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''Das Bühnenbild Johannes Leiackers zeigt einen großen Einheitswohnraum mit Rosentapete, der durch eine einzige Tapetentür rechts abseits zu betreten ist, in seiner Mitte gibt es einen respektablen Bühnenausschnitt, der zu einer Art von Wintergarten auf der Hinterbühne führt, welche dann wiederum durch eine großformatige Kopie eines Gemäldes von Lorrain als abschließendem Hintergrund besticht.

Außer der emotional stark aufwühlenden Vierer-Kiste (1 Frau, 3 Brüder) gibt es Nebensächlichkeiten-Szenen: Spielmann mit Mädchen, Frühlingserwachen und/ oder Modistinnen kleiden Francesca an und aus. Sara Jakubiak brilliert als männerfressende Francesca, ihre beiden schönen großen Liebesszenen mit Jonathan Tetelman (= Paolo) sind schon hörens- und vor allem sehenswert.

Nicht minder hörens- und vor allem sehenswert sind Ivan Inverardi (= Gianciotto) und Charles Workman (= Malatestino), besonders wie der einäugige junge Bruder seinem angeblich viel hässlicheren alten Bruder die verräterische Nachricht übermittelt, dass Gianciottos angeheiratete Frau Francesca mit dem jüngsten und zugleich natürlich schönsten aller Brüder eine Sexaffäre hätte - schlussendlich metzelt der Gatte seine Gattin inkl. Bruder/ Gattinnenverführer mit 'nem Messer nieder... Großartiges Opernbreitwandkino.'' schreibt Andre Sokolowski am 15. März 2021 auf KULTURA-EXTRA
Kritik zu: Nathans Kinder
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''Ein junger Deutscher (Kurt!) hatte sich also ins Jerusalem der Gegenwart verirrt? Assoziierbar wäre, wenn man ihn so sieht und hört, dass er vielleicht als Söldner einer christlichen Miliz (aber auf wessen Seite??) "kämpft" - auf jeden Fall rettet er Nathans Tochter, noch bevor sie im (von einem Raketanangriff getroffenen?) Haus verbrennt; dass es das Haus des Juden Nathan wäre, konnte der deutsch-christliche Söldner freilich in dem Augenblick, wo er zur impulsiven Rettungstat vorangeschritten war, nicht wissen, und als es sich ihm durch Dialoge mit seiner Geretteten und ihrem Vater nach und nach erschließt, lässt er verbal seinem klischierten Antisemitismus freien Lauf; dennoch: indem er Recha rettete, bleibt/ ist er selbstverständlich dann DER Held des Stückes. Und die impulsive Liebe, die so wie der Blitz aus heitrem Himmel zwischen beide (Kurt & Recha) fährt, vermag am Schluss einleuchtend zu erklären, dass es nur die schöne große Liebe, also Menschen-Liebe, ist, die dann den schönen großen Frieden zwischen alle Menschen, die sich liebten oder lieben, bringt.

Null Hass, null Krieg. Die zwei Verliebten sprühen es auch prompt dann auf die Mauer und erweitern es in ihrem und in unser aller Sinn: "NO NATIONS, NO BORDERS, NO GODS". Schönes Stück mit schönen Menschen. Und die atmosphärische Musik von Yuka Otsuki befeuerte die schöne Stimmung dieser wohl gemeinten Utopien - völlig frei nach Lessings Nathan - obendrein.'' schreibt Andre Sokolowski am 6. März 2021 auf KULTURA-EXTRA
Kritik zu: Rusalka
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''Rusalka hat die Schnauze voll und will zum Wassermann zurück; zuvor zertrümmert sie den Prinzen-Fiat, und sie kann auch wieder sprechen... Und mit einem Baustrahler bewaffnet, den sie noch von ihrer Müllbegegnung mit der Pennerinnenhexe "rettete", wandelt sie irrlichternd über die Drehbühne, wo sie der reuevolle Prinz zurückerobern will; sie warnt ihn, dass er sie möglichst nicht küssen solle, weil - - gesagt, getan; er tut es trotzdem, und sie tut ihn umgehend mit einer Plasteplane, ihrem alten Hochzeitskleid, zweifach hintereinander tot-ersticken. Und sie triumphiert wie nie zuvor in ihrem feuchten Nixenleben; und das war's auch schon.

Srba Dinić hat dirigiert - man merkt nicht, dass es eine reduzierte Fassung ist, also das Staatsorchester Braunschweig klingt, unterm Kopfhörer gehört, satt-warm. Vom sängerischen Personal her sollen insbesondere Jeon mit seinem unhektisch-wohlklingenden Tenor und auch die höhensichere, obgleich an manchen Stellen allzu kräftig aussingende Adams angezeigt sein. Nicht verpassen, nein; es lohnt sich.'' schreibt Andre Sokolowski am 4. März 2021 auf KULTURA-EXTRA

 

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