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Eugen Ruges autobiographischer Roman In Zeiten des abnehmenden Lichtsgewann 2011 den Deutschen Buchpreis und eroberte die Bestsellerlisten. In einer kunstvollen Montagetechnik, die zwischen den verschiedenen Zeitebenen springt, schildert er den Untergang des real existierenden Sozialismus und wie eine Familie mit dem Verblassen des kommunistischen Traums von einer besseren Welt umgeht.

Der Autor schrieb selbst die Theaterauffassung, die im Februar 2013 ihre Uraufführung am Deutschen Theater Berlin in der Regie von Stephan Kimmig" rel="nofollow" >Stephan Kimmig erlebte. Die Bühnenadaption ahmt die Zeitsprünge der Romanvorlage streng nach, ein herbstlich-melancholischer Moll-Grundton durchzieht die dreistündige Vorstellung, die aber auch einige unnötige Längen hat. Margit Bendokat in ihrer Paraderolle als schrullige Großmutter und Christian Grashof als linientreuer Alt-Kommunist, der Gorbatschow als Verräter sieht, lockern die Schilderung der DDR-Tristesse etwas auf.

Ärgerlich waren die Rauchschwaden, die von der Bühne ins Publikum zogen.

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Kritik zu: Hedda Gabler
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Diese Inszenierung schwelgt in Kostümen (der Auftritt von Nina Hoss in der Titelrolle mit ihrem Schmetterlings-Kostüm in ihrer letzten Inszenierung als DT-Ensemble-Mitglied vor ihrem Wechsel an die Schaubühne bleibt in Erinnerung), bietet bonbonbunte Bühnenbilder, die zwischen Biedermeier und stylischer Lounge wechseln, sie setzt – wie seit Castorf üblich – Videoaufnahmen ein und die Schauspieler greifen schon mal zur E-Gitarre oder singen mit erstaunlich guten Stimmen.

Vor allem glänzen Nina Hoss als unnahbare Diva, die ihre Intrigen spinnt, ihre spöttischen Einwürfe von der Seite als bösartige Hiebe setzt und am Ende alle in den Untergang reißt, und Bernd Moss als schmieriger Amtsgerichtsrat Dr. Brack, der hinter der Fassade des Biedermanns nur nach der nächsten Affäre Ausschau hält.

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Anfang März wollte der Abschlussjahrgang der Theaterakademie August Everding mit den Proben für „Wir sind noch einmal davongekommen“ von Thornton Wilder beginnen. Doch wie so vielen anderen Projekten machte Corona auch dieser Aufführung einen Strich durch die Rechnung. Sie gaben aber nicht auf, sondern studierten via Skype unter der Regie von Marcel Kohler eine Live-Stream-Version des Stücks ein, die kurz nach Ostern Premiere hatte und nur wenige Male aus den Wohnungen vor der Webcam gespielt wurde.
 
Das Team experimentiert mit einigen Ideen, wie Theater in Zeiten ohne Corona und ohne Live-Präsenz aussehen könnte. Ein Kniff des Streams ist z.B., dass Tonspur und Bilder getrennt sind. Männerstimmen sprechen die Texte, während weibliche Spielerinnen im Live-Video die Lippen bewegen. Die Inszenierung spielt auf typische Corona-Phänomene an: gehamsterte Nudeln, Desinfektionsmittel, mit dem sich die Spieler*innen nach dem  Niesanfall einer Protagonistin die Hände einreiben. Gegen Ende flimmert viel Politprominenz über die Bildschirme: Greta, Bolsonaro, Trump, Johnson, etc.
 
Dennoch bleibt als Fazit aus diesem Experiment: Der Live-Stream-Version fehlt die echte Reibung zwischen den Akteur*innen. Das aus Videokonferenzen bis zum Überdruss bekannte Nebeneinander der Gesichter, die sich hinter Clowns-Schminke oder Playmobil-Masken verstecken, macht schmerzhaft deutlich, wie groß die Lücke zum aus Vor-Corona-Zeiten gewohnten Theatererlebnis ist.

 

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