Kritik zu: Lohengrin
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''Das solistisch-sängerische Aufgebot: heterogen. Die zwei Protagonistinnen treffen - im Unterschied zu ihren männlichen Kollegen - astrein ihre jeweiligen Tonhöhen. Vida Miknevičiūtė hat ein irgendwie doch schönes, dennoch dauernervig anhörbares Dauerzittern in der Stimme, von ihrer Gesamtausstrahlung her verkörpert sie natürlich DIE Elsa schlechthin! Ekaterina Gubanova ist eine sehr souverän singende Ortrud, derem Bissigen und Aasigen wird sie ambitioniert gerecht. Der Telramund von Martin Gantner zeichnet sich durch außerordentliche Textverständlichkeit, mit der der Sänger ihn versieht, besonders aus. Bei René Pape (= König Heinrich) sind zum Opernende hin unüberhörbar Stimmabnutzungen zu registrieren. Und die ewig schleifenden Bemühungen Roberto Alagnas, der Titelpartie mit gerade noch erahnbaren richtigen Tonhöhen gewissermaßen beizukommen, scheitern größtenteils; so etwas nennt man fehlbesetzt.

Dem Regisseur Bieito, der sich selbst von seiner frühkindlichen Schockerzeit längst autotherapiert zu haben schien, fällt aktuell zu seinem (ersten?) Lohengrin unendlich Vieles ein - genauso unendlichermaßen viel lässt sich dann allerdings nicht dechiffrieren; sorry: Nein, ich kann nicht aufwarten mit irgendeiner Deutung seiner Interpretation, nichts schloss sich mir da - weder fantasiewillig noch intellektuell - plausibel auf. '' schreibt Andre Sokolowski am 14. Dezember 2020 auf KULTURA-EXTRA
Kritik zu: Die tote Stadt
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''In ihrer Lesart ist Marietta eine Zwillingsschwester von Marie, die nur mal so vorbeigeschnüffelt kam, um nachzusehen, was da wirklich früher los war, und ob Paul, also Mariettas Schwager, ihre Schwester nicht vielleicht ermordet hätte oder so. Okay, kann man so sehen - hatte mich dann allerdings in seiner Denkart nicht gerade überzeugt.

Das Gürzenich-Orchester, das ja auch für sich in Anspruch nehmen kann, das Uraufführungsorchester gewesen zu sein, ist absoluter Mega-Star des Abends!!!!! Und sein Gast am Pult macht einen formidablen Eindruck - nein, er war und ist sich nicht zu schade, diesem unhaltbaren Dauerrausch an sich noch richtig Extradampf zu geben, dass es schließlich nur so krachte. Zudem hörte es sich "dennoch" delikat und nobel an.

Bariton Wolfgang Stefan Schwaiger (als Pauls Frank und Mariettas Fritz) wollten wir auch nicht ungenannt sein lassen; eigentlich lieferte er die überzeugendste gesangliche Gesamtleistung dieses - etwas gestört - gestreamten Live-Abends.'' schriebt Andre Sokolowski am 5. Dezember 2020 auf KULTURA-EXTRA
Kritik zu: Written on Skin
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''Francois-Xavier Roth, der sich in nahezu allen musikalischen Stilen auskennende Kölner Generalmusikdirektor, hat den Benjamin-Zweiakter einstudiert und dirigiert. Diese Musik, die irgendwie dann auch auf ihre anonyme literarische Vorlage aus dem 13. Jahrhundert querverweist - so gibt es beispielsweise ein paar wunderschöne rezitative Momente, die die Gambistin Margaux Blanchard exemplarisch vorführt - , hat einen wundersamen langen Atem, und so lassen sich in ihr ausschweifend-ausatmende vokalise Linien nachvollziehen; das zum Einsatz kommende Instrumentarium ist beträchtlich, doch dem Gürzenich-Orchester kann man gottlob keinen ehrgeizige Sinn zum etwaigen Zukleistern des zarten als wie zornigen Gesanges attestieren.

Der kanadische Countertenor Cameron Shahbazi (so schon mit einer bestürzenden Schönheit gesegnet) ist die sängerische Attraktion dieser wegen der Pandemie leider "nur" als Premieren-Livestream in die weite Welt hinaus gesandten Aufführung von gestern Abend. Seine Jungen-Rolle scheint ihm auf den Leib geschrieben, seine stimmtechnische Akkuratesse und sein schauspielerndes Selbstbewusstsein sind dann schon entwaffnend!'' schreibt Andre Sokolowski am 2. Dezember 2020 auf KULTURA-EXTRA

 

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