Saure Gurke
KRITIKEN
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Ich war dabei in der SO! Mir hat der Abend nicht gefallen und die im Nachgang von mir konsumierten Musikkritiken haben mich veranlasst, zu schreiben, in der Hoffnung etwas zu verändern.
Warum darf in unseren „Qualitätsmedien“ keine ehrliche Kritik stehen?  Immer grosser Konsens ( Groko like)
Die vorliegenden Kritikermeinungen gehen so erheblich auseinander, und sind zumeist überaus wohlwollend und viel zu positiv. Herr Friedrich ist total zufrieden mit allen Akteuren. Herr Sokolowski  hadert mit dem Dirigenten. Am ehesten kann ich Herrn Scholz beipflichten.
Seit Jahren beobachte ich den qualitativen Verfall in der SO. Die Wunderharfe kann die Defizite keineswegs ausgleichen. 
Musikkritik ist meiner Meinung nach nicht mehr unabhängig und dient, diese Defizite zu kaschieren.

Aber was war das für eine „ Tote Stadt“:  extrem langweilige Inszenierung, entweder allein gelassene Titelhelden, einfallslose Videoinstallation insbesondere der Prozessionsszene....oder unfähige Darsteller.
Die Oper so zu interpretieren im Kontext der Adventszeit .?
Alles hoffnungslos.
Tatsächlich sehr dominantes Orchester. D. Jurowski  kennt sich aber aus mit den Komponisten dieser Zeit.
Ich meine, wir hatten es eher mit total überforderten Sängern zu tun (Uhl und Fritz, als Muttersprachler komplett textunverständlich. )
Christa Mayer und Christoph Pohl haben es geschafft  „gegen“ das Orchster anzusingen,  super gelungen.
Nun, es ist was dran, bald wird die Oper aussterben, weil wir keine geeigneten Sänger haben.Diese lassen sich unbeirrt Verleiten zu Partien, denen sie noch nicht gewachsen sind.
Und die Musikkritik ist mit dabei, indem allzu intensive  Schönschreiberei das  Verderben der Sänger unterstützt. Und da es um Kommerz geht und nicht um Kunst und die Künstler abhängig sind, kann man es ihnen nicht verübeln, dass sie sich still verhalten. 
Gehen Sie hin und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.