Kritik zu: La Famiglia
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Am 30. Dezember 2017 habe ich Euch auf meiner Blogseite begeistert davon berichtet, dass ich die italienische Dinner-Musical-Komödie „Oh Dio Mio“ in der zugleich eleganten als auch rustikalen Location Queens 45 BC besucht hatte: https://meineventtipp.wordpress.com/2017/12/30/oh-dio-mio-die-italienische-dinner-musical-komoedie-im-queens-45-bc/ 

Da mir dieses Unterhaltungskonzept – Show mit einem Drei-Gänge-Menü – so gefallen hatte und ich ein sehr großer Fan der italienischen Kultur und Lebensfreude bin, wollte ich unbedingt auch die andere Show von Claudio Maniscalco besuchen: „La Famiglia“. 

Die preisgekrönte Show „La Famiglia“ begeisterte ihr Publikum bereits in 400 ausverkauften Shows und das 15 Jahre lang. Kein Wunder also, dass ich am Samstag, den 10. November 2018, auch unbedingt dabei sein wollte. 
Die Show fand an diesem Abend (Manchmal findet die Show im La Luz statt.) im Veranstaltungsort Queens 45 BC statt, von dem ich auch in dem oben genannten Bericht schwärme.

Um 18 Uhr betraten wir den großen Show- und Speisesaal und wurde an einen sehr schön dekorierten Tisch geführt. Und auch diesmal war das Servicepersonal sehr freundlich und zuvorkommend. Auf dem Tisch standen schon die Vorspeisen für jeden Gast bereit: eine gegrillte Gemüse-Variation an Rucola-Salat. Wie immer kam vor der Show noch der Gastgeber Claudio Maniscalco auf die Bühne, um uns auf die folgende Show einzustimmen. 

Und dann ging es schon um 19 Uhr los. Die Dinner-Komödie „La Famiglia“ handelt von Lucchino, der seine langjährige Verlobte Carla endlich heiraten möchte. Dazu laden sie ihren Cousin Rüdiger aus Berlin-Wedding zur Hochzeit nach Neapel ein. Aber da der Macho Lucchino trotz seiner bevorstehenden Hochzeit nicht treu bleiben kann und mit der Zusammenkunft der italo-deutschen Familie zwei Mentalitäten aufeinanderprallen, ist das Chaos vorprogrammiert. 

Claudio Maniscalco spielt sehr authentisch die Rolle des Schürzenjägers Lucchino, der keiner Frau und keinem Essen entsagen kann. Doch man kann ihm nie böse sein, weil er alles verkörpert, was wir so an Italien lieben: Liebenswürdigkeit und Temperament. 

Wie schon bei der Show „Oh Dio Mio“ war ich auch diesmal von Pascale Camele, die schon viele namhafte Musicalrollen gespielt hat, darunter Sally Bowles im Musical „Cabaret“, begeistert. Ich liebe ihre kraftvolle Stimme und ihr leidenschaftliches und temperamentvolles Schauspiel, mit welchem sie die eifersüchtige, einsame und leidenschaftliche Verlobte auf der Bühne darstellt. 

Der absolute Publikumsliebling war mal wieder Santiago Ziesmer in seiner Rolle des vom italienischen Leben überforderten Rüdiger. Rüdiger möchte einfach seine Ruhe haben und braucht nichts weiter im Leben als seine geliebten Fische, seine Hertha BSC und seine Bild-Zeitung. Das italienische Temperament und die Untreue seines Cousins bringen ihm viele schlaflose Nächte. Und am Ende entdeckt Rüdiger sogar seine Männlichkeit. Santiago Ziesmer, die Stimme vom Spongebob-Schwammkopf, erobert auch in dieser Show wieder die Herzen der Zuschauer. 

Ich hatte gestern das Glück, dass es eine Jubiläumsshow war und somit meine Lieblingsdarstellerin aus „Oh Dio Mio“ wieder dabei war: Susanna Capurso. Susanna Capurso spielte an diesem Abend die etwas vergessliche und sympathische Schwester der italienischen Schauspiellegende Sophie Loren. Diese Rolle sorgte für sehr viele Lacher an dem gestrigen Abend. 

