Kritik zu: Glücksjäger
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Die schöne, gemütlich-kuschelige Zeit des Schlemmens und Genießens fängt jetzt an! Auf dem Ku’Damm glänzen und glitzern die Weihnachtslichter und was könnte schöner sein, als in der Vorweihnachtszeit mal so richtig die Seele baumeln und sich von vorne bis hinten verwöhnen zu lassen. Oder einem geliebten Menschen einen Rumdum-Wohlfühl-Abend zu spendieren: bei der Palazzo Dinnershow „Glücksjäger“.
Für das Herz
Im Frühjahr war ich zum ersten Mal zu Gast, meinen begeisterten Bericht kann man hier nachlesen und seitdem habe ich mich schon das ganze Jahr über auf die neue Saison und die neue Show gefreut! Nun ist es endlich so weit, das Spiegelzelt am Zoologischen Garten hat sich frisch herausgeputzt und erwartet den Besucher mit weit offenen Armen. Denn eines muss man wirklich sagen: Ganz abgesehen von der sehr guten Küche und dem großartigen Showprogramm machen auch alle anderen Beteiligten für jeden Gast diesen Abend zu einem ganz besonderen! Das beginnt gleich beim herzlichen Empfang an der Tür und im Saal und geht den ganzen Abend über weiter bei den überaus herzlichen und zuvorkommenden Damen und Herren des Service, die einem jeden Wunsch von den Augen ablesen.
Für den Magen
Das Menü ist wieder wundervoll, in dieser Saison gibt es Tempura-Garnela als Vorspeise, danach Kürbis-Paprikasuppe, in meinem Fall mit gebackenem Ei (eigentlich mit Lachsforelle), die war delikat, ganz leicht pikant. Der Hauptgang ist Sauerbraten vom Rinderfilet, dazu Schwarzbrotknödel, Wildfeige, Ringelbete und Schmorpraline, ebenfalls sehr lecker, aber die Gebackene Orangencreme zum Dessert – nicht von dieser Welt!
Für die Seele
Glücksjäger heißt die neue Show und das Glück in all seinen Formen ist auch das Thema des Abend. Der Schauspieler Sven Riemann gibt den Gastgeber, als Hoteldirektor stellt er uns nacheinander seine illustren Gäste und seine recht speziellen Mitarbeiter vor: Das Comedy-Duo Naked Lunch zum Beispiel, bestehend aus Colm O’Grady und Simon Llewellyn, die den Chefkoch und einen abgehalfterten Sportstar mimen. Oder Joel Baker, der dem Direktor als Portier mit Rat und Tat zur Seite steht – oder es zumindest versucht, manchmal turnt er auch auf dem Kronleuchter unter dem Zelthimmel herum! Die reiche Erbin wird von Kaelyn Schmitt gegeben, die am Tanztrapez eine unheimlich schwungvolle Darbietung zeigt, Mario Espanol und Carlos Zaspel beeindrucken am Flying Pole und am Chinesischen Mast! Mandi Orozco und Lorant Markosany präsentieren romantisch-kraftvolle Luftakrobatik und Mandi beeindruckt außerdem mit einer sehr ungewöhnlichen Kontorsion-Performance auf einem Laufband! Immer wieder spannend, dass es auch für Artistikfreunde immer noch Neues zu entdecken gibt! Weitere beeindruckende Acts sind Yuliia LYtvynchuk (Kontorsion), Brandon Rabe (Close Up Zauberei) und Kai Hou, der im Salto durch einen Reifen fliegt, den ein 2 Meter großer Gast hochhält! Da bewundere ich nicht nur den Artisten, sondern auch den mutigen Gast!
Für alle Sinne
Marion Feichter untermalt den großartigen Abend gemeinsam mit The Fortune Four (Sebastian Henzl, Joda Foerster, Julian Domke und Sebastian Feurer). Wunderbare Stimme, tolle Songauswahl und sexy Bühnenpräsenz! Rosa Haar rockt! Insgesamt ein grandioser Abend für alle Sinne, man fühlt sich als Gast gehegt und gepflegt, verwöhnt und beeindruckt. Die Auswahl der Künstler auf der Bühne ist genau wie auch schon in der letzten Saison außergewöhnlich, die Musik ist toll und das Menü deliziös!
Nicole Haarhoff
Kritik zu: Circa's Peepshow
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Ich sehe unheimlich gern Artistik. Als unsportlichster Mensch der Welt ist es für mich ein ganz besonderes Wunder, zu sehen, zu was Menschen in der Lage sind. Wohin sie mit unheimlich viel Arbeit, Hingabe, Ausdauer und Willen kommen können, wie sie ihren Körper formen und trainieren können. Ich kann mir nur vage vorstellen, wie viele Jahre ständiger und harter Arbeit hinter dem stecken, was dann so schwerelos und mühelos auf der Bühne aussieht.
„Peepshow“ suggeriert etwas Sexuelles und natürlich bedeutet Artistik knappe Kostüme. Nackte Haut. Aber Sex? Ich habe mich schon oft bei Artistikvorstellungen dabei ertappt, dass ich dachte, das war sehr schön, aber sie hatten eindeutig zu viel an. Und das war gar nicht anzüglich gemeint, sondern mir fehlte der Blick auf das Arbeitsmaterial, sprich, auf den Körper. Die Artisten der Zirkuscompagnie Circa aus Australien erlauben in ihrer neuen Show Circa’s Peepshow einen Blick. Einen Blick überallhin. Aber erotisch? Erotisch sind nur einzelne Teile der Show, die, in denen ein Blick, eine Geste der auftretenden Künstler aus ihrer Körperkunst etwas Anzügliches machen, für einen kurzen schillernden Moment. Ansonsten ist es Schönheit und Eleganz, Kraft und Anmut und vor allem vollkommene Vertrautheit. Auch wenn man ab und zu die leisen Kommandos hört, die die Artisten einander zurufen, im Großen und Ganzen wirkt es, als könne die Truppe einander blind vertrauen.
