Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Io, Inachos' Tochter
Stück: Der gefesselte Prometheus 
Autor: Aischylos

Erscheinungsjahr: 430 v. Chr. 
Originalsprache: Altgriechisch 
Übersetzung (Deutsch): J. G. Droysen 
Übersetzung (Englisch): Anna Swanwick 


4. Akt

Io, Prometheus und der Chor

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IO: 
Auch weiß ich nicht, warum ich euch es weigern soll;
In klaren Worten sollt ihr alles, was ihr wünscht,
Vernehmen. Freilich auch zu sagen schäm ich mich,
Von wannen dieses gottverhängte Wetter mir,
Der einstgen Schönheit grauser Tausch mir Armen kam.
Denn immer schwebten nächtige Traumgestalten still
Herein in meine Kammer und liebkosten mich
Mit leisen Worten: "O du vielglückselge Maid,
Was bleibst du jetzt noch Mädchen, da dir werden kann
Die höchste Brautschaft? Zeus erglüht in Liebe dir
Vom Pfeil der Sehnsucht; nach der Kypris süßem Kampf
Verlangt's ihn; du, Kind, weise von dir nicht den Kuß
Kronions; geh nun nach der tiefen Wiesenau,
Gen Lerna, nach des Vaters Herden und Gehöft,
Daß seiner Sehnsucht ruhn des Gottes Auge mag."
Und solche Träume kamen mir Vieltraurigen
In allen Nächten, bis dem Vater ich zuletzt
Zu sagen wagte meine Träume, meinen Gram.
Der sandte nun gen Pytho, gen Dodonas Wald
Vielfache Frage, zu erkunden, was er tun,
Was sagen müßte, das die Götter gerne sähn.
Bald kamen seine Boten mit vieldeutigen,
Mit unerklärlich rätselhaften Sprüchen heim;
Dann aber endlich kam an Inachos ein Spruch,
Der unverkennbar uns gebot und anbefahl,
Mich auszustoßen aus dem Haus, dem Vaterland,
Verstoßen fern zu schweifen bis zum Saum der Welt;
Und wollt er nicht, glutzückend fahre dann des Zeus
Blitzstrahl herab, all sein Geschlecht hinwegzutun.
Von diesen Sprüchen so belehrt des Loxias,
Stieß er mich von sich, schloß des Vaterhauses Tor
Mir Zögernden zögernd; doch es zwang allmächtig ja
Ihn wider Willen Zeus' Gebot zu solchem Tun.
Und alsobald war Leib und Seele mir verkehrt;
Die Stirn, ihr seht es, stiergehörnt, endlos gequält
Vom Stich der Bremse, irren Sprungs, wahnsinnverwirrt,
So floh ich rastlos gen Kechreias klarem Quell,
Zum Hügel Lerna. Und ein Riesenhirte kam,
Der erdgeborne, wilde Argos hinter mir,
Zahllosen Auges spähend, hütend meine Spur;
Doch unerwartet, eines schnellen Todes Raub
Sank hin der Leib des Riesen. Wahnsinnaufgepeitscht
Jagt nun der Göttin Geißel mich von Land zu Land. –
Du hast vernommen, wie's geschehn; doch so du weißt,
Was mein noch wartet, sag es mir, versüße nicht
Mitleidig mir mit falschem Wort, was doch mich trifft.
Denn kluggewandte Worte sind das schlimmste Gift.

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4. Act

Io, Prometheus and the Chorus

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IO: 
I know not how I can deny your wish,
So in clear word all ye desire to know
That shall ye hear;--Yet am I ashamed to tell
Wherefore on me, forlorn one, burst the storm
Heaven-sent and whence this form's disfigurement.
For evermore would nightly visions haunt
My virgin chambers, gently urging me
With soothing words;--"O damsel, highly blest,
Why longer live in maidenhood when thee
Wait loftiest nuptials? For by passion's dart
Inflamed is Zeus for thee and fain would share
The yoke of Kypris. Spurn not thou, O child,
The couch of Zeus, but to the grassy mead
Of Lerna hie thee, to thy father's herds
And cattle-stalls, that so the eye of Zeus
From longing may find respite." By such dreams
From night to night still was I visited,
Unhappy one; till, taking heart at length,
My night-born visions to my sire I told.
Then he to Pytho made a herald sent
And to Dodona; seeking to be taught
How best, by deed or word, to please the gods.
But they returned, announcing oracles
Of riddling import, vague and hard to spell.
At length to Inachos came clear response,
By voice oracular commanding him
From home and father-land to thrust me forth,
At large to range, as consecrate to heaven,
Far as earth's utmost bounds. Should he refuse,
From Zeus would come the fiery thunderbold,
And his whole race extirpate utterly.
Then yielding to such Loxian Oracles,
He drove me forth, and barred me from his home,
Against his will and mine; but, forcefully,
The curb of Zeus constrained him this to do.
Forthwith my shape and mind distorted were,
And horned, as ye behold me, goaded on
By gad-fly, keen of fang, with frenzied bounds
I to Kerchneias' limpid current rush'd,
And found of Lerna. Then the earth-born herdsman,
Hot-tempered Argos, ever dogged my steps,
Gazing upon me with his myriad eyes.
But him a sudden and unlooked-for fate
Did reave of life; but I, brize-tortured, still
Before the scorge divine am driven on
From land to land; the past thou hearest; now
If thou canst tell my future toils, say on,
Nor, pity-moved, soothe me with lying tales,
For garbled words, I hold, are basest ills.

