''Das mit der Geige war zum Schluss, ja und wir Stream-Nutzer erschreckten überhaupt nicht schlecht, als Holger Falk als Irrsinnsgeorge zu Markus Kern gestürzt kam, um ihm seine Violine zu entreißen, die er dann tatsächlich auf dem Bühnenboden tollwütig zerschmetterte - klar war das, wie wir sofort schlossen, ein abgekartetes Spiel; das war natürlich eine Violinattrappe und mehr nicht.

Die sängerische Herausforderung dieses genialen Stücks Musiktheater ist enorm. Falks stimmakrobatisches Spannband umfasst eine Dehnung zwischen Wasserkesselpfeifdiskant bis Bärenbrummen. Er verübt nicht nur ausschweifend schön und gleichsam hässlich anmutende Vokalisen, sondern tut sich auch als Meister der Koloratur beweisen. Ohnehin beeindruckt seine Mimik; er bestimmt sich also auch berserkernd-schauspielernd als ein Theater-Tier der absoluten Extraklasse. Phänomenale Präsenz! Von daher schon - in allererster Linie wegen Falk - ein singdarstellerisches Großereignis; unbedingt dabeisein, doch!'' schreibt Andre Sokolowski am 12. Januar 2021 auf KULTURA-EXTRA
Kritik zu: Marienplatz
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Was an "Kollektivem" dabei rauskam, legte der Bukowski seinen handelnden Personen prompt in alle Munde - insbesondere tat er sich als quasi selbst mitspielender Autor sozusuagen stückverewigen; diesem Autorenpart entsprach dann ziemlich überzeugend Schauspieler Moritz von Treuenfels. 

Hingegen war über jenen sich selbst verbrannt habenden großen Unbekannten nichts oder so gut wie nichts zweckdienlich Menschliches erfahrbar, also nichts besonders "Großartiges", was mir diesen armen Irren und seine irrwitzigen Motive (menschlich) hätte näher gebracht haben können. Im Ganzen fühlte ich mich einem nervenden und wenig oder nichts sinnstiftenden Gefasel ausgesetzt; und immer wieder wurde von der Schauspieltruppe auf den (alles und doch nichts bedeutenden) "Nie wieder Krieg"-Satz, den der irre und historisch existiert habende Münchner Selbstverbrenner auf sein Auto gekritzelt hätte, 'rumgeritten und dabei hübsch Xylophon gespielt.

Vom Stückstoff mehr als Abweichendes lieferten dann zusätzliche Sprechblasen, in denen es um Gott und Abraham und Isaak oder um bayerische Polizistinnen und Polizisten oder um die Philosophen Giorgio Agamben, Carl Schmitt gegangen war. Ein komisches Gefühl nach Rezipierung all dieser Gemengelage.'' schreibt Andre Sokolowski am 9. Januar 2021 auf KULTURA-EXTRA
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''Die progressive Zuspitzung - vom Haareschneiden bis zum Mord - erfolgt in sechs "3 Tage später"-Takten. Dazwischen immer wieder kurze Protokoll-Notizen aus der schon erwähnten Dokumentation über die hundertzwanzig Frauenmorde.

Die Franz/Woyzeck-Wohnung (Arbeitszimmer, Küche, Bad und Schlafzimmer) baute die Bühnenbildnerin Mitra Nadjmabadi, und Guillaume Cailleau, Phillip Hohenwarter und Benjamin Krieg verfremdeten das Alles, v.a. bei den Protokollzitaten zwischendurch, durch visuelle Überblendungen.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass ein "alter" (guter!) Stücktext kaum durch einen "neueren" (weniger guten) je entkräftet werden könnte. Nein, nicht mal im Ansatz funktionierte so etwas. Aber man hatte sich aufs Redlichste bemüht.'' schreib Andre Sokolowski am 19. Dezember 2020 auf KULTURA-EXTRA

 

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