Kritik zu: Der Zauberberg
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
''In den besten Augenblicken schafft Hartmann albgeträumte Existenzbilder und Momente höllischer Verzweiflung. Etwa die Projektion der pseudo-nackten Menschen an der Bühnenwand, die nun wirken, als fielen sie aus schwarzen Wolken in einen finsteren Abgrund. Die gruseligen Totenköpfe, die den Spielern immer wieder aufs Gesicht projiziert werden. Der Moment, wenn Cordelia Wege versucht, einen unsichtbaren Vogel zu fangen. Das einzige echte Leben. Und immer wieder: der Blick in das stumme, elendige, hoffnungslose Gesicht von Markwart Müller-Elmau, der sich in Erinnerungen an den Krieg verliert, während schwarze Asche auf ihn rieselt.

Doch die längste Zeit des Abends wirken die rätselhaften Bilder, die die vier Kameras höchst professionell sowohl kreieren als auch einfangen, überinstrumentiert, künstlich und bedeutungsschwanger. Man mag das perfekte Handwerk des Regisseurs bewundern, seine Kunstfertigkeit, Kameras und Bühne so geschickt zu verzahnen, zudem die fantastischen Kostüme von Adriana Braga Peretzki – berühren kann das aber nur äußerst selten. Nach der Dauer von zwei Stunden bleibt vor allem das Gefühl einer überambitionierten Kunstanstrengung zurück.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
''Die vorerst noch möglichen Vorstellungen dieser "Giselle" sollte kein Ballett-Fan verpassen. Es dauert zwar etwas, ehe der Abend seine Faszination entwickelt, der erste Akt wirkte gestern etwas verhuscht, bei den Damen und Herren gab es einige kleine Ungenauigkeiten und Salenko und Simkin waren da auch noch nicht ganz das glühende Liebespaar – das sind sie erst in der Tragik, in Verzweiflung und Tod.

Aber der zweite Akt ist wundervoll – mit Aurora Dickie als diamanthart unerbittlicher Feenkönigin, mit dem herrlichen Tanz der vierzehn Wilis auf der vom Mond beschienenen Wald-Lichtung, mit der Errettung des schuldig Gewordenen durch die wahre Liebe. Also hingehen und den schweren Schlag für das Staatsballett abmildern.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur
Kritik zu: Umkämpfte Zone
0 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
''Dass die Inszenierung dazu beitragen könnte, die Kluft zwischen Ost und West zu schließen und die Mauern in den Köpfen einzureißen, ist ein frommer Wunsch: Denn die wenigen Zuschauer*innen, die in Corona-Zeiten noch ins Theater dürfen (es werden 70 statt 620 in den Saal gelassen), gehören ohnehin zur Bildungs- und Kultur-Elite, die über die Deformationen des "autoritären Charakters" Bescheid weiß. Der aufs Skelett reduzierte Text und die Inszenierung tun aber so, als müsste man Aufklärungsarbeit leisten. Wie in einem Volkshochschulkurs zur deutschen Geschichte werden Fakten und Namen heruntergebetet und den Zuschauern regelrecht eingebleut. Die Intensität der intimen Momente, die im Spiel zwischen Bruder und Schwester entsteht - Leid, Schmerz, Ausweglosigkeit - wird allzu oft konterkariert mit krakeelender Blödelei, mit Plüschfiguren und Pittiplatsch-Albernheiten.

Hätte Petras darauf verzichtet, wäre wohl ein grandioser Abend zustande gekommen. Eine Frage wird leider gar nicht gestellt: Wie konnte Ines Geipel, im Gegensatz zu vielen anderen, die in der DDR drangsaliert wurden und heute Populisten hinterherlaufen, sich aus der Gewaltspirale befreien und solch ein aufrüttelndes und kluges Buch schreiben wie "Umkämpfte Zone"?'' schreibt Frank Dietschreit auf rbbKultur

 

Preis: €14,95 €11,95

UNSERE BÜCHER
ALS PDF-DATEI

AUSWAHL

 

Preis: €14,95 €11,95

 


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN





AUF DER BÜHNE © 2020

AUF DER BÜHNE

Auf der Bühne

TICKETS KAUFEN
eventim

WIR EMPFEHLEN

3.3
Durchschnittsnote aller Stücke
5 840+
4 1876+
3 1650+
2 1035+
1 425+
Kritiken: 2840

PDF-Datei: 22,60 € 16,95 €

Weitere Formate auf Amazon & Google Play:
Kindle eBook - Taschenbuch - Google eBook


UNSERE BÜCHER ALS PDF-DATEI

AUSWAHL


BUCH ALS PDF-DATEI
Toggle Bar
X

Right Click

No right click