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Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Prometheus
Stück: Der gefesselte Prometheus 
Autor: Aischylos

Erscheinungsjahr: 430 v. Chr. 
Originalsprache: Altgriechisch 
Übersetzung (Deutsch): J. G. Droysen 
Übersetzung (Englisch): Anna Swanwick 


3. Akt

Prometheus mit dem Chor

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PROMETHEUS: 
Glaubt nicht, Behagen oder Hochmut lasse mich
So schweigen; tief nachsinnend nag ich wund mein Herz,
Daß ich mich selbst muß also tief erniedrigt sehn.
Und diese neuen Götter mit all ihrer Macht –
Wer sonst denn ich hat ihnen alles ausgeteilt?
Doch schweig ich davon, da ich, was ihr selber wißt,
Euch sagen würde; aber hört, was meine Schuld
An den Menschen ist, die, Träumer sonst und stumpfen Sinns,
Des Geistes mächtig und bewußt ich werden ließ!
Nicht einer Schuld zu zeihn die Menschen, sag ich das,
Nur um die Wohltat meiner Gabe darzutun.
Denn sonst mit offnen Augen sehend sahn sie nicht,
Es hörte nichts ihr Hören, ähnlich eines Traums
Gestalten mischten und verwirrten fort und fort
Sie alles blindlings, kannten nicht das sonnige
Dachüberdeckte Haus und nicht des Zimmrers Kunst;
Sie wohnten tief vergraben gleich den winzigen
Ameisen in der Höhlen sonnenlosem Raum;
Von keinem Merkmal wußten sie für Winters Nahn
Noch für den blumenduftgen Frühling, für den Herbst,
Den erntereichen; sonder Einsicht griffen sie
Alljedes Ding an, bis ich ihnen deutete
Der Sterne Aufgang und verhülltren Niedergang;
Die Zahlen, aller Wissenschaften trefflichste,
Der Schrift Gebrauch erfand ich und die Erinnerung,
Die sagenkundige Amme aller Musenkunst.
Dann spannt ins Zugjoch ich zum erstenmal den Ur,
Des Pfluges Sklaven; und damit dem Menschenleib
Die allzugroße Bürde abgenommen sei,
Schirrt ich das zügelstolze Roß dem Wagen vor,
Des mehr denn reichen Prunkes Kleinod und Gepräng.
Und auch das meerdurchfliegend lein'geflügelte
Fahrzeug des Schiffers ward von niemand ehr erbaut.
So mir zum Elend vieles Rates vielgewandt
Den Menschen, bin ich alles Rates bar und bloß,
Mir jetzt zu lösen dieser Qual schmachvolles Los.
[...]
Laß dir das weitre sagen und erstaune mehr,
Wie große Mittel, welche Künste ich erfand.
Das größte war's, daß, wenn sie Krankheit niederwarf,
Kein Mittel da war, keine Salbe, kein Gebräu,
Kein Brot der Heilung, sondern, aller Arzenei
Entraten, sie verkamen – bis sie dann von mir
Gelernt die Mischung segensreicher Arzenei,
Die aller Krankheit wilde Kraft zu stillen weiß.
Dann gab ich viele Weisen an der Seherkunst
Und schied zuerst aus, was in den Träumen als Gesicht
Zu nehmen, tat dann alles Tons geheimen Sinn
Und aller Fahrt Vorzeichen sorgsam ihnen kund,
Bestimmte deutlich jedes krummgeklaueten
Raubvogels Aufflug, welcher traurig, welcher froh
Nach seiner Art sei, welches Fanges jegliche
Sich nähren, welcher Weise gegenseitig sie
Freundschaft und Feindschaft halten und Geselligkeit;
Wie des Eingeweides Ebenheit den Ewigen,
Wie der Milz und Leber adernbunte Zierlichkeit
Und welche Farbe recht und wohlgefällig sei.
Indem zuletzt ich dann ein Hüftbein opferte,
Dazu ein Rückteil fettumwickelt, ward ich selbst
Der schweren Kunst Lehrmeister, nahm vom Seherblick
Der Flamme fort die Blindheit, die sie zuvor verbarg.
Soweit von diesem, aber die im Erdenschoß
Verborgenen Schätze, welche sein jetzt nennt der Mensch,
So Eisen, Erz, Gold, Silber, wer mag sagen, daß
Er diese vor mir aufgefunden und benutzt?
Niemand, ich weiß es, wenn er sich lügend nicht berühmt.
So ist, mit einem Worte, daß ihr kurz es hört,
Den Menschen von Prometheus alle Kunst gelehrt.
[...]
Nicht so hat Moira mir, die Allvollenderin,
Mein Los gesponnen. Nein, in tausendfachem Schmerz
Und Gram gebeugt, so geh ich einst aus dieser Haft –
Dem Werk der Ohnmacht vor des Schicksals ewger Kraft!

