Kritik zu: Jenůfa
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''Der Staatsoper Unter den Linden - genauso sehr wie alle anderen Musik- und Sprechtheater dieser Welt unter der anhaltenden Pandemie-Fuchtel verzweifelt leidend - ist mit dieser (vorerst bloß auf virtuelle Weise per TV oder per Internet erlebbaren) Eigenproduktion ein sensationeller Extra-Wurf gelungen! Und das nicht allein, weil Simon Rattle hier dirigierte und weil unter seiner Leitung wieder mal die Staatskapelle Berlin zu exzessiver Höchstform auflief und weil außerdem der im Parkett und in den Rängen aufgestellte Staatsopernchor (Choreinstudierung: Martin Wright) geradezu perfekt und punktgenau mit dem doch ziemlich weit von ihm entfernten "Restgeschehen" im Orchestergraben oder auf der Bühne harmonierte und auch weil zudem eine Besetzung aufgeboten war, die nichts zu wünschen übrig ließ - nein, nicht nur daher, sondern wegen der (am Bildschirm/ unter Kopfhörern) erlebten und erfühlten insgesamten kollektiven Wuchtigkeit, dieser gesamtkunstwerkigen Besonderheit an sich!

Es ist kein Schöngesang, der einem durch die Ohren geht - aber die von ihm ausgehende und fast einschneidende Klangintensität wirkt derart überzeugend, dass bei den nicht einmal 2 Stunden Hör-/ Zusehdauer wahrhaftig kein Auge trocken bleibt. Herzrasen, unaufhörlich. Danke!'' schreibt Andre Sokolowski am 14. Februar 2021 auf KULTURA-EXTRA
Kritik zu: Der Freischütz
3 von 7 Personen fanden die Kritik hilfreich
''Das nach meinem unmaßgeblichen Dafürhalten vollkommen überbewertete Doppel-Genie Dmitri Tcherniakov , das bei allen seinen Inszenierungen sowohl Regie führt als auch alle Bühnenbilder selbst entwirft, knetete seinen Freischütz so zurecht, dass er im neoliberalistischen Milieu frei nach dem Motto "busi­ness as usu­al" zu spielen kam, Ort/ Zeit der Handlung sind bei ihm also inmitten einer Glas-Beton-Siedlung sich breit gemacht habenden Penthouse-Suite im Stil der Achtziger bis Neunziger (als Kohl noch Bundeskanzler war) gesetzt:

Kuno (Bálint Szabó) hat eine gut gehende Firma, wo sein angehender Schwiegersohn Max (Pavel Černoch) angestellter Arbeitnehmer ist. Auch Kaspar (Kyle Ketelsen), seines Zeichens Exsoldat mit psychotraumatischen Defekten und einer Tendenz zur Schizophrenie, arbeitet dort. Das Kuno-Töchterchen Agathe (Golda Schultz), das mit dem raffgierigen Buisness-Vater brach und von zuhause weggezogen war, freut sich trotz alledem auf seine Hochzeit. Beste Freundin Ännchen (Anna Prohaska), eine Art von Meryl Streep-Abklatsch à la Der Teufel trägt Prada, warnte immer schon vor "Kindern, Küche, Kirche", wollte also, dass die "dumme Pute" sich noch konsequenter von ihrem Scheißvater und vor allem aber ihrem Jammerlappen-Bräuigam in spe emanzipierte; vollkommen vergeblich - umso schöner klang es freilich aus der Golda-Zauberkehle, als sie "Leise, leise, fromme Weise!" anstimmte und ich währenddes Gänsehaut bekam!!'' schreibt Andre Sokolowski am 13. Februar 2021 auf KULTURA-EXTRA
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''Ich und 99 weitere live anwesende Vorstellungsbesucher - Maertens monologisierte vor einhundert Tablets, worauf die Gesichter seiner einmaligen Fangemeinde sehbar waren - folgten der verblüffend eindringlichen und mit ruhiger und sehr einfühlsamer Stimme abgehaltenen Performance des genialen Mimen; und im plötzlich aufgemachten Chatraum rechts vom Bild konnte man nachlesen, wie gut und treffend Schauspieler & Publikum während der knapp 50 Minuten Spieldauer gemeinsam harmonierten; auf die fast schon einschüchternde Maertensfrage "Woran werden Sie sterben?" antwortete einer aus der Runde schlicht und wahr: "An Einsamkeit."

Fast philosophisch. Und das galt und gilt gleichsam als Quintessenz für diese Livestream-Lehrstunde par excellence.'' schreibt Andre Sokolowski am 11. Februar 2021 auf KULTURA-EXTRA

 

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