Durch einen silbernen Glitzervorhang hindurch betreten sie mal einzeln, mal gemeinsam, mal aufreizend langsam, mal kullernd im Purzelbaum die Bühne und zeigen ihr Können auch mal allein, aber meistens zusammen. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen den Geschlechtern, mal sind die Frauen stark und die Männer sanft, mal schwingt die Kleinste in der Runde, Ela Bartilomo, schwerelos durch die Luft, geworfen von Muskelpaket Scott Grove, im nächsten trägt sie ihn dann auf dem Armen! Nathan Knowles zeigt Kontorsion, nackter als ich es jemals zuvor gesehen habe, quasi eine Studie aller Muskeln im Körper in Bewegung, in Slow Motion. Billie Wilson-Coffey zeigt die wohl erotischste Szene des Abends, wenn sie, von unsichtbaren Händen hinter schwarzen Stoff getragen, scheinbar schwerelos schwebt, in  ihren Augen und ihrem Lächeln ein Versprechen von Geheimnissen und Überraschungen.
Regisseur Yaron Lifschitz und Circa haben sich mit dieser Show mal wieder selbst übertroffen. Nach Wunderkammer und Beyond, zwei grandiosen Vorstellungen, haben sie es erneut geschafft, artistisch ganz neue Wege zu gehen und vor allem im Zusammenspiel und in der Präsentation vollkommen zu überzeugen. Ich war absolut sprachlos, viele der gezeigten Szenen ließen uns Zuschauern wirklich den Atem stocken! Und am Ende gab es nicht nur tosenden Applaus sondern auch, was bei einer reinen Artistikshow nicht selbstverständlich ist, Standing Ovations und laute Bravo-Rufe! Eine unheimlich beeindruckende und intensive Show, die man auf keinen Fall verpassen sollte! Circa’s Peepshow im Chamäleon Theater.
Nicole Haarhoff
Kritik zu: Rock Of Ages
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Als ich gestern auf dem Heimweg vom Admiralspalast gedanklich die ersten enthusiastischen Zeilen meines Beitrags über Rock of Ages schrieb, da wollte ich meinem ersten Gefühl nach eigentlich schreiben: mein Lieblingsmusical 2018! Aber dann habe ich an Stella und Welcome to Hell gedacht, zwei Stücke, die ich ja vor gar nicht allzu langer Zeit gesehen habe und musste doch nochmal umschreiben. Aber Rock of Ages ist auf jeden Fall eins: mein Jukebox-Musical-Highlight des Jahres 2018!
Cum On Feel the Noize
In meinem Gewinnspiel-Artikel hatte ich ja schon geschrieben, dass ich bisher nur den Film von Rock of Ages kenne und es noch nicht live gesehen hatte. Ich habe mich aber trotzdem sehr auf die Live-Darstellung gefreut, weil ich die Musik des Stückes einfach großartig finde! Ich will mich ja nicht älter machen als ich bin, aber es ist schon auch ein bisschen die Musik meiner Kindheit und Jugend. Poison, Styx, Whitesnake, Journey, Foreigner, alles Bands, die man vielleicht gar nicht so kennt – aber ihre Songs, ihre Songs kennt wirklich jeder! Daher habe ich gestern Abend im Admiralspalast so richtig mitrocken können! Und der Sound war großartig, die Stimmen glasklar. Überhaupt war der Cast bombastisch, bis in die kleinste Rolle hinein tolle Stimmen! Aber vor allem übertrifft das Musical den Film in einer Sache: in Sachen Humor! Während der Film leidlich amüsant, aber vor allem eine Romanze mit viel Musik war, ist dieses Stück weniger auf Sherrie und Drew (Jodie Steele und Luke Walsh) konzentriert und dafür sehr viel komischer! Vor allem natürlich Lonnie (Lucas Rush), der uns durch die Geschichte führt ist für viele Lacher verantwortlich, aber auch Regina (Rhiannon Chesterman) die Kämpferin für Gerechtigkeit im Häkel-BH und ihr Franz (Andrew Carthy) holen sich viele Publikumssympathien!
I Wanna Rock
Der Rockstar auf dem absteigenden Ast, Stacee Jaxx, wird von Sam Ferriday sehr an Axl Rose angelehnt und ist auch, genau wie sein berühmtes Vorbild, total mit seinen Bandmitgliedern zerstritten. Justice alias Mama, gespielt von Tori Allen-Martin hat eine wunderbar soulige Reibeisenstimme, mit der sie Mary J. Blige, die ihren Part im Film darstellt, in nichts nachsteht. Die beiden Clubs, Der Bourbon Room und das Venus, werden mit einfachen, aber wirkungsvollen Mitteln auf der Bühne sehr gut dargestellt. Auch die Szenenwechsel werden sehr witzig und einfallsreich rübergebracht.
Every Rose Has Its Thorn
Insgesamt ein sehr schräg-humorvoller Abend mit toller, toller Musik, die ins Ohr geht und einen unwillkürlich auf seinem Stuhl mitrocken lässt! Am Ende hielt es das Publikum dann nicht mehr auf den Sitzen und zum Abschlusssong „Don’t stop believing“ wurde nochmal kräftig mitgetanzt! Ich kann euch dieses Musical nur ans Rockerherz legen, es macht ganz großen Spaß! Die verrückte Story, die schweisstreibenden Tänze, die unsterblich guten Songs – hier stimmt wirklich alles! Allerdings: die Handlung ist komplett auf englisch, daran bei der Buchung bitte denken.

Nicole Haarhoff

 

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