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3. Act

Prometheus with the Chorus

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PROMETHEUS: 
Think not that I through pride or stubbornness
Keep silence; nay, my brooding heart is gnawed
Seeing myself thus marred with contumely;
And yet what other but myself marked out
To these new gods their full prerogatives?
But I refrain; for, nought my tongue would tell
Save what ye know. But rather list the ills
Of mortal men, how being babes before,
I made them wise and masters of their wits.
This will I tell, not as in blame of men,
But showing how from kindness flow'd my gifts.
For they, at first, though seeing, saw in vain;
Hearing they heard not, but, like shapes in dreams.
Through the long time all things at random mixed;
Of brick-wove houses, sunward-turn'd, nought knew,
Nor joiner's craft, but burrowing they dwelt
Like puny ants, in cavern's depths unsunned.
Neither of winter, nor of spring flower-strewn,
Nor fruitful summer, had they certain sign,
But without judgment everything they wrought,
Till I to them the risings of the stars
Discovered, and their settings hard to scan.
Nay, also Number, art supreme, for them
I found, and marshalling of written signs,
Handmaid to memory, mother of the Muse.
And I in traces first brute creatures yok'd,
Subject to harness, with vicarious strength
Bearing in mortals' stead their heaviest toils.
Hearken the rest, and thou wilt marvel more
What arts and what resources I devised.
This chief of all; if any one fell sick,
No help there was, diet nor liniment,
Nor healing draught; but men, for lack of drugs
Wasted away, till I to them revealed
Commixtures of assuaging remedies
Which may disorders manifold repel.
Of prophecies the various modes I fixed,
And among dreams did first discriminate
The truthful vision. Voices ominous,
Hard to interpret, I to them made known:
And way-side auguries, the flight of birds
With crooked talons, clearly I defined;
Showed by their nature which auspicious are,
And which ill-omened--taught the modes of life
Native to each, and what, among themselves
Their feuds, affections, and confederacies.
Touching the smoothness of the vital parts,
And what the hue most pleasing to the gods,
I taught them, and the mottled symmetry
Of gall and liver. Thighs encased in fat
With the long chine I burnt, and mortals guided
To a mysterious art; of fire-eyed signs,
I purged the vision, over-filmed before.
Such were the boons I gave; and 'neath the earth
Those other helps to men, concealed which lie,
Brass, iron, silver, gold, who dares affirm
That before me he had discovered them?
No one, I know, but who would idly vaunt.
The sum of all learn thou in one brief word;
All arts to mortals from Prometheus came.
Such cunning works for mortals I contrived,
Yet, hapless, for myself find no device
To free me from this present agony.

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Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Aigisthos 
Stück: Die Orestie - Agamemnon 
Autor: Aischylos

Erscheinungsjahr: 458 v. Chr. 
Originalsprache: Altgriechisch 
Übersetzung (Deutsch): J. G. Droysen 
Übersetzung (Englisch): Anna Swanwick 


