Kritik zu: Edward II.
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Wie von Pinar Karabulut gewohnt, ist auch diese queere Splatter- und Intrigen-Soap ein Spiel mit Zitaten aus Popkultur und Filmgeschichte. Eine Anspielung jagt die nächste, stilistisch legt sich die Serie nie fest, sondern orientiert sich mal am italienischen Giallo, mal am Film Noir oder zitiert den Camp von John Waters, dem „Pope of Trash“. Ironisch spielt die Produktion mit den Konventionen der Serie: zu Beginn jeder neuen Episode, die zwischen 20 und 40 Minuten kurz sind, kommentiert eine Erzählerin aus dem Off launig, was zuletzt geschah, bevor der Plot den nächsten Haken schlägt.

Natürlich fehlt auch diesmal die politische Botschaft nicht, mit der Karabulut oft endet: als genug Kunstblut gespritzt und alle Figuren gemeuchelt sind, kommt Kristin Steffen, die zuvor den Ober-Intriganten Spencer spielte, als Johanna Slayer von Orleans zurück auf Bettina Pommers Filmset-Bühne und trägt ihren queer-feministischen „Are you are ready to be strong“-Empowerment-Aufruf vor.

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Szenisch passiert in dieser Mischung aus Konzert und Lecture Performance wenig: Johanna Bantzer sitzt am Tisch und trägt einen längeren Text vor, mal ruhig, mal atemlos. Kleine historische Exkurse zur Geschichte der Wettervorhersage verwebt sie mit Warnungen vor einem weiteren Anstieg der Erderwärmung. Thematisch ergänzt sich der kurze Abend sehr gut mit <Anthropos, Tyrann (Ödipus)>,  der letzten Premiere an der Volksbühne.

Die Krisen-Szenarien sind von einem Klangteppich unterlegt, den Ari Benjamin Meyers komponierte: ständige Repetitionen und anschwellende Lautstärke sind die Stilmittel, mit denen er auch bereits Ulrich Rasches <Räuber>-Inszenierung am Münchner Residenztheater" rel="nofollow" >Ulrich Rasches <Räuber>-Inszenierung am Münchner Residenztheater unterlegte, bei der sich das Ensemble auf gewaltigen, sich unermüdlich drehenden Walzen und Laufbändern abmühte.

Leider fehlt Ursula Werner, die an den Proben beteiligt war, in diesem Konzert-Mitschnitt, der vor einem Jahr in der geschlossenen Volksbühne während des 1. Lockdowns aufgezeichnet wurde.
Kritik zu: Futuralgia
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Futuralgia wirft einen Blick auf die Selbstinszenierung im Netz, auf all die Online-Yoga-Kurse und YouTube-Workouts, die in den -Monaten so rege genutzt wurden, weil Fitness-Studios dicht gemacht und auch Yogaschulen geschlossen wurden.

Das „Unusal Symptoms“-Ensemble des Theaters Bremen studierte diese Bewegungsmuster und Selbstinszenierungs-Strategien aus den Web-Tutorials und ahmt sie in im Kleinen Haus des Bremer Theaters nach. Sehr still und präzise beginnt die Choreographie, analytisch, fast verkopft wirkt die Herangehensweise.

Bunter und lebendiger ist der zweite Teil des mit einer knappen Stunde recht kurzen Abends, in dem das Ensemble die Teenie-Welt von TikTok mit ihren Codes ins Visier nimmt: zwischen YouTube-Cover-Songs und TikTok-Reenactments wird der Schauwert der Inszenierung größer.

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