Stage Musicals
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''Also auch hier eine Arbeit mit Verfremdung, im Sinne von etwas fremd werden lassen. Indem Forough Fami diese zwei Wesen wie aus der digitalen Welt entsprungene grafische Körper, indem sie ihre verzerrten Bewegungen zeigt, lenkt sie den Blick auf das, was nicht zu sehen ist: natürliche, organische Bewegung.

Fami lenkt den Blick auf die Frage, was wir als angemessen, richtig und normal empfinden und was als fremd, störend und unheimlich und vielleicht beängstigend – zur Ausgrenzung ist es dann leider nur noch ein kleiner Schritt. Und sie lenkt den Blick auf das, was uns Menschen auch ausmacht und was hier nicht geschieht: Nähe, Gemeinsamkeit, Intimität oder auch nur Kontakt – das können diese beiden Avatar-Figuren nicht erzeugen.'' schreibt Frank Schmid auf kulturradio.de
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''Julia Rodriguez treibt das klassische Filmsujet des Versteckens und Verbergens auf die Spitze, spielt mit dem Thema des Geheimnisses, der Maskerade und Tarnung. So wie die Figuren nicht identifizierbar sind, ist es auch die Handlung nicht: Was geschieht hier? Wer ist Opfer, wer ist Täter? Sie entkernt damit gewissermaßen das Genre des Actionfilms: Die Nebengeräusche, die im Film Spannungen erzeugen, sind hier der Haupteffekt, alles ist Camouflage, Verschleierung. Und dadurch werden die Filmtricks und -mechanismen, an die wir mit unseren Seherfahrungen anknüpfen und die typischen stereotypen Filmfiguren, Agenten, Spione, Detektive, wie wir sie ständig gezeigt bekommen, enttarnt und offenbart.

Eine kluge, kurze Choreografie, mit schön hintersinnigem Humor, stringent und konsequent gebaut. Nur schade, dass die Camouflage zwar in die Performerkörper eingesickert ist, diese aber nicht in Bewegung gesetzt werden – das wäre noch mal spannend geworden – so bleibt es vorerst bei einer Art Studie, einem ersten Versuch.'' schreibt Frank Schmid auf kulturradio.de
Kritik zu: Antigone
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''Alle, bis auf die rote Antigone, tragen schwarze Kleider, die sich zum Boden hin ins Grau bis ins strahlende Weiß abstufen. Doch während dieser Kontrast der Bühne eine schöne Poesie und Klarheit verleiht, geraten die Figuren dadurch allzu simpel: Antigone vereint alles Gute, sie folgt ihrem Herzen, ihrem Glauben – Kreon ist nichts als gefühlskalter Despot.

Wäre es so schlicht, hätte Sophokles’ Drama wohl keine 2500 Jahre überlebt. Zur Tragödie wird der Stoff, weil sich in Antigone und Kreon zwei gleichstarke Figuren gegenüberstehen, die auf ihre Weise beide im Recht sind. Kreon will dem Volk beweisen, dass er alle Widersacher bestraft, die die Stadt angreifen – deshalb das Bestattungsverbot. Ausgerechnet für seine Nichte kann er die Regel kaum brechen.

Die klar verteilten Sympathien führen zu einer allzu statischen Inszenierung. Es wird proklamiert, der Zeigefinger in die Höhe gereckt, am Ende mit blutroter Farbe herumgeschmiert – Zwischentöne, Mischfarben, Zweifel und Ambivalenzen sucht man vergebens.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de

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