5. Akt

Aigisthos allein 

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AIGISTHOS: 
O frohes Licht des Tages, der Gericht gebracht!
Nun sag ich freudig, Rächer schaun den Sterblichen
Die Götter hochher auf der Erde Missetat,
Da den in den prachtgewebten Purpurdecken ich
Der Erinnys, recht zur Lust mir, tot da liegen seh,
Untat zu büßen, die des Vaters Hand beging.
Denn einst hat Atreus, dieses Landes Fürst und Herr,
Sein Vater, meinen Vater Thyestes, hör mich recht,
Den eignen Bruder, der um das Reich mit ihm sich stritt,
Hinausgestoßen aus der Stadt, aus seinem Haus;
Heimkehrend drauf, am Herde hilfesuchend, kam
Gramvoll Thyestes und erflehte Sicherheit,
Daß er der Heimat Boden nicht mit seinem Blut
Gemordet tränkte; doch zum Gastgeschenk gereicht
Hat sein verruchter Vater Atreus, liebend nicht,
Nein, schändlich meinem Vater, Festgelag und Schmaus
Scheinbar bereitend, Kost von der eignen Kinder Fleisch;
Er ließ die Füßlein und der Hände Fingerkamm
Zu Kohlen brennen (über seines Herdes Glut
Und gab vom andren meinem Vater, daß er aß;)
Der, ohne daß er wußte, was er nehme, nahm
Und aß vom Mahl, du siehst's, dem Fluchmahl des Geschlechts.
Drauf als ihm klar wird dieser Tat Entsetzlichkeit,
Da seufzt er, sinkt er nieder, speiet aus den Mord,
Flucht den Pelopiden ungemeßnen Untergang,
Häuft Graunverwünschung auf die Schmach des schnöden Mahls:
Daß so der ganze Pleisthenidenstamm vergeh!
Nach solchem Fluch kannst dort du den erschlagen sehn!
Ich aber heiße seines Mords gerechter Schmied;
Denn mich, den dritten zu den zween, trieb er fort
Mit dem armen Vater, da ich klein in Windeln lag.
Erwachsen führte Dike wieder mich zurück;
Auch da ich fern war, hatt an ihn ich mich geknüpft,
Geknüpft die ganze sichre Kunst heimtückscher List.
So wäre selbst zu sterben jetzt mir leicht und lieb,
Nachdem ich diesen in die Schlingen Dikes trieb!

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5. Act

Aegisthos alone

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AEGISTHOS: 
Hail, joyous light of justice-bearing day!
At length I can aver that God's supernal,
Judges of men, look down on earthly woes,
Beholding, in the Erinyes' woven robes,
This man, thus prostrate, welcome sight to me,
The wiles atoning compassed by his sire.
For Atreus, Argos' ruler, this man's father,
Did from the city and his home expel
Thyestes, rival in the sovereignty,--
My father, to be plain, and his own brother.
But coming back, a suppliant of the hearth,
Wretched Thyestes found a lot secure,
Not doomed his natal soil with blood to stain,
Here in his home: but this man's godless sire,
Atreus, with zeal officious more than kind,
Feigning a joyous banquet-day to hold,
Served to my sire, for food, his children's flesh.
Their feet indeed, the members of their hands,--
Seated aloof, in higher places, he hides.
Partaking of the undistinguished parts,
In ignorance, Thyestes eats the food,
Curse-laden, as thou seest, to the race.
Discerning then the impious deed, he shrieked,
And back recoiling the foul slaughter spewed.
Spurning, with righteous curse, th' insulted board
Dread doom he vows to the Pelopidæ;--
"So perish the whole race of Pleisthenes."
Hence is it that ye see this man laid low;
The righteous planner of his death am I.
For me, the thirteenth child, in swathing clothes,
He with my wretched sire, to exile drove.
But, grown to manhood, Justice lead me back,
And I, although aloof, have reached this man,
The threads combining of the fatal plot.
Now for myself 'twere glorious to die,
Seeing this man entrapped in Justice' toils.

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Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Der Wächter
Stück: Die Orestie - Agamemnon 
Autor: Aischylos

Erscheinungsjahr: 458 v. Chr. 
Originalsprache: Altgriechisch 
Übersetzung: J. G. Droysen 


