Berliner Ensemble
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    SPIELPLAN & KARTEN

    Fahrenheit 451

    Bewertung und Kritik zu

    FAHRENHEIT 451
    von Ray Bradbury
    Regie: Alexander Simon 
    Premiere: 9. Januar 2020 
    Berliner Ensemble 

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    Zum Inhalt: Denken wir uns eine Gesellschaft, in der die Diktatur durch den Willen des Volkes legitimiert ist; in der die Selbstzensur mündige Bürger*innen zu schweigenden Mitläufer*innen ummontiert hat; in der unter dem Vorwand eines Individualitätsversprechens eine homogene und exklusive Gemeinschaft gewachsen ist; in der eine glatte, reibungslose Oberfläche all den unliebsamen Schmutz abperlen lässt; in der jeder schlechte Gedanke durch die nächste digitale Ablenkung getilgt wird; in der es kein Innen und Außen, kein Oben und Unten, kein Gut und Böse gibt; in der die lästige Suche nach Sinn und Bedeutung final abgeschlossen ist – in dieser Gesellschaft sprengt ein naives "Warum ist das eigentlich alles so?" die Grenzen des Sag- und Denkbaren.

    Guy Montag, ein "Jedermann" aus der spießigen Vorstadthölle, ist Feuerwehrmann und legt Brände, anstatt diese zu löschen. Seine Mission: Die Welt von Büchern befreien – bis die harmlose Begegnung mit einem kleinen Mädchen seine Welt ins Wanken bringt und zum Brandbeschleuniger eines unumkehrbaren Sinneswandels wird.

    Regie: Alexander Simon
    Bühne: Wiebke Bachmann
    Kostüme: Lotta Zeit
    Dramaturgie: Tobias Kluge
    Musik: Ralph Heidel


    WIR EMPFEHLEN

    2.0 von 5 Sterne
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    Schräge Kostüme und kryptische Story
    4 years ago
    Kritik
    ''Die neun Schauspielstudierenden zeigen derweil, was sie drauf haben. Auf der Bühne steht ein großer, rot bemalter Plastik-Waggon, dessen Seiten man beliebig auf- und zuschieben kann. Darin und drum herum schreiten sie die Klaviatur ab – von der Rolle der traumatisierten Außenseiterin über die der unter Drogen stehenden Ehefrau mit hysterischen Anfällen, einer Slow-Motion-Schlägerei bis hin zu den artistischen Verwandlungskünsten in einen mechanischen Mörderhund. Die Spieler machen das technisch versiert bis in die Fingerspitzen – es wird nur leider keine runde Geschichte daraus. Alles ist einen Ticken zu exaltiert: die schrägen Kostüme, die kryptische Story, das Spiel, das von Höhepunkt zu Höhepunkt hüpft. Den Studierenden ist das nicht vorzuwerfen. Doch man wünschte sich einmal eine Inszenierung mit Schauspielstudierenden, die nicht ausschließlich als Castingshow fürs erste Theaterengagement dient, sondern die dem Publikum tatsächlich etwas zu erzählen hat.'' Barbara Behrendt auf rbbKultur
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    2 von 2 Person(en) gefiel diese Kritik

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