Bewertung und Kritik zu
DANTON – Münchner Kammerspiele
Format: Eine revolutionäre Spurensuche nach Georg Büchner
von: Post Paradies und Ensemble
Premiere: 23. September 2026, Münchner Kammerspiele
Künstlerisches Team
Konzept: Post Paradies (Hannah Baumann, Pina Bergemann, Henrike Commichau, Leon Pfannenmüller, Lizzy Timmers)
Regie & Text: Lizzy Timmers
Bühne und Lichtdesign: Maarten van Otterdijk (Wunderbaum)
Kostüm: Bettina Kirmair
Komposition: Kristina Koropecki
Dramaturgie und Text: Hannah Baumann, Anna Laner
Besetzung
Spiel & Text: Pina Bergemann, Henrike Commichau, Dennis Fell-Hernandez, Christian Löber, Leon Pfannenmüller, Wiebke Puls, Edmund Telgenkämper, Luisa Wöllisch
Live-Musik: Jakob Roters
Über die Inszenierung
Mit „Danton“ begeben sich Post Paradies und Ensemble auf eine zeitgenössische Spurensuche nach Georg Büchner und seiner berühmten Auseinandersetzung mit Revolution, Macht und politischer Verantwortung. Ausgehend von Büchners Werk entsteht kein klassischer Theaterabend, sondern eine eigenständige Untersuchung über gesellschaftliche Umbrüche, politische Ideale und die Widersprüche revolutionären Handelns.
Die Produktion verbindet historische Perspektiven mit Fragen der Gegenwart. Welche Hoffnungen verbinden sich mit gesellschaftlicher Veränderung? Wer spricht im Namen einer Revolution? Und was bleibt von ihren Versprechen zurück? Diesen Fragen nähert sich das Ensemble mit spielerischer Offenheit, dokumentarischen Elementen und kollektiver Autorschaft.
Maarten van Otterdijks Bühnen- und Lichtkonzept schafft einen offenen Raum für Debatten, Erinnerungen und performative Experimente. Bettina Kirmairs Kostüme unterstützen die Verbindung unterschiedlicher Zeitebenen und Perspektiven.
Die Komposition von Kristina Koropecki und die Live-Musik von Jakob Roters bilden einen zentralen Bestandteil der Aufführung. Musik, Sprache und Bewegung treten dabei in einen kontinuierlichen Dialog und strukturieren die Suche nach den politischen Fragestellungen des Abends.
Durch die Zusammenarbeit von Ensemble, Autor*innen und Regieteam entsteht ein kollektiver Theaterprozess, der Büchners Revolutionsthemen nicht historisiert, sondern als aktuelle gesellschaftliche Herausforderung verhandelt.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– freie Auseinandersetzung mit Georg Büchner und „Dantons Tod“
– kollektive Stückentwicklung von Post Paradies und Ensemble
– Verbindung von Theater, Recherche und Live-Musik
– zeitgenössische Perspektive auf Revolution und Politik
– performative und dokumentarische Elemente
„Danton“ entwickelt aus Büchners Fragen nach Freiheit, Macht und Verantwortung einen aktuellen Theaterabend über politische Utopien, gesellschaftliche Veränderungen und ihre Folgen.





