0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Suse Wächter wurde eingeladen, mit ihren Puppen aus der Reihe „Helden des 20. Jahrhunderts“ kurze Musik-Video-Clips zu Texten und Liedern von Brecht/Weill zu performen. Den Auftakt macht sie mit Rosa Luxemburg am Ufer des Landwehr-Kanals und der „Ballade vom ertrunkenen Mädchen“, die der junge Brecht zu Ehren der ermordeten sozialistischen Polit-Ikone bereits 1919 schrieb.

Die erhoffte Leichtigkeit zieht erst im zweiten Clip des Abends ein: die Puppe des Star-Tenors Luciano Pavarotti lässt sich von Suse Wächter auf der Massage-Bank in der Kabine des Stadions an der Alten Försterei von Union Berlin durchkneten, liefert sich mit ihr munteren Small-Talk über das Lampenfieber und schmettert Brechts berühmte „Kinderhymne“. Die kabarettistische Puppentheater-Revue von Suse Wächter war somit ein Highlight des Brechtfestivals, wie auch Stefan Keim in seiner <Fazit>-Hörfunk-Kritik hervorhob.

Weiterlesen
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Beide Texte sind thematisch eng verwandt: sie erzählen von dem langsamen Prozess, in dem die jeweilige Protagonistin sich der Ungerechtigkeit der kapitalistischen Produktionsprozesse bewusst wird. In Brechts Lehrstück wandelt sich eine Proletarierin im Zarenreich zur Klassenkämpferin, das Tagebuch von Simone Weil zeichnet nach, wie sich der Blick der Tochter aus großbürgerlichem, jüdischem Haus für soziale Gegensätze schärfte.

In seiner Umsetzung kam der Theater-Kurzfilm „Fabriktagebuch/Die Mutter“ jedoch nicht über eine Fingerübung hinaus: Die Passagen aus Weils Tagebüchern liest Harfouch am Schreibtisch sitzend. Die Auszüge aus „Die Mutter“, die dazwischengeschaltet werden, sind kleine, launige Miniaturen, in denen wenig vom revolutionären Impetus bleibt, der legendäre Inszenierungen dieses Brecht-Dramas wie z.B. Peter Steins/Frank-Patrick Steckels Aufführung mit Therese Giese in der Hauptrolle an der Schaubühne im Jahr 1970 auszeichnet.

Weiterlesen
„Ich bin ein Dreck“, stöhnt Stefanie Reinsperger im gleichnamigen Theaterfilm und robbt sich mit vollem Körpereinsatz durch das Herbst-Laub. In einer sichtlich heruntergekommenen Dusche wartet bereits Wolfgang Michael, der wie Reinsperger am Berliner Ensemble engagiert ist. 

In dieser assoziativen Collage, die Reinsperger gemeinsam mit Akin Isletme konzipierte, treffen kurze Auszüge aus Brecht-Tagebüchern und Schnipsel seiner Dramen auf Texte seiner Geliebten und Co-Autorinnen. Mal schlüpft Reinsperger in die Rolle der Magd Grusche aus Brechts „Der kaukasische Kreidekreis“, mit der sie 2017 ihren Einstand am Berliner Ensemble feierte, mal rezitiert Michael verzweifelte Brecht-Sätze.

Die sehr verqualmte kurze Collage ist aber zu sprunghaft, die Anordnung der Texte wirkt recht willkürlich, so dass der Film weniger eindringlich wirkt als erhofft.

Weiterlesen

 

Preis: €14,95 €11,95

UNSERE BÜCHER
ALS PDF-DATEI

AUSWAHL

 

Preis: €14,95 €11,95

 


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN





AUF DER BÜHNE © 2021

AUF DER BÜHNE

Auf der Bühne

TICKETS KAUFEN
eventim


PDF-Datei: 11,95 € 8,95 €
Weitere Formate auf
Amazon & Google:
Kindle eBook
Taschenbuch
Google eBook

WEITERE BÜCHER


ANZEIGE

3.3
Durchschnittsnote aller Stücke
5 846+
4 1891+
3 1686+
2 1073+
1 427+
Kritiken: 2937

PDF-Datei: 22,60 € 16,95 €

Weitere Formate auf Amazon & Google Play:
Kindle eBook - Taschenbuch - Google eBook


UNSERE BÜCHER ALS PDF-DATEI

AUSWAHL


UNSER PARTNER

BUCH ALS PDF-DATEI
Toggle Bar
X

Right Click

No right click