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    Deutsche Oper Berlin
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    SPIELPLAN & KARTEN

    Il Teorema di Pasolini

    Bewertung und Kritik zu

    IL TEOREMA DI PASOLINI 
    von Riccardo Zandonai
    Regie: Christof Loy 
    Premiere: 19. Juni 2023 
    Staatsballett in der Deutsche Oper Berlin 

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    Zum Inhalt: Er sollte um 1910 der neue Stern am italienischen Opernhimmel werden: Mit dem 1883 geborenen Riccardo Zandonai plante der Verleger Tito Ricordi eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie eine Generation früher Giulio Ricordi mit dem jungen Puccini und scheute dafür keine Kosten und Mühen. Tito Ricordi erwarb für eine neue Oper Zandonais die exorbitant teuren Rechte an einem der Skandalstücke der Zeit: Gabriele D’Annunzios fünfaktiges Drama „Francesca da Rimini“, das mit blutigen Szenen in Bürgerkriegszeiten, grausamen Leidenschaften und einem in flagranti erwischtem ehebrecherischem Paar für Aufregung bei Publikum und Presse sorgte. Für die Künstler der Zeit wurde D’Annunzios „Poem aus Blut und Wollust“ mit seiner Ästhetik des Fin de Siècle zur Attraktion. Der 31jährige Riccardo Zandonai sah in dem Drama die Chance zu einer großdimensionierten Oper, für grelle Farbwechsel und eine musikalische Sprache, die unterschiedlichste Stile und Zeiten amalgamiert: zwischen italienischer Belcanto-Tradition, Reminiszenzen an die Madrigale der Renaissance, der Härte des Verismo, präfaschistischen Marschrhythmen, Wagners TRISTAN als Vorbild und dem französischen Impressionismus eines Debussy findet Zandonai einen ganz eigenen Weg eines europäischen Musiktheaters.

    Im Zentrum der Handlung stehen gleich drei Brüder, die sich in dieselbe Frau verlieben: Francesca aus dem Haus der Polenta in Ravenna wird von ihrer Familie aus strategischen Gründen an das Haus Malatesta in Rimini verheiratet. Doch der auserkorene Bräutigam Giovanni, alt und unansehnlich, wagt die Brautwerbung nicht selbst und schickt seinen attraktiven Bruder Paolo vor. Diese Täuschung nicht ahnend, verliebt sich Francesca in Paolo und unterschreibt den Ehevertrag. Im Haus Malatesta lebt sie fortan an der Seite eines ungeliebten Mannes und stürzt sich in eine leidenschaftliche Beziehung zu Paolo. Francesca erscheint als Opfer und Täterin zugleich, als todessehnsüchtig Liebende und machtvolle Verführerin, der auch noch der dritte Bruder des Hauses erliegt. Das gesamte Potential dieser Frauenfigur entfaltet sich als widersprüchlicher und komplexer Charakter „zwischen Rosen und Gewaltfantasien“ (Christof Loy), zwischen Hingabe und zerstörerischen erotischen Kräften in einer grausamen und intriganten Männerwelt.

    Musikalische Leitung: Ivan Repusic
    Inszenierung: Christof Loy
    Bühne: Johannes Leiacker
    Kostüme: Klaus Bruns
    Licht: Olaf Winter
    Chöre: Jeremy Bines
    Chor: der Deutschen Oper Berlin
    Dramaturgie: Dorothea Hartmann

    5 von 5 Sterne
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    5 Versuchskarnickel
    1 year ago
    Kritik

    ''Das britisch-irische Theaterkollektiv DEAD CENTRE (Bühne & Kostüme: Nina Wetzel; Video: Sébastien Dupouey) richtet Battistellis Musikthater als medizinische Fallstudie aus:

    Nikolay Borchev (als Gast) wird in die zu experimentierende Familie eingeschleust; die von ihm nach und nach abzuarbeitenden Individualexperimente am Vater, an der Mutter, am Sohn, an der Tochter und an der "seit Jahrhunderten" im haushaltlichen Frondienst dieses kleinsten aller kleinlichen Großbürgerclans stehenden Dienerin sind vorzüglich aufs Sexuelle reduziert, d.h. dass die Betroffenen erwartungsgemäß den erotischen Verführungen erlegen und verfallen sind und sie - nach erfolgreichem Abgang des ominösen Gastes - in eine von den Medizinern noch stärker zu beobachtenden Verhaltens- und Wesensveränderung geraten. Die Auflösung (sprich: der Verfall) der Bourgeoisie - am kleinsten Beispiel dieses kleinsten Kleinen - hat infolgedessen funktioniert, die Vorführung der sich in emotionale Dekadenz verlierenden Herrschenden-Klientel bedarf von da ab keinerlei Beweise mehr. So ungefähr hatte ich das am Schluss verstanden.

    Daniel Cohen dirigierte, und der Family-Cast inkl. Besetzung der Bediensteten Emilia erfolgte jeweils doppelt, singend als wie schauspielernd. Grandios gemacht, ja, ein Gesamtkunstwerk!!'' schreibt Andre Sokolowski am 17. Juni 2023 auf KULTURA-EXTRA

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