Kritik zu: Twin Speaks
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Schon im ersten Corona-Lockdown verlegte die Gruppe Vorschlag:Hammer ihre Produktion "Twin Speaks" in den digitalen Raum, nutzte dafür allerdings die Daten-Krake Telegram.

In drei Episoden mit viel vorproduziertem Video-Material erzählen sie von den Ermittlungen eines ungleichen Kommisars-Duos, nachdem das beschauliche Birsfelden vom Fund einer Teenager-Leiche aufgewühlt wurde. Mit ironischen Anspielungen auf die Kult-Serie <Twin Peaks> von David Lynch und auf das sonntägliche <Tatort>-Ritual stolpert das Duo durch die Ermittlungen und stochert im Nebel.

Charakteristisch für diese Freie Szene-Produktion ist ihr schrulliger Humor, der jedoch selten so schöne Momente produziert wie das Aufeinandertreffen des Ermittler-Duos mit einer Seniorinnen-Gruppe, die sich <Krähen> nennen und die Fragesteller mit spöttischen Orakelsprüchen verwirren.

Interaktiv wird die Produktion nur in den Pausen: die Teilnehmer sind eingeladen, im Chat zu spekulieren und abzustimmen, wer wohl der Täter war.
Kritik zu: YESTER:NOW
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80 Minuten lang performt das Ensemble eine assoziative Collage zur Pop- und Protestkultur. Die Stimmung schwankt zwischen 68er-Revolte- und Bürgerrechtsbewegungs-Pathos mit der Hymne <We shall overcome>, Party-Stimmung zu einer tollen <Let the bodies on the floor>-Choreographie und einem Nackt-Happening, bei dem die Tänzerinnen und Tänzer minutenlang zwischen den leeren Sitzreihen des Münchner Gasteig flitzen.

Die Choreographie ist stets unterhaltsam und sorgt nach dem Motto <Subtil war gestern – it’s showtime, baby!> für Party-Stimmung im tristen Lockdown, kratzt aber nur an der Oberfläche ihrer Themen Protest und Politik.

Recht beliebig werden Symbole und Songs, die jeder kennt, zu einer Zeitreise durch Popkultur und jüngere Geschichte zusammengesampelt.
Kritik zu: Iwanow
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Als Meister der Langsamkeit zelebrieren Johan Simons und sein aus Hamburg angereister Star, der Ifflandring-Träger, Jens Harzer diese dreistündige Elegie, die gefühlt noch viel länger dauert.

Ist Tschechows <Iwanow> eine Komödie oder eine Tragödie? Hier wollte sich der russische Dramatiker nicht festlegen, stellte das Stück ursprünglich als Komödie vor, veröffentlichte es aber schließlich als Tragödie. In der Bochumer Inszenierung von Johan Simons überwiegen jedoch ganz klar die tragischen Momente: die Figuren stecken tief in ihrem Weltschmerz und ihrer Langeweile, über die sie schier endlos räsonieren. Es gibt deutlich weniger komische Lichtblicke als in der Inszenierung von Karin Beier mit Devid Striesow, die am selben Wochenende am Schauspielhaus Hamburg Premiere hatte.

 

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