1. Akt, 1. Auftritt 

Der Wächter allein 

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WÄCHTER: 
Die Götter bitt ich um Erlösung dieser Mühn
Der langen Jahreswache, die ich, lagernd hier
Im Dach des Atreushauses wie ein Wächterhund,
Der stillen Sterne Nachtverkehr mit angesehn,
Und die den Menschen Winter bringen und Sommerzeit,
Die hellen Führer, funkelnd durch des Äthers Raum.
Und wieder späh ich nach des Flammenzeichens Schein,
Dem Strahl des Feuers, das von Troja Kunde bringt
Und Siegesnachricht; also, denk ich, hat es mir
Geboten meiner Herrin männlich ratend Herz.
Und halt ich so hier meine nachtgestörte Ruh,
Vom Tau durchnäßt, nie mehr von Träumen aufgesucht,
So steht ja statt des Schlafes neben mir die Furcht,
Zufallen könnte gar im Schlaf mein Augenlid.
Und wenn ich ein Lied mir singen oder pfeifen will,
Den besten Schlaftrunk für den Wachestörer Schlaf,
So wein ich seufzend über dieses Hauses Los,
Das nicht, wie sonst wohl, allem Wetter glücklich trotzt.
So käm erwünscht mir meiner Müh Erlösung jetzt,
Erschien' des nächtgen, botenfrohen Feuers Schein.
(Auf den Bergen steigt eine Flamme auf)
O sei gegrüßt mir, Licht der Nacht! Taghelle Lust
Weckst du in mir, erweckst in Argos weit und breit
Festchorgesänge, diesem Glück zum Dank geweiht!
Hoiho, hoiho!
Agamemnons Gattin will ich es laut verkündigen,
Daß schnell ihr Lager sie verlasse, im Palast
Den freudenhellsten Jubel diesem Feuerschein
Entgegenjauchze, da die Troerfeste ja
Gefallen ist, wie dort der Schein es hell erzählt!
Dann will ich selbst beim Fest den Vortanz halten; mir
Auch klecken soll's, daß meiner Herrschaft Würfel jetzt
Gut fiel; die achtzehn Augen bringt mein Spähen mir.
Nun aber will ich meines Fürsten liebe Hand,
Des Heimgekehrten, schütteln hier mit dieser Hand;
Vom andern schweig ich; mir verschließt ein golden Schloß
Den Mund; das Haus selbst, wenn es sprechen könnte, würd
Am besten ihm erzählen; denn der's weiß, mit dem
Besprech ich gern; für den, der's nicht weiß, schweig ich gern.

(Wächter ab) 

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Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Klytaimestra 
Stück: Die Orestie - Agamemnon 
Autor: Aischylos

Erscheinungsjahr: 458 v. Chr. 
Originalsprache: Altgriechisch 
Übersetzung (Deutsch): J. G. Droysen 
Übersetzung (Englisch): Anna Swanwick 


4. Akt

Klytaimestra mit dem Chor

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(Aus der königlichen Pforte tritt Klytaimestra, das Beil über der Schulter; hinter ihr unter roten Decken Agamemnons und Kassandras Leichen)

KLYTAIMESTRA: 

Wenn vieles sonst ich, wie die Zeit es heischte, sprach,
So scheu ich jetzt das Gegenteil zu sagen nicht.
Wie kann man anders, um den Feinden Feindliches,
Die Freunde scheinen, anzutun, des Jammers Netz
Klug stellen, höher, als ein leichter Sprung heraus?
Mir brachte den Kampf, des ich lange schon gedacht,
Der alte Hader; doch die Zeit erst reifte ihn.
Hier steh ich nach dem Morde, wie ich ihn erschlug;
Ich hab es so vollendet und bekenn es laut,
Daß der dem Tod nicht wehren konnte noch entfliehn.
Ich schlang ein endlos weit Geweb rings um ihn her,
Gleich einem Fischnetz, falschen Glückes Prunkgewand;
Ich schlag ihn zweimal, zweimal weherufend läßt
Er matt die Glieder sinken; als er niederliegt,
Geb ich den dritten Schlag ihm, für des Hades Zeus,
Den Retter der Gestorbnen, frohgebotnen Dank.
So fallend, hauchet er den Lebensatem aus
Und trifft, des Blutes jähen Strahl ausröchelnd, mich
Mit einem dunklen Tropfen feinen, blutgen Taus,
Mir minder nicht zur Freude, als Zeus' Regenschaur
Dem Acker, wenn in der Knospen Mutterschoß es schwillt.
Um solchen Ausgang dürftet ihr, ehrwürdge Schar,
Wohl freudig sein, wärt ihr es; ich frohlocke laut.
Und wär es Sitte, Spenden über Leichen auch
Zu gießen, hier wär's wohl gerecht. Und ganz gerecht
Hat er den Kelch so vieler fluchgemischten Schuld,
Den er gefüllt, heimkehrend selber auch geleert.

CHORFÜHRER:  
Wir staunen deiner Rede, wie du zungenfrech
Noch solche Worte prahlest über dich und ihn!

KLYTAIMESTRA:  
Mich prüfen wollt ihr als ein unbesonnen Weib!
Ich aber sag euch sonder Furcht, was jeder selbst
Hier sieht – ob loben du, ob du mich tadeln willst,
Mir gilt es gleich: hier liegt Agamemnon, mein Gemahl,
Und zwar als Leichnam, dieser meiner rechten Hand,
Des gerechten Schlächters, Meisterstück! So steht es jetzt.

CHOR:  
Was für ein Gift, o Weib,
Kostetest du, das dir zu essen die Erd, das dir des grauen Meers
Tiefe zu trinken bot,
Daß du dir solche Wut wecktest und Volkes Fluch?
Die du ihn fingst, die du ihn schlugst, ja, dich verjagt die Stadt,
Dich, den Bürgern ein Scheusal!

