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Bewertung und Kritik zu

NICHTS VON MIR
von Arne Lygre
Regie: Mateja Koležnik
Premiere: 22. September 2017 
Berliner Ensemble

Zum Inhalt: "Nichts von mir" verhandelt die Liebe in ihrer Illusion und Wirklichkeit – legt Macht und Ohnmacht der Sprache offen. Ein Leben, aufgefächert auf sieben verschiedenen Zeitebenen, wird maximal ausgebreitet und zugleich auf die Grundfragen minimiert: Warum leben wir und wie lange? Wieviel halten wir aus und wofür?
Die Figuren – im Wesentlichen ein Paar – verfolgen ihre Spuren, teilweise selbst gewählt, teilweise prädestiniert, und suchen nach einem Ausweg im neuen, gemeinsamen Lebensentwurf, der tödlich endet.

Mit Corinna Kirchhoff, Owen Peter Read, Gerrit Jansen, Martin Rentzsch, Anne Ratte-Polle

Regie: Mateja Koležnik
Bühne: Raimund Voigt
Video: Philipp Haupt
Kostüme: Alan Hranitelj
Musik: Mitja Vrhovnik-Smrekar
Dramaturgie: Sabrina Zwach
Choreografie: Matija Ferlin

TRAILER


 
Meinung der Presse zu „Nichts von mir“ - Berliner Ensemble


FAZ
★★★★☆

taz
★★★★☆

nachtkritik
★☆☆☆☆

Der Tagesspiegel
★☆☆☆☆

Die Welt
★☆☆☆☆

tip
★★★★☆

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2 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Schwermütig und verkopft
  · 22.09.17
Ein namenloses „Ich“ und ein „Er“ bevölkern die Bühne, dazu ein „Mensch“ mit drei Identitäten („seine Mutter, meine Mutter und mein Sohn“) und ein „Ex“. Je drei identisch gekleidete Männer und Frauen verschiedener Generationen (die Männer ganz in Schwarz, die Frauen mit kariertem Pulli und blauem Rock) schreiten durch die spartanisch eingerichtete Wohnküche (Bühne: Raimund Orfeo Voigt). Monoton tröpfeln im Hintergrund die minimalistischen Sounds von Mitja Vrhovnik-Smekrar.
Ritualisiert wiederholen sich Handlungen: Männer duschen, Frauen lassen ihre Streichhölzer fallen und qualmen im Wintergarten, dazwischen schwermütige Gespräche am Esstisch. Das Konzept verschwimmenden Zeitebenen und Personen ist ebenso verkopft wie ermüdend. Die Schauspielerriege ist zwar erlesen, allen voran mit Corinna Kirchhoff und Judith Engel als zwei Aushängeschildern des neuen Berliner Ensembles und Anne Ratte-Polle als prominentem Gast.
Die knapp achtzig Minuten dieser deutschen Erstaufführung nach der Stockholmer Uraufführung von 2012 lassen mich jedoch sehr kalt.

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Super Idee – Nichts von mir, aber was für mich!
  · 29.12.17
Bin eher zufällig in das Stück hineingeraten und daher ohne irgendwelche Erwartungen gewesen: super Bühnenbild, passt perfekt zum Stück. Die Lichtwechsel könnten für meinen Geschmack etwas deutlicher sein, ebenso der minimalistische Sound, der aber den Fluss der Handlung gut unterstreicht und begleitet. 
Hilfreich: die erklärenden Zeitangaben oberhalb der Bühne, die leider nur so dunkel waren, dass sie mir zunächst überhaupt nicht auffielen und dann kaum zu lesen waren. Mehr Licht! Struktur und Handlung sind sehr anspruchsvoll, man braucht als Zuschauer eine ganze Weile, um einigermaßen den Durchblick zu haben. Das wünschte man sich noch etwas deutlicher - und einige der Darsteller dürften gern etwas lauter sprechen.
Trotzalledem: eine großartige Idee, dramaturgisch und darstellerisch wirklich gut umgesetzt. Das Stück entwickelt einen gewissen Sog, dürfte aber in Teilen etwas deutlicher machen, wer hier gerade was wem wann sagt. Mir blieb das teilweise verschlossen. Aber: Ansehen lohnt sich, wirklich interessant gemacht. Nur mit klarem Kopf und gut ausgeschlafen zu empfehlen. Mir hat es gefallen - und ich hätte den Darstellern am Ende etwas mehr und lauteren Applaus gewünscht. Verdient hätten sie es - besonders die drei Frauen!
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Sperrig
  · 08.10.17
''Da immer alles in Bewegung ist, entsteht dabei ein zunächst durchaus interessanter atmosphärischer Sog des Aneinander-Vorbeilebens und der eigentlich seelisch-emotionalen Verkrüppelung, was die inhaltlich knappen Sätze über Erinnerungen an frühere Ereignisse, Hoffnungen für einen Neustart, Zweifeln und das Sinnieren über ein wiederholtes Scheitern in der neuen Beziehung unterstützend verdeutlicht. Die stetigen Wiederholungen bilden so den Rahmen für einen Loop des scheinbar Unausweichlichen. 

Sie hat ihre Tochter bei einem Unfall auf einem zugefrorenen See verloren, wofür sie sich die Schuld gibt. Sie will einen Neuanfang ohne diese Erinnerungen, eine Auslöschung ihres früheren Ichs. Der Ex will Sie dagegen gerne wiederhaben. In Gesprächen mit der Mutter und dem Sohn werden emotionale Defizite spürbar. Wer ist man eigentlich, und wieviel des anderen steckt in einem selbst? Machtspiele und Verletzungen wechseln mit dem Streben nach Zuneigung und Liebe. Dazu wechseln die Zeitebenen. Ohne Textkenntnis fällt es einem da oft etwas schwer zu unterscheiden, wer überhaupt spricht. Daher ist das Drama wohl auch im Programmheft abgedruckt worden. Trotz darstellerischer Höchstleistung und perfekter Umsetzung der Regieidee muss man sich schon etwas durch das Geschehen auf der Bühne mühen, bis Corinna Kirchhoff erneut zu den finalen Pillen greift.'' schreibt Stefan Bock am 7. Oktober 2017 auf KULTURA-EXTRA
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