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In Meister Hobels Uhrenladen gehen alle Uhren brav, folgsam und ordentlich im Einklang. So soll es ja auch sein. Aber das war nicht immer so, weiß der weise alte Meister zu erzählen. Einst haben die Uhren den Aufstand geprobt! Unbeachtet von den Menschen, denen sie doch jeden Tag so oft helfen, waren sie so unzufrieden, dass sie in den Streit traten. alle Uhren auf der ganzen Welt einigten sich darauf, plötzlich falsch zu gehen! Niemand wusste mehr wie spät es war! Aber die Uhren konnten sich nur kurz über ihren Erfolg freuen, gleich kamen erste Meldungen herein, dass die Leute wütend wurden, Köche kündigten, weil das Essen nicht mehr punktgenau zubereitet werden konnte, Flüge und Bahnfahrten fielen aus. Familien steckten im Winterurlaub fest und kamen nicht mehr heim! Das große Silvesterfest sollte gar abgesagt werden, weil niemand ganz genau wusste, wann man denn nun eigentlich mit dem Countdown anfangen musste!
Schnell tut es den Uhren leid. Aber als sie ihren Fehler wieder gutmachen wollen und sich alle wieder auf die richtige Zeit einstellen, da fällt ihnen mit Schrecken ein, dass sie die richtige Zeit ja gar nicht kennen! Schließlich sind sie ja nun alle verstellt! Was nun? Der Anführer der Aufständischen, eine ernsthafte Uhr namens Wasserdicht, schmiedet einen Plan, um alles wieder ins Lot zu bringen: eine mutige kleine Truppe will sich aufmachen, in den Ur-Wald! Denn das ist offensichtlich der Geburtsort der Uhren! Oder doch nicht? Wissen vielleicht die Spieluhren die Zeit? Oder eine Sonnenuhr? Können die tapferen Uhren ihren Fehler wieder bereinigen und sich richtig einstellen?
Adventszeit ist Zimt & Zauber-Zeit für mich, ich bin jedes Jahr bei dieser tollen Showreihe im Wintergarten dabei, die mit den Zirkuskindern vom CABUWAZI Springling Zirkus und von den Berliner Märchentagen auf die Bühne gebracht wird. Die Kinder sind in jedem Jahr wieder so atemberaubend gut, dass es mich sprachlos macht! Sie stehen in ihrem Können gestandenen Artisten wirklich in nichts nach, egal ob sie auf dem Trampolin, mit Seilen oder in der Luft agieren! Sie sind absolut furchtlos und haben in ihrem Alter schon eine wahnsinnige Bühnenpräsenz! Da macht das Zuschauen in jedem Alter so richtig Spaß und die Kinder im Publikum sind natürlich hin und weg, vor allem, wenn sie ein wenig mitmachen dürfen, indem sie zum Beispiel den richtigen Weg weisen sollen!
Aber die erwachsenen Gäste sind in diesem Jahr auch wieder toll, es gibt Breakdance von den Battle Beasts, Steptanz und Gesang von Natascha Fiedler und Camilla Elisabeth Bergmann, Wasserdicht wird von Impro-Schauspieler Leon Düvel und der Alte Wecker, der sich als Retter in der Not herausstellt, von Comedian und Moderator Ulli Lohr dargestellt.
Tolle, kunterbunte, spannende und witzige Kindershow mit viel Artistik und Musik. Nicht ganz 1,5 Stunden, ohne Pause, genau wie es die kleinen Gäste mögen. Statt Service am Tisch gibt es im Vorraum duftendes Popcorn, Brezeln und leckeren Kuchen, sowie Kaffee für Mama, Tante und Oma.
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Ich bin ja sowieso und seit jeher ein großer Fan von New Circus, von Artistik und Varieté. Und am allerliebsten mag ich es, wenn ein Hauch von alten Zeiten durch den Saal schwebt, wenn große Gesten, prachtvolle Kostüme und donnernde Stimmen an Grandeur, Glanz und Zauber erinnern, an Zeiten als das Publikum in großer Robe zur Show erschien und perlenden Champagner aus Kristallschalen trank, während der Conférencier einen Programmhöhepunkt nach dem anderen anpries.
Und wo sonst kann man Geschichte so schön zelebrieren wie im Wintergarten Varieté, wo bereits im Jahre 1888 die ersten Akrobaten und Zauberkünstler aus aller Welt auf der Bühne standen. Und für sie, für diese großen Stars des Varieté, ist die neue Show am Wintergarten nun entstanden: eine Hommage, eine Verbeugung, ein Handkuss.
Es beginnt zauberhaft, ein einzelner Scheinwerfer, ein elegant tänzelnder Clown mit feinen Gesten: Crsto – Kennern schon aus vorangegangenen Wintergarten Shows ein Begriff. Er wird für uns auch noch Send in the clowns schnurren, hach, ein wunderbarer Einstieg in eine grandiose Show, bei der es Schlag auf Schlag kommt: Handstandartistik auf höchstem Niveau mit chinesischer Teufelsmaske. Alexander Veligosha hat merklich Spaß daran, seinen Körper auf unglaubliche Art und Weise zu verrenken! Das Duo Minasov zeigt etwas, was immer ein bisschen unspektakulär klingt: Quick Change, blitzschnelles Umziehen. Die beiden machen das in einem so derart rasanten Tempo, es ist unglaublich, wirklich! Von den Werbeplakaten ist er uns schon bekannt: Andrej Ivakhnenko, das merkwürdige rote Stacheltier. Was soll ich euch sagen. Er steht für atemlose Sekunden auf einer Leiter. Auf dem Schlappseil! Oben drauf!
Durch das Programm führt übrigens der Zauberkünstler Thomas Otto, der uns natürlich ebenfalls mit seinen Tricks zum Staunen bringt. Das wird allerdings nicht so bleiben, die Moderatoren wechseln im Laufe der Spielzeit mehrmals. Im Dezember und Januar zum Beispiel wird die wunderbare Sophie Berner durch das Programm führen, zur Premiere steuerte sie bereits einen Song bei. Man konnte sie gerade erst im Tipi am Kanzleramt als Sally Bowles bewundern und sie war einfach umwerfend! Da auch die Künstler sich nochmal ändern werden, werde ich mir Staunen auf jeden Fall im Winter erneut anschauen, das ist klar! Strahlemann & Söhne revolutioniert mal eben die Jonglagewelt, indem sie erst zusammen die gleichen Keulen schleudern, nicht hin und her, sondern tatsächlich zusammen. Und dann tauschen sie mal eben die Kleidung, also ziehen sich aus und die Kleider ihres Mitspielers wieder an und das alles, während die Jonglagekeulen zwischen ihnen hin und her fliegen! Das Duo Leosvel & Diosmani fliegt dagegen selbst. Am Chinesischen Mast, an dem die Kunststücke sowieso immer beeindruckend sind, setzten sie allem, was ich bisher gesehen habe, nochmal die Krone auf.
Wer jetzt vom Lesen schon erschöpft ist und denkt, da kann eigentlich nicht mehr kommen, dem muss ich jetzt noch die Maraschinokirsche auf die Sahne legen: das Duo Elja schwebt engelsgleich und in perfekter Synchronität am Trapez über unsere Köpfe hinweg. Zauberkünstler Otto Wessely und seine bezaubernde Partnerin scheinen überaus alberne Slapstickzauberei zu zeigen, bei der gerne auch mal etwas schiefgeht. Aber bei all der Albernheit zieht der Zaubermeister dann mal eben nonchalant eine lange Kette von Rasierklingen aus seinem Mund. Bäm!
Alles in allem eine wunderschöne und sehr beeindruckende Show mit einem guten Löffel Nostalgie und Zauber der vergangenen Zeiten bestreut. Für Varietékenner und Circusneulinge gleichermaßen ein Genuss.

