Kritik zu: Metamorphosen
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Mehr als drei pausenlose Stunden mäandert dieses ausufernde Werk und vor allem in der zweiten Hälfte gibt es allzu viele Längen.

Was die Basler „Metamorphosen“-Arbeit dennoch bemerkenswert macht, ist die Spielfreude des tollen Ensembles, das Nunes bei seinem schwierigen Einstand als Schauspieldirektor wenige Wochen vor dem zweiten Lockdown vorstellte: hier hat sich eine sehr spannende Truppe aus alten Weggefährten, Shootingstars, Quereinsteigern und neuen Gesichtern zusammengefunden.

Gemeinsam mit dieser bunten Truppe hat Nunes einen ideenreichen Abend entwickelt, in dem zwar nicht jeder Gag zündet und nicht jede Szene stimmig ist, in seinem wilden Assoziations-Übermut aber durchaus unterhält. Auch während seiner Zeit als Hausregisseur am Thalia Theater gab es manche Nunes-Abende, die sich verzettelten und zu viel wollten. Das ist auch das Manko dieser „Metamorphosen“. Aber schon in Hamburg glückten Nunes immer wieder tolle Abende, die lange im Gedächtnis bleiben, und diese spannende Mischung aus erfahrenen Profis und interessanten Talente lässt für Basel einiges erhoffen, das weit über die Nordwest-Schweiz hinausstrahlen könnte.


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Kritik zu: Die Hydra
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Hier ein kleines Proben-Geplänkel mit den Musikern Moritz Bossmann, Michael Graessner und Sandro Tajouri über den richtigen Sound und die optimale Ausrichtung der Anlage, dort ein paar Reflexionen über Gott, die Welt, die Kunst, das Arbeitsethos bei Max Weber. War die Bühne anfangs völlig leer, so wird im Lauf der Inszenierung eifrig gewerkelt und geräumt, werden alte, schwere Möbel verschoben oder verrückt, Im nächsten Moment schlüpft Hüller in ein pinkes Kostüm und lässt ihre Müller-Rezitation pantomimisch von ihren männlichen Side-Kicks in clownesken Kostümen begleiten.

Tom Schneiders Inszenierung setzt darauf, die Erwartungen ironisch zu unterlaufen. Oft wird nur ganz beiläufig gesprochen, das schroffe Heiner Müller-Pathos wird bewusst unterspielt. Nach ihrer bejubelten „Bilder deiner großen Liebe“-Konzert-Version, die vom Zürcher Theater Neumarkt aus über die Festivals der deutschsprachigen Theaterszene tourte, ist diese zweite Zusammenarbeit von Schneider und Hüller eine skurril-versponnene Müller-Hommage.

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Kritik zu: Medea*
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Einzelne Passagen aus der Euripides-Übersetzung werden zum Selbstbespiegelungs-Monolog einer Verzweifelten gesampelt, die sich in der letzten Szene unter Stiermaske in ihrer Ausweglosigkeit in die Ermordung ihrer Kinder hineinsteigert.

Der kurze Abend hat den Charme des Unfertigen, wirkt wie eine kleine Off-Theater-Produktion. Viele Passagen sind improvisiert, meist landet der Abend dann in seichten, albernen Gewässern.

Das ganze Konstrukt dieser „Medea*“-Überschreibung wirkt wie eine Fußnote zu differenzierteren Medea-Auseinandersetzungen wie z.B. von Christa Wolf. In den ernsteren Momenten ist diese Mythen-Auseinandersetzung nicht sonderlich originell, sondern bleibt im vertrauten Fahrwassser früherer Antiken-Überschreibungen. In ihren albernen Passagen ist der Abend deutlich zu leichtgewichtig, so dass die Entscheidung der Jury, „Medea*“ als eine der zehn bemerkenswerten Inszenierungen dieser Corona-Spielzeit zum Theatertreffen 2021 einzuladen, fragwürdig ist.

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