Nach dem ersten Akt wurde die Hauptspeise serviert: Penne Napoli (Penne mit gut gewürztem Hackfleisch). Ich fand es sehr schön, dass auch die Darsteller das Essen serviert haben. Wieder einmal unterstrichen sie damit ihre Nähe zum Publikum und ihre Herzlichkeit. Auch wurde die Pasta in großen Schüsseln serviert, was die Kommunikation mit den Tischnachbarn förderte. 

Im zweiten Akt haben wir dann alle zusammen eine große Party gefeiert, indem die Darsteller sehr viele bekannte Lieder aus Italien gesungen und wir sie dabei gesanglich unterstützt haben. 
Die lustige Handlung wurde von einer fünfköpfigen Live-Band musikalisch begleitet. Und das Liederarrangement von Simon Bertling und Christian Hagitte passte auch zu dieser musikalischen Show wie die Faust aufs Auge. 

Nach der Show kam es dann zu dem kulinarischen Highlight: einem perfekt zubereiteten Tiramisu. Einfach ein himmlischer Abschluss! 

Mein Fazit: Ich liebe einfach die ausgelassene und familiäre Stimmung bei den Shows von und mit Claudio Maniscalco. Die Handlungen bringen die Zuschauer zum Lachen und lassen einen den Ernst des Lebens vergessen. Die Darsteller sind in ihren Rollen fantastisch, die Musik lädt einen zum Mitsingen und Mitklatschen ein. Auch kulinarisch wird man immer gut versorgt. Also ein sehr gelungener Abend, den ich empfehlen kann! 
Der Eintritt zur Show inklusive einem Drei-Gänge-Menü kostet 49 Euro., ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. 

© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
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Wer bist du? Was ist deine Identität? Bist du eine Mutter, die ihre Kinder aufopferungsvoll liebt? Bist du eine fleißige Arbeitnehmerin, die jeden Tag um 5 Uhr aufsteht und oft das Gefühl hat, sich in einer Art Hamsterrad zu befinden? Bist du eine gehorsame Partnerin, die jeden Abend das Licht für ihren Partner anlässt, obwohl es ihr eigentlich zu grell ist?
Täglich erfüllst du verschiedene Rollen im Leben. Doch wer bist du wirklich? Wer bist du, wenn dich keiner beobachtet? Wann hast du dein Leben so richtig gefeiert?
Mit diesen vielen Fragen befasst sich die neue rekordverdächtige Show des Friedrichstadt-Palastes. Mit zwölf Millionen Euro ist es die teuerste Produktion und am Samstag, den 20. Oktober 2018, wurde ich ein begeisterter Teil davon.

Um ca. 19.30 Uhr entführte uns Andreas Bieber, der sich bereits auf dem The Milestones Project-Konzert in mein Herz gesungen hatte, in das großartigste Spektakel, das ich in den letzten Monaten gesehen habe. Doch nicht nur die Zuschauer wurden entführt, sondern auch die Protagonistin R’Eye, von der Musicaldarstellerin Devi-Ananda Dahm verkörpert, die ich schon in dem Musical „Hairspray“ als Penny Pingleton bezaubernd fand.

In einer roboterähnlichen Welt kann die unschuldige R’Eye nicht nur ihren Vater nicht mehr finden, sondern wird selbst zu einer anonymen Androidin, einer Art Mensch-Maschine. In dieser grauen Binären Welt herrscht Androidonna.
Erst durch einen Guru und durch seine traditionelle türkische Ebru-Malkunst findet die Androidin einen Weg in die magische Parallelwelt, in der sie viele wunderschöne Fantasiegestalten erwarten. R’Eye verliert sich in dieser schönen Welt und schafft es nur so, ihren Vater und sich selbst am Ende wiederzufinden.

