Bewertung und Kritik zu
NOCH IST POLEN NICHT VERLOREN – Werkshalle
von: Jürgen Hofmann nach Melchior Lengyel
Vorlage: Eine Komödie nach dem Filmklassiker „Sein oder Nichtsein“ von Ernst Lubitsch
Premiere: 9. Oktober 2026, Theater der Keller, Werkshalle
Künstlerisches Team
Regie: Michael Meichßner
Bühne & Kostüme: Lucie Hedderich
Licht: Jan Wiesbrock
Dramaturgie: Ulrike Janssen
Dramaturgische Mitarbeit: Sabine Hahn
Besetzung
Ensemble: Hannah Marie Bahlo, Muriel Line Blomeyer, Viona Canoska, Max Rademacher, Maximilian Sassinek, Michelle Schneck, Katharina Speelmans, Claudio Tardio, Juliana Tricoli
Über die Inszenierung
„Noch ist Polen nicht verloren“ basiert auf Ernst Lubitschs berühmter Filmsatire „Sein oder Nichtsein“ und verbindet politischen Witz mit scharfer Gesellschaftsbeobachtung. Die Geschichte spielt im von den Nationalsozialisten bedrohten Polen und erzählt von einer Theatertruppe, die mit Mut, Improvisationstalent und schauspielerischer Raffinesse gegen ein totalitäres Regime antritt.
Michael Meichßner setzt die Vorlage als temporeiche Komödie um, die Humor und Ernst auf besondere Weise miteinander verbindet. Die Figuren bewegen sich zwischen Theaterillusion, Widerstand und Überlebensstrategie und zeigen, welche Kraft Kunst und Kreativität in Zeiten politischer Bedrohung entwickeln können.
Lucie Hedderich gestaltet Bühne und Kostüme als wandelbaren Theaterraum, der zwischen Probenbühne, Aufführungsort und politischem Schauplatz wechselt. Die Ausstattung macht die Nähe von Theater und Realität sichtbar und verstärkt die satirischen Momente der Handlung.
Jan Wiesbrocks Licht unterstützt die schnellen Rollenwechsel und Szenenübergänge, während die dramaturgische Arbeit von Ulrike Janssen und Sabine Hahn die Balance zwischen historischer Vorlage, Humor und politischer Schärfe herausarbeitet.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– Bühnenfassung nach Ernst Lubitschs Filmklassiker
– Verbindung von Komödie und politischer Satire
– Theater im Theater als zentrales Motiv
– temporeiche Ensembleinszenierung
– humorvolle Auseinandersetzung mit Widerstand und Zivilcourage
„Noch ist Polen nicht verloren“ zeigt, wie Humor und Theater zu Mitteln des Widerstands werden können und verbindet Unterhaltung mit historischer Reflexion.