Nicole Haarhoff
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Das Wintermärchen hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, weil es mir nämlich vor vielen Jahren den Weg zur Ballettliebhaberin freimachte. Ich stand dem Spitzentanz eher skeptisch gegenüber, bis ich dann eine Live-Übertragung aus dem Royal Opera House sah, dass mich wirklich zu Tränen rührte. Eine solch ergreifende, zu Herzen gehende Aufführung, danach war ich dem Ballett gegenüber sehr viel offener und aufgeschlossener. 

Umso größer meine Freude, dass meine liebste Shakespeare-Truppe, die Company, das Stück aufführte. Ihre Herangehensweise an die klassischen Werke, ihre fantasievollen Kostüme und vor allem das wirkungsvolle Einbringen von Musik, das die Shakespeare Company in all ihren Stücken so virtuos und untypisch (Hier fehlt ein Wort. .. machen? Aber dann wäre es zwei mal machen), machen sie zu etwas ganz Besonderem im Berliner Theaterkosmos. Und auch beim Wintermärchen wurden meine sehr hohen Erwartungen wieder übertroffen: 

Leontes (Nico Selbach), der König von Sizilien ist seit seiner frühsten Kindheit mit dem König von Böhmen, Polixenes (Thilo Herrmann), eng befreundet. Auch Leontes' Frau Hermione (Katharina Kwaschik) mag den Jugendfreund ihres Mannes. Etwas zu sehr, wie der eifersüchtige Monarch plötzlich glaubt, nach jahrelanger Freundschaft. Alles erscheint ihm nun suspekt und die Zweifel treiben ihn schließlich gar dazu, einen Mörder (Johanna-Julia Spitzer) auf seinen guten Freund anzusetzen! Der macht allerdings gemeinsame Sache mit Polixenes und flüchtet mit ihm nach Böhmen, anstatt ihn zu töten. Leontes Wut richtet sich daher auf Hermione, er lässt die vollkommen verblüffte, hochschwangere Frau verhaften und in den Kerker werfen. Auch an seiner Vaterschaft ihres gemeinsamen Sohnes Mamilius, den er zuvor noch zärtlich liebte, zweifelt er nun plötzlich. Der Junge stirbt mit gebrochenem Herzen und die Mutter folgt dem geliebten Kind direkt nach. Leontes bleibt allein zurück, von Gewissensbissen und Zweifeln geplagt. Nun lebt nur noch seine kleine, neugeborene Tochter, die er in der Wildnis hat aussetzen lassen und das Orakel von Delphi weissagt ihm, dass er erst dann einen Erben bekommen würde, wenn wiedergefunden werde, was verloren sei... 

Wer nun glaubt, dass dies ein niederschmetternd trauriges Stück sei, der hat die Rechnung ohne die Shakespeare Company gemacht! Vor allem Johanna-Julia hat einige grandiose Rollen, die sehr witzig angelegt sind, ob nun der zurückhaltende Mörder, der etwas dusselige Schäferssohn oder die resolute Paulina, die für ihre Herrin und Freundin Hermione einsteht, als es sonst keiner tut. Insgesamt eine wunderschöne, märchenhafte Romanze mit Puppenspiel, Musik und Gesang, sowie (wie immer eigentlich) tollen Kostümen.

 

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