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Benjamin

Bewertung und Kritik zu

BENJAMIN
von Peter Ruzicka
Regie: Yona Kim
Premiere: 3. Juni 2018 
Staatsoper Hamburg 
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Zum Inhalt: Walter Benjamin war deutscher Philosoph und Kulturwissenschaftler. Sein Lebensweg als Jude und Marxist durch das 20. Jahrhundert war unstet und irrend. Die Figuren, die in dieser Oper Benjamins letzten Lebensweg mitgehen, stecken seinen Wirkungsbereich ab. Hannah Arendt sprach von der „Banalität des Bösen“, Benjamins Schachpartner Bertolt Brecht polemisierte gegen seinen „jüdischen Faschismus“, der Kabbala-Forscher Gershom Scholem wollte den Freund nach Israel holen, mit der lettischen Schauspielerin Asja Lacis phantasierte Benjamin über proletarisches Kindertheater. Nicht die Weltrevolution, sondern die „schwache messianische Kraft“ wies Benjamin den Weg in eine gerechte Gesellschaft. Auf der Flucht in die USA nahm sich Benjamin 1940 in der spanischen Grenzstadt Port-Bou das Leben.

Musikalische Leitung: Peter Ruzicka
Libretto und Inszenierung: Yona Kim

Bühne: Heike Scheele
Kostüme: Falk Bauer
Licht: Reinhard Traub
Dramaturgie: Angela Beuerle
Chöre: Eberhard Friedrich
Sub-Dirigent: Seitaro Ishikawa

1 Kritik

3.0 von 5 Sterne
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Kopflastig
7 Jahre her.
Kritik
''Der Chor der Hamburgischen Staatsoper (Choreinstudierung: Eberhard Friedrich) verblüffte allgemein vom Anfang bis zum Schluss!! Am wohl beeindruckendsten seine große Vokalisen-Szene in der fünften der Stationen, die mit ihrem mehrmaligen Ausruf des Erlösungsworts "Jerusalem" gipfelnd zum absoluten Highlight dieses Werks an sich gereichte; Ruzicka hatte hier lediglich einen Entwurf aus seiner ersten Oper CELAN musikalisch überschrieben.  Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg trat in Großbesetzung an; ein Teil des Schlagzeug-Apparates war im Hause unsichtbar, will sagen außerhalb des Grabens, aufgestellt.  Das Opus zeichnet sich schlussendlich aus durch ein enormes Überfrachtungspotenzial, und zwar von Allem mit Allem. (M)ein an sich total erwärmbares "Gefühl" für etwas ganz Bestimmtes blieb da völlig auf der Strecke, ward deaktiviert.'' schreibt Andre Sokolowski am 4. Juni 2018 auf KULTURA-EXTRA
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