Tom
KRITIKEN
Kritik zu: Bat Out Of Hell
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Von den deutschen Texten war ich, wie erwartet, nicht allzu sehr angetan. Allerdings frage ich mich, warum man die Lieder überhaupt ins Deutsche übersetzt, wenn man sie dann von nicht-muttersprachlich-deutschen Darstellern singen lässt, bei denen man kaum ein Wort versteht. Wenn man wie ich die Lieder seit 40 Jahren kennt und liebt, würde man sie sowieso viel lieber mit dem Originaltext hören. Die besten Stellen im Musical waren für mich die Zeilen, die auf englisch gesungen wurden. 

Zu den Darstellern: Robin Reitsma hat für mich überhaupt kein Charisma. Überhaupt kein Vergleich zu Andrew Polec, den ich in London sehen durfte. Maureen Mac Gillavry, die in der besuchten Vorstellung die Raven spielte, sah für meinen Geschmack etwas zu reif aus für eine 18-jährige. Allerdings hat sie eine tolle Stimme. Ihre beiden Soli ("Heaven can wait" und das zweite weiß ich nicht mehr, kann auch ein Duett gewesen sein) waren wirklich sehr beeindruckend gesungen. Willemijn und Alex waren die einzigen, die bei mir Emotionen hervorgerufen haben, natürlich bei dem wunderbaren "What part of my body hurts the most" (nicht wunderbar von der Übersetzung her, aber von der Intensität her, mit der es gesungen wurde) und auch bei "It's all coming back to me". Was ich sehr schade finde, ist, dass Sloane in diesem spießigen 80er-Jahre-Look herumlaufen muss (Frisur, Kleidung). Hallo, das Stück spielt doch in der Zukunft!?!?

Die Handlung des Stücks ist sehr flach, und wo ich mir in London noch gewünscht habe, mehr von den Sprechtexten zu verstehen, habe ich mir heute gewünscht, weniger davon zu verstehen, da sie - möglicherweise auch aufgrund der starken Akzente der meisten Darsteller - einfach keinen Charme haben. Das Theater war kaum halb voll. Der Applaus zwischen den Liedern war im ersten Akt sehr schwach, im zweiten Akt gab es auch ein paar Juchzer. 

Fazit: Man kann es sich einmal anschauen, aber ich habe kein Bedürfnis, es nochmal zu sehen, es sei denn, sie würden alle Lieder auf englisch singen. Denn die Lieder sind so ziemlich das einzige, was an dem Stück gut ist, aber nicht, wenn sie auf deutsch gesungen werden.
Kritik zu: Mary Poppins
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Das Musical ist direkt neben König der Löwen am Hafen in einem neu eingerichteten Gebäude. Es ist für uns schon ein Highlight mit dem Schiff zum Musical gefahren zu werden. Dadurch hat man noch eine kleine Schiffstour auf der Elbe mit inbegriffen. 

Das Bühnenbild ist wirklich gut gemacht und wird von den Darstellern schön untermalt. Es ist wie beim Glöckner von Notre Dame, da hier ebenfalls ein lebendiges Bühnenbild vorhanden ist. Wie bei jedem Musical von Stage-Entertainment ist die Musikalische-Note entscheidend. Hier konnte das Musical voll überzeugen, da die Kinder und die Hauptdarstellerin im Gesang eine beeindruckende Leistung vollbracht haben. 

Ein wenig Zauber darf natürlich von Mary-Poppins nicht fehlen und hier konnten wir uns einfach ein wenig verzaubern lassen durch die sehr geräumige Handtasche von ihr. 

Das Musical hat eine Spieldauer von drei Stunden inkl. Pause. In der Pause kann man sich ein wenig die Füße vertreten oder sich etwas zu trinken kaufen. Eine Getränkeflat oder auch Open-Bar genannt konnte man für 14,90 EUR hinzubuchen und sechzig Minuten vor der Veranstaltung und in den Pausen kostenlos Getränke an der Bar erhalten.
Kritik zu: Disneys Aladdin
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Wenn die Klasse eines Musicals so sehr an den Hauptdarsteller geknüpft wird, wie dies bei Aladdin und Richard-Salvador Wolff geschah, dann sind Enttäuschungen und Schatten vorprogrammiert. Zumindest bekommt man das Gefühl, etwas vorenthalten zu bekommen, wenn man mit Terry Alfaro als Ersatz "Vorlieb" nehmen muss. Einen direkten Vergleich habe ich nicht, nur über die Ausschnitte, die auf YouTube zu sehen sind. Dabei erscheint der gekrönte Star zwar etwas charismatischer, aber der Zweifel bleibt, ob denn er der doch eher blassen Rolle des Aladdin zu mehr Ausstrahlung hätte verhelfen können. Die Show und damit der ganze Abend gehört dem bezaubernden "Dschinni", wobei ich hier (wiederum im Vergleich mit dem YouTube-Ausschnitt) überaus gerne Vorlieb mit dem Ersatz genommen habe, der hier durch Tobias Weis brillant vertreten war. Die Rolle des Dschinni verkörpert die KRAFT des Zauber(er)s gepaart mit der Energie von Tanz, Bewegung, Farbe und Gesang, von denen das gesamte Musical dominiert wird. Die Romanze von Aladdin und Jasmin geht zuweilen unter und Dschafars böses Treiben bleibt vermeintlich. Das tut aber der lebenslustigen Darbietung keinen Abbruch, wenn man sich auf ein Varieté-Spektakel mit der geballten Farben- und Tanzpracht a la Bollywood untermalt mit Broadway-Ohrwürmern einlassen kann. Insofern hat mir der Abend recht gut gefallen, der durch zwei Highlights in Erinnerung bleibt: die bühnentechnisch geniale Szene mit dem Dschinni-Solo in der Höhle sowie das beeindruckende Lichtermeer, in das Aladdin und Jasmin auf dem fliegenden Teppich eintauchten. 

Akustisch verwöhnt wird man im Stage Theater Neue Flora leider nicht. Der Klang des Orchesters bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Es klingt gedrungen und wie aus der Konserve; so als sei der Orchestergraben zu klein und ließe nur einen Spalt in den Saal. Mit dem Gesang war es zeitweise zu laut, so dass nicht jeder Text verstanden werden konnte, was aber auch damit zusammenhing, dass nicht jeder Sänger Deutsch als Muttersprache hat. Auch sind die Broadway-Melodien tatsächlich so dominant, dass ich keine Erinnerung an orientalisch klingende Ohrwürmer habe - Hollywood eben und doch nicht Bollywood. 

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