KLYTAIMESTRA:  
Nun sagst du mir mein Urteil, aus der Stadt zu ziehn,
Dem Volk ein Scheusal, von der Bürger Fluch verfolgt;
Und hattest doch gar nichts zu sagen wider den,
Der ohne weitres, gleich als wär es nur ein Lamm,
Wie viele seiner reichen Herden Pracht ihm bot,
Sein eigen Kind doch, meines Schoßes liebste Frucht,
Ließ schlachten, thrakische Winde zu beschwichtigen.
Und mußtest den du nicht verjagen aus dem Land,
Den ungestraften Frevler? Nun, da du vernimmst,
Was ich getan, bist du ein harter Richter. Doch
Ich sag dir, und gerüstet bin ich, so zu drohn:
In gleicher Art magst du mich, wenn du mich besiegst,
Beherrschen; aber wenn ein Gott es anders fügt,
So sollst du spät mir lernen, was verständig ist.

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4. Act

Clytemnestra with the Chorus 

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CLYTEMNESTRA: 
Though much to suit the times before was said,
It shames me not the opposite to speak:
For, plotting against foes,--our seeming friends,--
How else contrive with Ruin's wily snare,
Too high to overleap, to fence them round?
To me, not mindless of an ancient feud,
Hath come at last this contest;--late indeed.
The deed achieved, here stand I, where I slew.
So was it wrought (and this I'll not deny),
That he could neither 'scape, nor ward his doom;
Around him, like a fish-encircling net,
This garment's deadly splendour did I cast;--
Him twice I smote, and he, with twofold groan,
His limbs relaxed;--then, prostrate where he lay,
Him with third blow I dowered, votive gift
To nether Hades, saviour of the dead.
Thus as he fell he chafed his soul away;
And gurgling forth the swift death-tide of blood,
He smites me with black drops of gory dew,
Not less exultant than, with heaven-sent joy
The corn-sown land, in birth-hour of the ear.
For this great issue, Argive Senators,
Joy ye, if joy ye can, but I exult.
Nay, o'er the slain were off'rings meet,--with right
Here were they poured,--with emphasis of right.
Such goblets having filled with cursed ills
At home,--himself on his return drains off.
Me thou dost doom to exile,--to endure
The people's hate, their curse deep-muttered,--thou,
Who 'gainst this man of yore hadst naught to urge.
He, all unmoved, as though brute life he quenched,
The while his fleecy pastures teem'd with flocks,
His own child slaughtered,--of my travail throes
To me the dearest,--charm for Thracian blasts.
Him shouldst thou not have chased from land and home
Just guerdon for foul deed? Stern judge thou art
When me thou dost arraign;--but, mark my words,
(Nerved as I am to threat on equal terms,)
If with strong hand ye conquer me, then rule;--
But should the god decree the opposite,
Though late, to sober sense shalt thou be schooled.

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Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Kilissa, die Amme 
Stück: Die Orestie - Die Choephoren 
Autor: Aischylos

Erscheinungsjahr: 458 v. Chr. 
Originalsprache: Altgriechisch 
Übersetzung (Deutsch): J. G. Droysen 
Übersetzung (Englisch): Anna Swanwick 


4. Akt

Kilissa mit dem Chor

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KILISSA (DIE AMME): 
Aigisthos, sagt die Herrin, soll ich ungesäumt
Den Fremden herbescheiden, daß er deutlicher,
Der Mann von Männern, ihre Neuigkeiten mag
Mit eignen Ohren hören. Vor dem Gesinde zwar
Verbirgt in finstern Augen sie geflissentlich
Ihr Lachen; denn nun ist geschehn das Freudigste
Für sie, fürs Haus steht's aber ganz und gar betrübt
Seit dieser Nachricht von den fremden Wanderern!
Und freilich, er wird herzlich sich darüber freun,
Wenn er die Zeitung höret! O ich arme Frau!
Ist doch von alten Zeiten her schon vielerlei
Unsäglich Unglück hier in Atreus' altem Haus
Bis heut geschehn, das mir das Herz im Leib zerreißt;
Doch solchen Kummer hab ich niemals noch erlebt!
All andres Leid trug ich geduldig bis ans End;
Daß aber mein Orestes, meiner Seelen Lust,
Den aus der Mutter Schoß ich nahm und auferzog
Mit aller Unruh nächtens, wenn das Kindchen schrie,
Und all den vielen Plagen, die ich vergebens nun
Ertrug – denn Kinder ohne Nachgedanken muß
Wie's liebe Vieh man ziehn, nicht wahr? mit viel Verstand;
Da kann es denn nicht sprechen, solch ein Windelkind,
Ob's Hunger, ob es Durst hat oder pinkeln will,
Der kleine Magen macht, was je nach seiner Not;
Das muß voraus man merken, und, glaub mir, man irrt
Sich auch und wäscht dem Kinde dann die Windeln rein,
Versieht zugleich der Wäscherin und Amme Dienst;
Und ich versah die beiderlei Geschäfte selbst
Und nahm Orestes, für den Vater aufzuziehn –,
Nun muß ich Arme hören, daß er gestorben ist,
Muß nun zum Herrn gehn, der geschändet unser Haus
Und meine Zeitung frohen Sinnes hören wird!

