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''Die Diskrepanz zwischen Körper und Sprache haben freilich schon viele Regisseure in den vergangenen Jahrzehnten aufgegriffen, sie ist elementarer Teil der Postdramatik – wo der Text weniger gilt als das, was der Körper erzählt. Trotzdem kann dieses Spiel in Okadas Arbeiten einen eigenen Reiz entwickeln, wenn eine rhythmisch-gestische Choreografie entsteht. Diesem Abend allerdings geht der Rhythmus völlig ab, die Schauspieler illustrieren schlicht ihre Worte mit großen Gesten – mal mehr mal weniger konsequent, manchmal gar nicht. Es wirkt unentschieden, inkonsequent.

Doch man muss klar sagen: Dies ist nicht die Beurteilung einer Inszenierung, sondern der Aufzeichnung einer Inszenierung. Vieles von dem, was Kritiker an diesem Abend gelobt haben, ist schwer auf den Bildschirm zu übertragen. Etwa die Wirkung der Langsamkeit. So gut wie nichts geschieht in den gut anderthalb Stunden, es wird lediglich der Körper gymnastisch verrenkt und viel geredet – über substanzielle Dinge: Wut, Schuld, Selbstverletzung. Über die Sinnlosigkeit des Alltags, die Einsamkeit der Menschen, die im Leistungs- und Konsumsystem abgeschnitten voneinander leben. Die Poesie und Zärtlichkeit, Okadas Humor, sind über den Bildschirm nicht zu spüren. Im Gegenteil: Die Aufzeichnung wirkt eher ermüdend. 

Das Video bleibt also ein schwacher Ersatz für das Gastspiel beim Theatertreffen. Toshiki Okada sollte man bei dieser Bestenschau als prominente ästhetische Stimme durchaus einmal vorstellen. Ob allerdings gerade der "Vacuum Cleaner" mit seinem unmotiviert und ziellos wirkenden Spiel zu Okadas besseren Arbeiten zählt, darf man dennoch bezweifeln.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
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''Die Regisseurin Irene Christ setzt auf Witz und Tempo – mehr als auf das Innenleben der Figuren, die das durchaus hergeben würden. Das der Eindruck, der sich am Bildschirm überträgt, sobald Schauspieler nicht für die Kamera, sondern für die große Bühne spielen. Stets wirkt das (dem Medium geschuldet) ein wenig zu groß, zu übertrieben.

Doch selbst, wenn der Ton zwischendurch hängt und die beiden Kameras nicht perfekt aufeinander abgestimmt sind: ein gelungenes Experiment des Schlosspark Theaters. Eine kostenlose Gabe an Bühnenfreunde in der ganzen Welt, jetzt, da kaum jemand ins Theater gehen kann. Die Zuschauer zur Premiere kamen aus Andalusien, Schweden, Florida – und auch aus Erkelenz, Duisburg und Gütersloh.

Zu Beginn waren es 1200, am Ende der beiden Stunden immerhin noch gut 800. Ins Schlosspark Theater selbst passen 440 Menschen – das Theater wäre also doppelt und dreifach gefüllt gewesen. Die Zuschauer waren begeistert, viele fragten sogar, wo sie eine kleine Spende für den Abend abgeben könnten. Die Schauspieler live auftreten zu lassen, die Technik zu stemmen, um den Zuschauern in diesen kulturarmen Zeiten etwas geben zu können – eine gute und schöne Sache.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
Kritik zu: Die Affen
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''Mayenburg stellt eine gewichtige Frage in Zeiten von Klimawandel und Globalisierung: Wie kann ein alternatives Leben aussehen? Doch so, wie der Autor und Regisseur das Thema verhandelt, führt es keinen Schritt weiter.

Mayenburg war bislang ein Autor von grotesken Komödien, mit denen er am Firnis der bürgerlichen Wohlstandswelt gekratzt hat. Eine gewisse Plakativität und Pauschalität war dabei Teil des Konzepts. Mit den "Affen" jedoch hat er sich weit von der Komödie fortbewegt: Die ersten humoristischen Szenen führen geradewegs in die Apokalypse. Für eine Komödie sind Stück und Inszenierung zu moralisch. Für eine ernsthafte Auseinandersetzung aber zu undifferenziert, die Figuren zu stereotyp.

Dass die Lösung nicht darin liegen kann, die Menschen wieder auf Bäume klettern zu lassen, ist nun wahrlich keine überraschende Pointe. Doch Mayenburg exerziert das Exempel, als habe er tatsächlich an die Affen als Rettung der Menschheit geglaubt.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur

 

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