Bewertung und Kritik zu
MAMI – Haus der Berliner Festspiele
von: Mario Banushi
Premiere: 6. Februar 2025, Onassis Stegi, Athen
Deutsche Premiere: 12. November 2026, Haus der Berliner Festspiele, Performing Arts Season
Künstlerisches Team
Konzept, Regie: Mario Banushi
Set- und Kostümdesign: Sotiris Melanos
Originalmusik und Sounddesign: Jeph Vanger
Lichtdesign, Mitarbeit Dramaturgie: Stephanos Droussiotis
Künstlerische Mitarbeit: Aimilios Arapoglou, Thanasis Deligiannis
Regieassistenz: Theodora Patiti
Besetzung
Performance: Vasiliki Driva, Dimitris Lagos, Eftychia Stefanou, Angeliki Stellatou, Ennea Vangelis, Panagiota Yiagli
Über die Inszenierung
Mit „MAMI“ präsentiert Mario Banushi eine visuell eindringliche und körperlich intensive Performance, die sich Fragen von Herkunft, Erinnerung, Familie und Identität widmet. Der mehrfach ausgezeichnete Regisseur entwickelt dabei eine Bildsprache, die zwischen Ritual, Traumwelt und emotionaler Realität oszilliert.
Die Produktion arbeitet mit starken szenischen Bildern und einer reduzierten Sprache. Im Zentrum stehen Körper, Gesten und atmosphärische Verdichtungen, die persönliche Erfahrungen und kollektive Erinnerungen miteinander verweben. Dabei entsteht eine Form des Theaters, die weniger erzählt als vielmehr Wahrnehmungsräume eröffnet.
Sotiris Melanos gestaltet Bühne und Kostüme als präzise komponierte visuelle Landschaft, in der die Performer*innen Teil eines lebendigen Tableaus werden. Die Ästhetik bewegt sich zwischen Realismus, Symbolismus und traumhaften Bildwelten.
Jeph Vangers Originalmusik und Sounddesign schaffen einen dichten akustischen Raum, der die emotionale Wirkung der Bilder verstärkt. Stephanos Droussiotis ergänzt dies mit einer sensiblen Lichtgestaltung, die die Atmosphäre des Abends wesentlich prägt.
Die Arbeit des Ensembles zeichnet sich durch hohe körperliche Präsenz und eine intensive Verbindung zwischen Bewegung, Raum und Klang aus. Dadurch entsteht ein Theatererlebnis, das unmittelbar auf die Sinne wirkt und gleichzeitig Raum für persönliche Assoziationen lässt.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– internationale Performance von Mario Banushi
– starke visuelle und körperliche Bildsprache
– Verbindung von Ritual, Erinnerung und Familiengeschichte
– atmosphärisches Zusammenspiel von Licht, Klang und Bewegung
– reduziertes, hochkonzentriertes Theatererlebnis
„MAMI“ entwickelt aus Bild, Körper und Klang eine eindringliche Reflexion über Erinnerung, Herkunft und menschliche Beziehungen und zählt zu den markanten internationalen Arbeiten der aktuellen Performing-Arts-Szene.