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4. Act

Kilissa with the Chorus 

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KILISSA (THE NURSE): 
My mistress bade me summon with all speed
Ægisthos to the strangers, that he may
More clearly learn, as man from man, this tale
Newly announced. Before the menial train,
She, at the tidings by these strangers brought,
'Neath mournful eyes a lurking smile hath veiled,
Exulting in events joyous for her,
But to this house with direst issue fraught;--
But he no doubt will in his soul rejoice,
Hearing the tale. Alas! unhappy me!
How did the ancient troubles, hard to bear,
Whose blended horror darkened Atreus' house,
With anguish pierce my heart! But ne'er before,
Have I a sorrow like to this endured.
All other ills I patiently have borne,
But dear Orestes, darling of my soul,
Whom from his mother's womb I fondly reared,
Whose piercing summons waked me up at night,
And for whose sake full many a fruitless toil
I bore ungrudging;--for like lamb unweaned,
The witless infant we perforce must rear
According to its mood;--how otherwise!
For while in swathing-clothes no voice it hath,
When pressed by hunger, thirst, or nature's call,
But wilful is each tender organ's play.
Such wants presaging, ay, and oft deceived,
As cleanser of his swaddling bands, I ween,
Fuller and nurse had common duty there.
I thus installed in double handicraft,
The young Orestes for his father reared.
Oh wretched me to hear that he is dead;
But now I go, the spoiler of this house
To seek;--right gladly will he learn the tale.

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Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Elektra 
Stück: Die Orestie - Die Choephoren 
Autor: Aischylos

Erscheinungsjahr: 458 v. Chr. 
Originalsprache: Altgriechisch 
Übersetzung (Deutsch): J. G. Droysen 
Übersetzung (Englisch): Anna Swanwick 


1. Akt

Elektra mit dem Chor

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ELEKTRA: 
Ihr teuren Wärterinnen, vielgetreue Fraun,
Mit mir gekommen seid ihr, dieses heilgen Zugs
Geleiterinnen; drum so sagt mir euren Rat:
Wenn auf das Grab ich gieße diesen Trauerguß,
Wie soll ich freundlich sprechen? Wie zum Vater flehn?
Sag ich, von seiner lieben Gattin sei ich ihm,
Dem lieben Mann, von meiner Mutter ich gesandt?
Dazu gebricht's an Mut mir; und nicht weiß ich, wie
Ich beten könnte, wenn ich auf des Vaters Grab
Dies spende. Oder sag ich nach dem heilgen Brauch:
Vergelten mög er denen, die ihm diesen Kranz
Gesandt, vergelten auch der Bösen bös Geschenk?
Soll schweigend, schmachvoll, so wie einst mein Vater fiel,
Ich gießen dieser Spende grabgetrunknen Guß,
Die Schale dann, als wär sie unrein, gottverflucht,
Wegschleudern abgewandten Blicks und wieder gehn?
So wollt mir raten, Teure, was ich möge tun;
Ist uns gemeinsam doch der Haß in jenem Haus!
Nicht bergt's in eurem Herzen, irgendwie besorgt;
Denn sein Verhängnis harrt des Freien ebenso
Wie des von fremden Siegers Hand geknechteten.
So sprich, wenn du mir Beßres weißt, als ich gesagt!

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1. Act

Electra with the Chorus 

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ELECTRA: 
Ye captive women, ye who tend this home,
Since ye are present to escort with me
These lustral rites, your counsel now I crave.
How, while I pour these off'rings on the tomb,
Speak friendly words? and how invoke my Sire?
Shall I declare that from a loving wife
To her dear lord I bear them? from my mother?
My courage fails, now know I what to speak,
Pouring libations on my father's tomb.
Or shall I pray, as holy wont enjoins,
That to the senders of these chaplets, he
Requital may accord, ay! meed of ill.
Or, with no mark of honour, silently,
For so my father perished, shall I pour
These offerings, potion to be drunk by earth,
Then, tossing o'er my head the lustral urn,
(As one who loathèd refuse forth has cast,)
With eyes averted, back retrace my steps?
Be ye partakers in my counsel, friends,
For in this house one common hate we share.
Through fear hide not the feelings of your heart;
For what is destined waits alike the free
And him o'ermastered by another's hand;--
If ye have aught more wise to urge, say on.

