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''Es ist tatsächlich einer dieser seltenen Abende, nach denen man - obwohl wir Zeuge werden, wie arrogante Kapitalisten und Politiker sich einen Dreck um das Schicksal einzelner Menschen scheren - ziemlich beschwingt und fast ein wenig beglückt aus dem Theater kommen. Denn die Inszenierung hat den richtigen Rhythmus und variiert das Tempo immer wieder, ist mal laut und mal leise, mal nachdenklich, mal zupackend, mal satirisch und mal sozialkritisch.

Die Blasmusik ist großartig, die Leistungen der Schauspieler bewunderungswürdig - und alle Beteiligten bekommen zum Schuss zu Recht stehende Ovationen des Publikums. Nur ein kleines Detail macht mir zu schaffen: die extra für die Bühnenfassung erfundene Figur der Amy, ein Mädchen, das die Zuschauer mit Erläuterungen und Kommentaren durch die Handlung führt, am Anfang die Zeit der Thatcher-Ära und Arbeiterkämpfe erklärt, zwischendurch mit einem Fußball über die Bühne bolzt und zum Schluss einen Text aufsagt, der den Tod besiegen und das Leben feiern will. Lucie Thiede macht ihre Sache - als Amy - gut, aber ich hätte auch gut auf diese erfundene Figur verzichten können, die meint, uns Dinge erklären zu müssen, die für sich selber sprechen und die wir eigentlich auch ohne Souffleuse verstehen.'' schreibt Frank Dietschreit auf kulturradio.de

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