Zum ersten Mal in der Friedrichstadt-Palast-Geschichte ist eine Frau als Regisseurin für die Show verantwortlich: Krista Monson aus Las Vegas, wo sie sich 14 Jahre lang beim Cirque du Soleil künstlerisch austoben konnte. Dass eine Frau aus Las Vegas für das neue Showkonzept zuständig ist, erkennt man in jeder Szene, denn nur eine Frau kann eine Dirty Dancing-Szene zu dem Lied „She's like the wind“ in die Show einbauen. Nur jemand aus Las Vegas kommt auf die Idee, ein großes, glitzerndes und verruchtes Funhouse auf die Bühne zu stellen.
 
Überhaupt wird mit Hilfe der über 100 Künstler/-innen aus 26 Nationen eine farbenprächtige Fantasiewelt – ein Gegensatz zu der grauen Welt der Fremdbestimmung - auf der Bühne geschaffen, die ich nur ungern am Ende wieder verlassen habe.
Einmal befanden wir uns im Dschungel mit einem überdimensionalem Schmetterling und vielen Dschungelbewohnern, dann staunten wir über große Froschmenschen und schließlich wurden wir in eine Blumenwelt entführt, in der grazile Ballettänzerinnen zur Choreografie von Alexandra Georgieva als Blumen um die Wette tanzten.

Die Kostüme des Designers Stefano Canulli  und die Hüte des Hutmachers Philip Treacy, der laut The Times der „berühmteste Hutmacher der Welt“ ist, trugen dazu bei, dass sich die Zuschauer in einer Welt voller Magie wiederfanden, in der sie oft nicht wussten, welches Bild sie zuerst mit ihren Augen einfangen sollten. Das Publikum kam die ganze Show über aus dem Staunen gar nicht mehr raus und honorierte dies mit ständigem Szenenapplaus.

Und natürlich die Akrobaten, die Akrobaten waren wieder nicht von dieser Welt. Wer meine Berichte schon häufig gelesen hat, weiß, dass ich Luftakrobatiknummern liebe. Und obwohl ich schon so viel gesehen habe, haben die Sky Angels (Kristina Vorobeva, Rustem Osmanov) mit ihrer Luftakrobatik wieder Neues gezeigt, das mich ins Staunen versetzt hat.
Die Troupe Ayasgalan hat das Publikum mit ihrem Talent, ihren Körper schlangenartig zu verbiegen, verblüfft.

Der artistische Höhepunkt war aber natürlich für jeden im Saal die Navas Troupe aus Ecuador, die auf den zwei gigantischen Todesrädern Unglaubliches vorführte und mit ihren Salti und dem Seilspringen – in großer Höhe und während sich die Todesräder weiter drehten – mir und allen anderen im ausverkaufen Zuschauersaal den Atem raubte.
Die Girlreihe, die im Friedrichstadt-Palast eine lange Tradition hat, durfte natürlich auch diesmal nicht fehlen. Doch diesmal trugen die Tänzerinnen Hüte, die wie Kreissägen ausschauten und zunächst weiß und später in verschiedenen Farben leuchteten.

Für die musikalische Unterhaltung an diesem Abend sorgte neben Andreas Bieber Glacéia Henderson, die mit ihrem Aussehen an die legendäre Grace Jones erinnerte, und das glamouröse Glamour Girl Sarah Manesse. Andreas Bieber mit seinen Enterainerqualitäten, Sarah Manesse mit ihrer facettenreichen Stimme und Glacéia Henderson mit ihrer souligen Stimme passten wundervoll in das schillernde Gesamtkonzept der Show.

Mein Fazit: Ich kann The Times nur zustimmen, die neue Show in Berlin ist ein Must-See. Sie ist ein farbenfrohes Erlebnis der Superlative, in der uns Fantasiegestalten Folgendes lehren: Das Leben ist schön und manchmal müssen wir uns erst verlieren, um unsere wahre Identität zu finden. „Life is waiting for you“, die neue Show im Friedrichstadt-Palast auch.


© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
Kritik zu: Carmen La Cubana
„Die Liebe ist wie ein Stich ins Herz“ und manchmal ist sie dein Verderben.

