Kritik zu: Fan de Ellas
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
''Das ist eine persönliche Reflexion mit einfachen Performance-Ideen, nicht sonderlich tiefschürfend oder konzeptionell – das will dieses Stück auch gar nicht sein. Dies ist ungefilterte Bewunderung, etwas unkritisch und eindimensional.Es geht ihnen offensichtlich einfach um eine Liebeserklärung an starke, unabhängige, selbstbewusste und selbstbestimmte Frauen – in einigen wenigen Szenen tanzen sie zu der sehr gut tanzbaren lateinamerikanischen Popmusik frei und lässig und selbstgenießerisch.
Jedwede Tragik-, Leidens- und Opfer-Perspektive, Rassismus, Diskriminierung, Migration, Überlebenskampf – all das bleibt außen vor, man kann es sich dazu denken, es ist für die Performance aber nicht bestimmend.

Juliana Piquero, Alex Viteri und Catalina Fernandez, alle drei aus Argentinien oder Kolumbien, seit Jahren in der Tanz- und Performance-Szene Berlins als Choreographinnen, Tänzerinnen, Licht-, Musik- und Video-Künstlerinnen unterwegs, die drei, die sich als Team verstehen und immer genreübergreifend arbeiten, sie haben sich hier für einen leichtgewichtigen, lebensfrohen, heiter-vergnüglichen Abend entschieden. Und das gelingt ihnen, das ist auch mal ganz erholsam bei dem sonst so stark theorielastigen Berliner Tanz. Es ist wie ein bisschen Sommer-Gefühl im dunklen November.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
''Sasha Marianna Salzmann inszeniert das Gewalt-Drama als absurden Alptraum, als Oratorium aus überdrehten Stimmen, schrillen Klängen, garstigen Liedern, klirrenden Geräuschen. Erst im Kopf des Zuschauers wird die Klang-Collage über den Krieg und seine Katastrophen zu einem Bild des Grauens, zu einem Bild, das wir auf der Bühne gar nicht sehen: denn auf der Bühne gibt es keine Zelte, kein Militärcamp, keine Gewehre, keinen Krieg, keinen Schlamm und keine Toten, sondern nur unzählige Stühle und Mikrofone und ein DJ-Pult, um all die Stimmen und Klänge zu sampeln, zu wiederholen, zu verzerren und in Endlosschleifen und Echo-Räumen verhallen zu lassen. Es gibt auch keine acht, sondern nur vier Frauen, sie tragen olivgrüne Militärjacken und weite weiße Röcke, um sich wie Derwische in Trance zu drehen und gedanklich ganz weit weg zu driften; es gibt keine Rollen und keine Figuren, sondern nur Stimmen aus dem Dunkel der Erinnerungen, Stimmen, die durcheinander und übereinander, miteinander und gegeneinander ertönen, Stimmen, die weinen und lachen, schreien und wispern, berichten und erzählen, was die Frauen im Krieg und im Camp erlebt haben, männlichen Hohn und sexuelle Belästigungen von Vorgesetzten, Hinrichtungen und grauenhaftes Morden bei Anti-Terror-Einsätzen, Stimmen, die davon erzählen, wie sie ihren eigenen Tod erlebt haben oder sich vorstellen, wie sie ihren Selbstmord, ihre Hinrichtung, ihre Vergewaltigung erlebt haben, Stimmen, die von Frauen im Krieg berichten, die sich behaupten und sich wehren und irgendwie überleben wollen.'' schreibt Frank Dietschreit auf rbbKultur
0 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
''Eine silbrige Showtreppe schwingt sich zum Himmel hinauf. Beim Kostüm überwiegen Textildrucke in grün. Im Übrigen: Zauberkunstwerke des Lockenstabs, Minipli und gefährlicher Koteletten-Befall. Wer da nicht Pickel kriegt, ist zu jung. Auch der Partner-Look ist wieder da! Schließlich basierten Erfolg und Harmonie des auch privat verbandelten Paares auf der Schwung holenden Scheidungswelle. Welch selbige die beiden im Jahr 1988 selbst erreichte.

Neun Wochen soll das nun spielen, was mutig ist. Trotz eines Gastauftrittes von Heino und einer Mixtur aus Maria Hellwig und Anneliese Rothenberger bleibt man der Personalityshow beeindruckend treu. Cindy: ganz singende Fönwelle. Bert: den Betriebswirt in sich nicht verleugnend. Eine Liebeserklärung an die schlimmsten Zeiten des deutschen Schlagers. Lachhaft und durchaus hinreißend.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf rbbKultur

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN



eventim          Reservix Ticketing System

                                                    
Toggle Bar
X

Right Click

No right click