4.25 1 1 1 1 1
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Durchschnittsnote : 4.25


 


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Athene 
Stück: Die Orestie - Die Eumeniden 
Autor: Aischylos

Erscheinungsjahr: 458 v. Chr. 
Originalsprache: Altgriechisch 
Übersetzung (Deutsch): J. G. Droysen 
Übersetzung (Englisch): Anna Swanwick 


5. Akt 

Athene mit dem Chor

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ATHENE: 
Nicht seid entehrt ihr, drum so macht nicht zu erzürnt,
Göttinnen ihr, den Menschen unwirtbar ihr Land!
Auf Zeus vertrau ich; was bedarf's der Worte dann?
Von den Göttern ich nur weiß den Schlüssel jener Burg,
In dem der Blitzstrahl siegeleingeschlossen ruht.
Doch dessen braucht's nicht, aber folge willig mir;
Schütt auf das Land nicht deines Mundes taube Saat
Hinab, die nichts als alles Unwillkommne trägt;
Bring deines Ingrimms schwarzen Wogensturz in Ruh,
Du Heilighehre, die du mit mir wohnen wirst.
Und wenn dir einst Erstlinge dieser weiten Au,
Dir Opfer für der Kinder, für der Ehen Heil
Geweihet werden, loben wirst mein Wort du dann!
[...] Den Zorn verzeih ich, denn du bist die Ältere;
Jedoch wie sehr viel weiser du auch seist denn ich,
Vergessen nicht hat Zeus mich mit Verständigkeit.
Wenn ihr hinauszieht fern in ferner Menschen Land,
Ihr werdet doch sehr wieder herverlangen; denn
In Ehren herrlich wird die Welle nächster Zeit
Mein Volk empor mir heben. Ja, in ehrender
Wohnung, Erechtheus' Tempel nah, wirst du dereinst
Von Männern hochgefeiert und von Weibern sein,
Wie dir in andren Ländern nimmer ward zuteil!
Nun aber schleudre nicht in meinem Land umher
Den blutgewetzten Hader, Haßverwilderung
Ins Herz der Jugend, trunken in weinloser Wut,
Noch gleich der Hähne Herzen, wechselkampfempört,
Weih du zur Stätte je dem Ares meine Stadt,
Dem Kampf der Stammverbundnen, Stammvernichtenden!
Im Fernen sei'n die Kriege, doch nicht allzu fern,
In denen aufwacht edlen Heldenruhmes Lust –
Desselben Hofs Geflügel kenne keinen Streit!
Das nun zu wählen laß von mir dich lehren, daß
Wohltuend, wohlempfangend, wohlgeehrt du teil
An meinem Lande nehmst, dem gottgeliebtesten!

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Athena with the Chorus

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ATHENA: 
Not slighted are ye, powers august! through rage
Curse not with hopeless blight the abode of man.
I too on Zeus rely; why speak of that?
And sole among the gods I know the key
That opes the halls where sealèd thunder sleeps.
But such we need not. Be appeased by me,
Nor scatter o'er the land, from froward tongue,
The harmful seed that turneth all to bane.
Of bitter rage lull ye the murky wave;
Be venerated here and dwell with me.
Sharing the first fruits of this ample realm,
For children offered, and for nuptial rite,
This word of mine thou wilt for ever praise.
I'll bear thine anger, for mine elder thou,
And wiser art, in that regard, than I.
Yet me, with wisdom, Zeus not meanly dowers.
But if now ye seek some alien soil,
Will of this land enamour'd be; of this
You I forewarn; for onward-flowing time
Shall these my lieges raise to loftier fame;
And thou, in venerable seat enshrined
Hard by Erectheus' temple, shalt receive
Honours from men and trains of women, such
As thou from other mortals ne'er may'st win.
But cast ye not abroad on these my realms,
To waste their building strength, whetstones of blood,
Evoking frantic rage not born of wine;
Nor, as out-plucking hearts of fighting cocks,
Plant ye among my townsmen civil strife,
Reckless of kindred blood; let foreign war
Rage without stint, affording ample scope
For him who burns with glory's mighty rage.
No war of home-bred cocks, I ween, is that!
Such terms I proffer, thine it is to choose;
Blessing and blest, with blessèd rites revered,
To share this country dear unto the gods.

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