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Bewertung und Kritik zu

HAVE A CUP OF TEA MIT SOPHIE ROIS
Erzählungen von Ian McEwan und Songs von Ray Davies
Premiere: 1. Juli 2018 
Deutsches Theater Berlin 

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Zum Inhalt: Sophie Rois nimmt uns mit in eine vergangene Epoche: das 20. Jahrhundert. Geschichten vom britischen Subkontinent. Die Erzählungen des englischen Bestseller-Autors Ian McEwan und Songs von Ray Davies, Kopf der legendären britischen Band The Kinks, berichten von Grotesken des Alltags, vom Zauber des ersten Erlebens und vom Erwachsenwerden.

"Mit ihrer Stimme bringt sie die Dinge in jeder Lebens- und Bühnenlage auf den Punkt", schreibt Die Zeit über Sophie Rois und schwärmt von "der spezifsch Roisschen Mischung aus Auftrittskraft und permanenter Selbstverwunderung". Bei ihrer musikalischen Lesung Have a Cup of Tea wird Sophie Rois von Mark McRae und Clemens Maria Schönborn auf der Gitarre begleitet. Mark McRae arbeitet als Komponist und Songwriter u. a. für die Produzenten von David Bowie und Robbie Williams. Clemens Maria Schönborn verbindet mit Sophie Rois eine lange künstlerische Zusammenarbeit, in der verschiedene Arbeiten für Film, Theater und Hörfunk entstanden.

Einrichtung: Clemens Maria Schönborn


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Diebische Freude bei musikalischer Lesung
  · 03.10.18
Die beiden Erzählungen, die Sophie Rois gewohnt effektsicher vorträgt, sind jedoch so gar nicht aristokratisch und Lady-like. Vielmehr grenzen sie sich ironisch von der geblümten Biedermeier-Teegesellschaft ab, in der es sich Sophie Rois gemütlich macht.

Der Brite Ian McEwan ist heutzutage vor allem als Autor wohltemperierter Romane bekannt, deren Leinwandverfilmungen wie „Abbitte“ (2008) oder „Kindeswohl“ (Kinostart Ende August) elegische bis gepflegte Langeweile verströmen. Rois griff sich zwei frühe Kurzgeschichten von funkelnder Boshaftigkeit heraus: „First Love, last Rites“ (1975), das 1982 in Harry Rowohlts Übersetzung als Titelgeschichte von „Erste Liebe, letzte Riten“ bei Diogenes erschien, und „Homemade/Hausmittel“ aus demselben Band.

Mit diebischer Freude genießt sie es, alle ekligen Details der Jagd nach einer Ratte, die schließlich aufgespießt und zerteilt am Boden liegt, auszubreiten und dann ganz unschuldig an ihrem Tee zu nippen. Wenn sie sich in die pubertären Phantasien eines Teenagers hineinversetzen darf, blüht Rois sichtlich auf. Das Publikum lauscht gebannt, wie sie von einem Jungen berichtet, der sich an seine ersten Sex-Versuche herantastet, und mit teuflischen Tricks seine kleine Schwester unter dem Vorwand „Vati und Mutti“ zu spielen, in eine Inzest-Falle lockt.

Nur unterbrochen von „Kinks“-Songs und ohne weitere Zwischen-Moderationen legt Sophie Rois nach knapp 90 Minuten ihr fein säuberlich gestapeltes Manuskript beiseite und verabschiedet sich höflich von ihrem Publikum, das auf die nächste charmante Einladung zum Tee hofft.

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