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''In dem ersten Video ("Leugnen") sieht man über drei Minuten lang erst einmal nicht viel mehr als eine leere Bühne mit 'ner leeren Plasteflasche, Dutzenden von Glitzerschnipseln; außerdem vernimmt man unter Kopfhörern ein immer wieder abbrechendes, abreißendes Liedlein - plötzlich treten Springerstiefel auf; die Kamera erfasst die Springerstiefelträgerin, und justament wird allmählich "die ganze" Tina sichtbar, und sie trägt dann unter ihrem schwarzen Anzug eine weiße Rüschenbluse und ist außerdem mit einem Baseballschläger ausgestattet. Dann drischt sie (mit ihrem Baseballschläger) bis zum Schluss des ersten Videos pausenlos auf eine Teppichrolle ein, der sie zuvor noch, und in Augenhöhe, ein lachendes Filsstift-Face verpasste...

In dem zweiten Video ("Wut") ist Tina auf der Jagd nach einem ihr womöglich Orientierung bietenden grellweißen Lichtspot, ja und jedesmal, wenn sie ihn dann - zuerst im Dauerlauf, zum Ende hin dann mehr gemächlich - zu erreichen meinte, schaltet er sich fieserweise aus und leuchtet prompt an andrer Stelle wieder auf - - und Tina hin und her; und ihr gelang es also nicht, das Licht für sich zu okkupieren...'' schreibt Andre Sokolowski am 23. Februar 2021 auf KULTURA-EXTRA
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''So zieht sich das schützende Verwandlungsspiel von Actaeon und Diana über Teureus und Procne bis zu Peleus und Tetis. Ein immerwährender Akt männlicher Lust, der sich Frauen zu entziehen versuchen. Hosenschlitze werden im Takt hoch- und runtergezogen und Schauspielrinnen tanzen wie Sexpuppen. Aber Claudia Bauer verschneidet auch männliche Gier, Fraß und Perversion mit dem Kapitalismus. Im Text von John von Düffel zu Karin Henkels zum Theatertreffen eigeladener Inszenierung Beute Frauen Krieg kommt die Männerfantasie Helena, angeblicher Grund des Trojanischen Kriegs zu Wort. Aber vielleicht waren es ja doch ein eher wirtschaftliches Interessen. „Willkommen im Zeitalter der seltenen Erden.“ heißt da.

Witzig wird es noch einmal mit Fama, der Göttin des Gerüchts. Eine Welle von verschwörungstheoretischem Gemurmel („C:Ovid-19“), die nicht erst seit Corona aus den Tiefen des Internets schwappt. Herausragend noch ein Monolog von Emma Rönnebeck im Medusenkostüm mit Gedanken von René Polleschs derzeitigen Lieblingsphilosophin Donna Haraway zur Transformation der Menschheit ins „tentakuläre Zeitalter“. Tentakulär denken heißt das Fremde umarmen, anstatt zu bekämpfen. Human kommt hier von Humus. Die Menschheit als Kompost für neue Ideen. Das ist im Zeitalter der Klimakatastrophe, die sich hier am Ende mit der großen Sintflut ankündigt, eine schöne Utopie, aber am Ende tanzt mit Goethes Gesang der Geister über den Wassern doch wieder alles um die überdimensionalen Götterbüsten von Ex- und zukünftigen Volksbühnenintendanten. Verwandlung oder schöne Illusion? Neuanfang oder „Welcome tot he End“? Das kann dieser 2stündige Zwitter zwischen Theater und Netz noch nicht wirklich beantworten.'' schreibt Stefan Bock am 15. Februar 2021 auf KULTURA-EXTRA
Kritik zu: Jenůfa
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''Der Staatsoper Unter den Linden - genauso sehr wie alle anderen Musik- und Sprechtheater dieser Welt unter der anhaltenden Pandemie-Fuchtel verzweifelt leidend - ist mit dieser (vorerst bloß auf virtuelle Weise per TV oder per Internet erlebbaren) Eigenproduktion ein sensationeller Extra-Wurf gelungen! Und das nicht allein, weil Simon Rattle hier dirigierte und weil unter seiner Leitung wieder mal die Staatskapelle Berlin zu exzessiver Höchstform auflief und weil außerdem der im Parkett und in den Rängen aufgestellte Staatsopernchor (Choreinstudierung: Martin Wright) geradezu perfekt und punktgenau mit dem doch ziemlich weit von ihm entfernten "Restgeschehen" im Orchestergraben oder auf der Bühne harmonierte und auch weil zudem eine Besetzung aufgeboten war, die nichts zu wünschen übrig ließ - nein, nicht nur daher, sondern wegen der (am Bildschirm/ unter Kopfhörern) erlebten und erfühlten insgesamten kollektiven Wuchtigkeit, dieser gesamtkunstwerkigen Besonderheit an sich!

Es ist kein Schöngesang, der einem durch die Ohren geht - aber die von ihm ausgehende und fast einschneidende Klangintensität wirkt derart überzeugend, dass bei den nicht einmal 2 Stunden Hör-/ Zusehdauer wahrhaftig kein Auge trocken bleibt. Herzrasen, unaufhörlich. Danke!'' schreibt Andre Sokolowski am 14. Februar 2021 auf KULTURA-EXTRA

 

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