Stage Musicals
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''Die Crew um David Hermann (Regie), Jo Schramm (Bühnenbild) und Michaela Barth (Kostüme) tat sich auf das Spielerischste und vom Ausstattungsgrad her schier Opulenteste um ein nicht allzu ernstnehmbares Mord- und Blutklamöttelchen bemühen. 

Mit Lavinia Dames (als der Titel-"Hure" Annabella) war man auf das Vorzeig- und Vorhörbarste bedient! Koloraturgeübt auch Paula Ianic (als Philotis). Witzig Susan Maclean (als Annabellas Amme). Bei den Männern fielen Günes Gürle (als der Annabella-Vater), Bogdan Talos (als scharfrichtender Mönch) und Florian Simson (als Bürger von Parma) ins Gewicht; auch gut: Sami Luttinen (als Vasquez)! Allein den Bruder seiner Schwester (Jussi Myllys) konnte man vom Stimmlichen her sehr schwer wahrnehmen - aber vielleicht lag es auch daran, dass die von Lukas Beikircher dirigierten Düsseldorfer Symphoniker gelegentlich zu laut am Werke waren. 

Von der mit viel anderweitigen Werk- oder Stilzitaten durchgeflochtenen Musik her: Minimalster Wiedererkennungswert.'' schreibt Andre Sokolowski am 18. Februar 2019 auf KULTURA-EXTRA
Kritik zu: Kafka
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''Im Amerika-Roman des großen Eigenbrödlers gibts ein sog. Naturtheater von Oklahoma, dessen Betreiber Lohnkräfte "für niedrige technische Arbeiten" suchen. Romanheld Karl (sprich Kafka), welcher von Zuhause weg über den Großen Teich floh, will dort anheuern und kommt nicht allzu weit; wie meistens in der Kafka-Prosa sind auch hier sehr mysteriöse Türsteher und Wegverhinderer am Werk, die Karl (sprich Kafka) drangsalieren und bedrohen... Somit fängt der eineinviertelstündige Parcours-Trip, den die beiden hochsympathischen Kafka-und K-Vermittler Achim Conrad, Thomas Hupfer zur "Erklärung" ihres Lieblingsdichters, wie wir glatt vermuten, einer gut gelaunten und zahlreich erschienenen BesucherInnen-Gemeinde im Foyer und auf der Treppe und in den zwei Bühnenräumen vom FWT Köln stationenmäßig präsentieren. 

Und man kann sich hier ganz gut in jene angstschweißige Psyche Kafkas, der bekannter Maßen ja nicht nur mit sich, mit seinem groben Vater und mit seiner ihm verhassten Bürokraten-und-Bürowelt arg gesundheitsschädigender Weise ein Problem hatte, sondern auch noch mit der Bedrohung durch das andere Geschlecht an sich, hineinversetzen; und warum auch nicht. 

Kafka als Mensch scheint so mitunter noch "interessanter" als sein singuläres und bis heute zeitlos-aktuelles Prosawerk zu sein. Als Rand- und Nebenwissen - auch für die verständlichere Einordnung des individuellen Kafka-Oevres - taugt die Ausschlachtung der Künstlervita allemal.'' schreibt Andre Sokolowski am 18. Februar 2019 auf KULTURA-EXTRA
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''Nicht alles liegt in menschlicher Hand und man könnte an einen Gott glauben oder an ein Schicksal. Der Mensch Orpheus bleibt unsicher und kann sich nur im Spiegelbild erkennen, in der Betrachtung seiner selbst im Gegenüber. Aber wer an Gott glaubt, der hat es leichter, und die alte Paradiesgeschichte wird wieder und wieder belebt. Schließlich hat sie ihm den Apfel gereicht, wollte sie doch, dass er sich umdreht. Sein sexuelles Verlangen, welches aus den Augen sprach, lassen wir mal dahin gestellt. So erzählen wir immer wieder die gleiche Geschichte, die eigentlich keine Handlung hat. Und deshalb wirken manchmal die Tänze endlos und dann doch auch zeitlos. Sie tanzen sich durch die Bühnenelemente, welche gleichzeitig vor und zurück geschoben werden und Raum und Zeit außer Kraft setzen. 

Schöne Bühnenbilder, die eine leichte Wolke zaubern, geniale bewegliche Raumelemente mit Spiegeln inszenieren, welche verwirren und mit der Lichttechnik wundervolle farbige Stimmungen erzeugen. Hochzeit, Tod, Reue, die ganze Schmerzen reiche Palette menschlicher Gefühle. Entscheidendes Element natürlich das Orchester mit all den Musikern, den Streichern, den Sechzehntelnoten, den ekstatisch und hysterischen Melodien und dem sphärisch klingenden Chor. Sie schufen ein gigantisches Klanggemälde. Applaus für Dirigent Alessandro De Marchi. Sie halfen mit ihrer Kunst, dass wir an unsere Unsterblichkeit erinnert wurden. 

Hier haben wir also das Happy End, nach dem Motto: Alles wird gut! Und die Oper geht gut aus, weil es so weiter gehen soll wie bisher. Tosender Applaus.'' schreibt Liane Kampeter am 18. Februar 2019 auf KULTURA-EXTRA

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