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Bewertung und Kritik zu

BERLIN BERLIN
Die große Show der goldenen 20er Jahre
Premiere: 19. Dezember 2019 
Admiralspalast, Berlin

München-Premiere: 8. Januar 2020 
Deutsches Theater München 

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Zum Inhalt: Willkommen im Berlin der 20er Jahre! Hier atmet die Freiheit, das Leben und die Lust! Treten Sie ein und werden Sie Teil dieser rastlosen Welt. Paillettenkleider glitzern im Abendlicht, heiße Melodien treiben zu immer zügelloseren Tänzen an und alle Grenzen verschwimmen im sündigen Dickicht der Nacht. Die brandneue Show BERLIN BERLIN führt Sie in den brodelnden Kosmos der „Roaring Twenties“ und zeigt, was die Hauptstadt des Lasters heute wie damals in Ekstase versetzt. Große Stars wie die Stilikone Marlene Dietrich, die legendären Entertainer der Comedian Harmonists und die Skandaltänzerin Josephine Baker laden Sie ein zum heißen Tanz auf dem Vulkan. So verführerisch wie diese Weltpremiere ist keine andere Show.

BERLIN BERLIN wirft sich mit Haut und Haaren in den wilden Strudel einer schwindelerregenden Zeit. Frei nach dem Motto: „Es geht doch nichts über einen kleinen Skandal!“ erzählt ein charismatischer Conférencier zusammen mit dem 30-köpfigen Ensemble vom gierigen Tanz auf Messers Schneide zwischen Weltwirtschaftskrise und ungebremster Vergnügungslust. Die Funken sprühen, wenn die Revuegirls zu Charleston und Lindy Hop ihre endlos langen Beine schwingen und Erfolgsnummern wie „Puttin’ on the Ritz“, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Mackie Messer“ und „Bei mir bist du schön“ den ganzen Saal elektrisieren. Kommen Sie mit auf eine verführerisch-funkelnde Zeitreise und erleben Sie das prickelnde Lebensgefühl der goldenen 20er Jahre hautnah!

Mit Martin Bermoser, Sophia Euskirchen, Sebastian Prange, Nina Janke, Dominique Jackson u.a.

TRAILER


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
15 von 17 Personen fanden die Kritik hilfreich
Großartig: „Berlin Berlin“ in München
  · 09.01.20
Direkt von Berlin nach München ins Deutsche Theater und unmittelbar zurück in den Admiralspalast wurde das Premierenpublikum von „Berlin Berlin“ am 8. Januar 2020 im Deutschen Theater in München katapultiert.

Die 20er und 30er Jahre aktueller denn je. Denn die Musikrevue ist mehr als nur eine Spaß- und Tanzshow:
Auf der einen Seite wird der Zuschauer zurück in Charleston-Zeiten versetzt, in verruchte Clubs mitten in Berlin. Er darf dem Wiederaufleben großer Stars, wie Marlene Dietrich, Anita Berber, den Comedian Harmonists oder der leicht bekleideten Josephine Baker, beiwohnen und mitten drin und dabei sein, wenn sie die Bühne voll in Beschlag nehmen.
Auf der anderen Seite wird der Zuschauer aber auch aufgerüttelt, in einer kurzen, jedoch intensiven Zeitblende, in der die Nazis an die Macht kamen.

Das Bühnenbild ist relativ einfach mit zwei Freitreppen, vielen Lichtern und Glitzervorhängen und verändert sich nur wenig. Die bunten Charleston-Kostüme und abwechslungsreichen, energiegeladenen Tanzszenen bringen die Show jedoch in jeder Sekunde voll zum Leben. Die Besetzung ist treffend gewählt und stimmlich ist vor allem Sophia Euskirchen als Anita hervorzuheben, die gesanglich mit in allen Tonlagen starker Stimme brilliert.

Der Admiral (Martin Bermoser) führt souverän zusammen mit dem tapsigen Kutte (Sebastian Prange), seinem Clubmitarbeiter für alles, durch die Geschichte des Clubs. Das gesamte Stück ist dabei bestimmt von einem Hit nach dem anderen, wie „Cabaret“ und „Mackie Messer“, „Ich bin von Kopf bis Fuß“, „Puttin‘ on the Ritz“ bis hin zu „Mein kleiner grüner Kaktus“. Auch wem die Titel im ersten Moment nichts sagen, wird bestimmt sämtliche Textpassagen aus vielen der genannten und all den weiteren Liedern kennen. Grade Kutte sorgt dabei auch für viele Lacher.
Und wem bis dahin noch nicht zum Lachen zumute war, muss spätestens ein Grinsen beim „Lachfoxtrott“ unterdrücken. Die Mauern des Deutschen Theaters haben wohl selten einen so kollektiven Lachanfall erlebt - Lachen ist einfach ansteckend. Ein unterhaltsamer, stimmungsvoller Revue-Abend mit Tiefgang ist also garantiert.

Empfehlung: Dringend ansehen! Noch bis zum 19. Januar 2020 ist das Stück im Deutschen Theater in München zu sehen.

(Jasmin Gollwitzer)

War die Kritik hilfreich?
MathildeLeider ist die Show sehr bemüht ohne mitzureißen, teilweise sehr geschmacklos und ohne Esprit. Die Dietrich ist eine Zumutung. Eine Aneinanderreihung von großenteils amerikanischen Hits. Berlin ist nur selten zu sehen.
vor 8 Monat(e).AntwortenLink
Mila@Mathilde: Ich stimme zu. Für mich war die Show auch leider eine Enttäuschung.
vor 8 Monat(e).AntwortenLink
2 von 8 Personen fanden die Kritik hilfreich
Musikalisch fast durchgehend eine Freude
  · 20.12.19
''Die hervorragende Live-Band im Bühnenhintergrund, das "Berlin Berlin Orchestra", spielt einen Hit nach dem anderen – nicht unbedingt immer genau aus den Endzwanzigern, der Hochzeit des "Tanzes auf dem Vulkan", aber es passt. "Bei mir bist du schön", "Money", "Mackie Messer", "Im Weissen Rössl", "lch wollt, ich wär ein Huhn", der sehr komisch dargebotene und mit dem Publikum zusammen gesungene "Lachfoxtrott" , "Ein Freund, ein guter Freund", die eigentliche Botschaft des Abends, und viele Hits mehr.

Musik und Tänzer*innen sind hinreißend, die Sängerinnen und Sänger teilweise auch. Wenn Sophia Euskirchen alias Anita Berber, die Femme Fatale des Berliner Nachtlebens, die mit 28 an Tuberkulose starb, "Life is a Cabaret" singt, dann ist das berührend. Genauso wenn Dominique Jackson alias Josephine Baker, die Nachtclubtänzerin mit dem Bananenrock, "Stormy Weather" oder andere jazzige Songs zum Besten gibt. Toll auch die Comedian Harmonists Doubles , die Lieder wie "Veronika der Lenz ist da" oder "Mein kleiner grüner Kaktus" überzeugend vielstimmig rüberbringen. Eine Fehlbesetzung hingegen Nina Janke als Marlene Dietrich, der die Laszivität einer Dietrich total abgeht.'' schreibt Andrea Handels auf rbbKultur
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