEIGE

 AUF DER BÜHNE © 2018                            
                                                                                                          Anmelden  Registrieren
Toggle Bar