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Bollywood ist wieder da! Vom 18. bis 23. Februar 2014 kommt die Show nach einer Tournee durch 20 Länder und ihrer Deutschland-Premiere 2006 wieder zurück an die Spree. 

Die Handlung ist schnell erzählt: Eine junge Filmchoreographin zieht es weg von ihrem Großvater, aus ihrer Heimat Rajasthan nach Bollywood. Bis sie, um einige Lebenserfahrungen reicher, erkennt, dass sie eigentlich nach Hause gehört: Zur Versöhnung mit ihrem sterbenden Großvater, zurück zu ihrer Jugendliebe und in das Herz Indiens, zurück in die Seele des Tanzes und in eine Zukunft, die Tradition und Moderne miteinander verbindet. 

Aber der Stoff reicht locker, um zwei Stunden beste Unterhaltung und einen wahren Augenschmaus abzuliefern. Dabei würde man der Inszenierung nicht gerecht, spräche man nur von einer tollen Show. Die gelungene Mischung aus Erzählgeschichte, Theater und beeindruckend choreografierten Tanzszenen ist fantasievoll in Szene gesetzt und mit viel Ironie und Witz erzählt, beispielsweise wenn über Bollywood-Filme mit den Namen „Gone with the Vindaloo“ oder „Tandoori night fever“ sinniert wird. Dieser Umstand lässt die Show auch halbwegs frei von Kitsch bleiben. 

Ein bisschen schade ist dann nur, dass aller Gesang playback gespielt wird und es sollte auch gesagt sein, dass Besucher dieser Show der englischen Sprache einigermaßen mächtig sein sollten, haben sie den Anspruch, der Erzählgeschichte genau folgen zu wollen. Immerhin wird in kreativ gestalteten Rückblenden ein Abriss der Geschichte der Familie und der Bollywoods geboten. Die sich durch den gesamten Abend durchziehende Gegenüberstellung von Tradition und Moderne, ein tatsächlich aktuelles Thema in Indien, ist jedoch in weiten Teilen selbst erklärend. 

Mit großer Liebe zum Detail unterstützen die ständig wechselnden Kostüme und fantasievoll gestalteten Requisiten die beeindruckende Leistung der jungen Tänzerinnen und Tänzer immer wieder, verschiedenste technische und mediale Möglichkeiten sorgen für wirkungsvolle Bilder und die Farben Indiens sind einfach überbordend, sogar die Stoßstangen der Auto-Attrappen glitzern und blinken. 

So dass man eigentlich gleich einen Flug nach Rajasthan buchen möchte, der Rhythmus der angesagtesten Bollywood-Songs lässt die Zuschauer kaum auf ihren Plätzen. Und der Funke springt über, nein, mindestens so viele Funken wie Darsteller auf der Bühne sind, die auch selbst allesamt Spaß zu haben scheinen. Zum Schluss, natürlich nach einem Happyend, verschwimmt die Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum, die Stimmung ist auf beiden Seiten ausgelassen, es gibt Standing Ovations und Zugaben ...
Kritik zu: Slava's Snowshow
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Der Clown Slava Polunin ist weit gereist. Aus dem fernen Russland, wo seine Wurzeln liegen, kommt er mit seiner Truppe bis an die Spree, dort zeigt er seine „Snowshow“ noch bis zum 26. Januar 2014 im Admiralspalast. Inzwischen liegt eine 15-jährige Welttournee hinter ihm. 

Die Erwartung nach einem Clown, der uns als Person nahe geht, mit dem wir fühlen und über den wir lachen können, wird dabei weniger erfüllt. Viel mehr reihen sich kurze Auftritte einer größeren Truppe von Clowns aneinander. Dabei setzt der nicht mehr ganz junge Polunin auf kleine Gesten, er erzählt keine Geschichte, sondern hat sich mit seiner Show vorgenommen, uns in die Träume unserer Kindheit zurückbringen zu wollen, die Ordnung der Dinge ein wenig durcheinander zu wirbeln. 

Wohl auch zu diesem Zweck findet gar nicht so viel auf der winterlich eingerichteten Bühne selbst statt, die Protagonisten klettern stattdessen immer wieder von Sitz zu Sitz durch den Zuschauerraum und kurz vor der Pause wird ein riesiges Spinnennetz über den Köpfen des Publikums bis zur letzten Reihe gespannt. Zwischendurch wehen gewaltige Schneestürme in Form unendlich vieler Papierschnipsel durch den Saal und hier und da werden auch kleinere Wasserschlachten veranstaltet, das Publikum darf also nicht zimperlich sein. Zum Ende der Show werden als Höhepunkt riesige bunte Bälle in den Zuschauerraum gepustet, wo sie von unzähligen Händen in Bewegung gehalten werden. Wem es gefällt …

 

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