Schon in einem anderen Blogbeitrag habe ich Euch davon berichtet, dass George Bizets Oper „Carmen“ zu meinen Lieblingsopern gehört. Als ich davon gehört habe, dass eine meiner Lieblingsopern zu einem kubanischen Musical umgearbeitet wurde, war ich nervös und gespannt zugleich. Aber wer konnte diese leidenschaftliche Oper auch besser interpretieren als ein kubanisches Ensemble?

Das von George Bizets „Carmen“, nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée, inspirierte und auf einer Idee und den Songtexten von Oscar Hammersteins II in „Carmen Jones“ (1943) basierende Musical feierte im Jahr 2016 eine furiose Weltpremiere am Pariser Théâtre du Châtelet und ließ damit meine Erwartungen ins Unermessliche steigen.

Und am Donnerstag, den 4. Oktober 2018, sah ich wie so viele im Saal mein erstes kubanisches Musical.
Die Handlung von der freiheitsliebenden Carmen wurde von dem international anerkannten Opern- und Musical-Regisseur Christopher Renshaw, dem Grammy- und Tony Award-Preisträger Alex Lacamoire („Hamilton“, „The Greatest Showman“) und dem Songtexter Norge Espinosa Mendoza in das nach Freiheit strebende Kuba verlegt, an den Vorabend der Revolution, in der Fidel Castro den kubanischen Diktator Batista gestürzt hatte.

Zwar kennen sehr viele Carmens feurige Lebensgeschichte, doch sei sie an dieser Stelle noch einmal erzählt, zumal in dem Musical ein paar Kleinigkeiten im Vergleich zur Oper geändert wurden, um sie an das Leben in Kuba anzupassen.
Die Zigarrendreherin Carmen wird von dem Feldwebel Moreno verhaftet und soll von dem Soldaten José, der mit Marilù verlobt ist, ins Gefängnis gebracht werden. Doch Carmen schafft es, José zu verführen und dieser lässt sie daraufhin frei. Carmen verspricht José, auf ihn in ihrer Lieblingsbar zu warten. Dort begegnen sich die beiden Frischverliebten wieder und müssen, nachdem José seinem Vorgesetzten gegenüber handgreiflich geworden war, nach Havanna fliehen. Doch in Havanna wartet Josés Nebenbuhler Boxer El Niño, der es auf Carmen abgesehen hat. Eine tragische Lebens- und Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.

"Die Liebe ist ein wilder Vogel, den kein Mensch jemals zähmen kann.“ Und keinem gelingt es, Carmen zu zähmen. Genauso wie ihre Mutter verführt sie reihenweise Männer und bricht deren Herzen. So leidenschaftlich und sinnlich – diese Rolle verlangt einer Musicaldarstellerin so vieles ab. Und mit Luna Manzanares Nardo gelingt den Produzenten ein echter Coup. Luna Manzanares Nardo überträgt zwei Stunden lang das unbändige Feuer der Verführerin Carmen, die keine Prinzipien kennt, auf die Zuschauer.
Kein Mann kann die temperamentvolle und schnell von den Männern gelangweilte Carmen einsperren, für keinen wird sie sich jemals ändern.
Luna Manzanares Nardo lässt ihre Hüften erotisch kreisen und spielt dabei auf einem höchsten Niveau. Und wie wunderschön sie doch dabei singt! Ihre gewaltige Stimme klingt tief und rebellisch zugleich, passend zu ihrer Rolle. Dieses Funkeln in den Augen, diese beim Sprechen bebenden Lippen – dies alles kann man nicht spielen, dies muss man fühlen.
Luna Manzanares Nardo stirbt förmlich für ihre Rolle – und das tut es ihre Figur am Ende auch, ironischerweise in einem unschuldigen Weiß und nicht in ihrer Lieblingsfarbe Rot, die sich bis dato in jede Kleidung eingeschlichen hatte.

Der Musicaldarsteller Saeed Mohamed Valdés schafft es, sowohl schauspielerisch als auch gesanglich perfekt den Soldaten José zu verkörpern. Ich als Carmen-Liebhaberin habe schon viele Josés auf der Bühne erleben dürfen, doch das ist für mich bis jetzt die beste Umsetzung der Figur José, die von Carmen ins Verderben geführt wird.
Bis zu seiner Begegnung mit Carmen war José ein anständiger Soldat, der seine Mutter vergötterte und seiner Verlobten Marilù gegenüber eine unschuldige Liebe empfunden hat. Doch wie so viele Männer vor ihm erlag auch er Carmens Reizen. Und wie so viele andere Männer zuvor wollte auch er Carmen zähmen und zerbrach daran. Nach Carmens Liebe verzehrend und vor Eifersucht tobend, das alles erkannte man in dem Schauspiel und dem Gesang von Saeed Mohamed Valdés.

Cristina Rodriguez Pino war für mich und, wie ich an dem Applaus des Publikums erkennen konnte, für einige andere im Zuschauersaal der heimliche Star an diesem Abend. Dank ihr kam jeder Opernfan an diesem Abend auf seine Kosten, denn die ausgebildete Opernsängerin ließ mit ihrer glockenhaften Stimme bestimmt viele mitfühlenden Zuschauerherzen zerbrechen. Wer fühlte denn nicht mit Marilù? Ein unschuldiges Mädchen, das Josés Mutter treu ergeben und bereit war, ihrem José alles zu verzeihen und ihn weiterhin innig zu lieben.

Für viele weitere Gänsehautmomente im Zuschauersaal sorgte Albita Rodriguez als La Señora.
Die Erzählerin La Señora führte den Zuschauer in das mystische Leben Kubas ein, indem sie den dort praktizierten Katholizismus mit dem dort vorherrschenden Aberglauben auf der Bühne verband. Zurecht stand mit einer ebenfalls schauspielerisch und gesanglich starken Albita Rodriguez eine zweifache Emmy- und Grammygewinnerin auf der Bühne.

War Josés Widersacher in der klassischen Opernfassung noch ein Torero, wird er in dem Musical zum Boxer El Niño, was auch viel besser zu Kuba passt.
Bei dem professionellen Schauspiel und Gesang Joaquín García Mejías' merkte man genau, dass er Leadsänger in vielen kubanischen Salsa-Bands ist und sich auch privat mit kreischenden Fans auskennt.

Bizets Opernmelodien findet der Opernliebhaber in dem Musical wieder, auch wenn diese als kubanische Rhythmen in einem zeitgemäßen Salsa- und Mambogewand von der 14-köpfigen Latin-Big-Band unter der Leitung des Dirigenten Hector Martignon großartig gespielt werden.

Ich hörte einen im Publikum sagen: „Genauso ist es wirklich in Kuba, sie tanzen dort den ganzen Tag.“
Und wie sie tanzen. Die Tänzer der staatlichen Ballettschule in Havanna (Escuela Nacional de Ballet) bewegten sich nicht bloß zur Musik, sie wurden mit dieser eins. Die Musik wurde zu ihrer Sprache und sie setzten die Choreografie Roclan González Chávez leidenschaftlich und euphorisch um.

Und auch das Bühnenbild und die Kostüme von Tom Piper waren sehr wahrheitsgetreu und untermalten Kubas Lebensgefühl. Trotz der schwierigen Wirtschaft im Land, die sich in den Häuserfassaden auf der Bühne widerspiegelte, lassen sich die Kubaner genauso wenig wie Carmen von irgendjemandem zähmen.

Mein Fazit: Das Musical „Carmen la Cubana“ bietet dem Zuschauer ein audio-visuelles Feuerwerk. Ich kann mir jetzt keine andere Carmen mehr vorstellen. Diese gewaltigen Stimmen der Darsteller, diese authentische Darstellung der Figuren, diese herrliche Musik, diese Lebensfreude der Tänzer und dieses wahrheitsgetreues Bühnenbild machen das Musical zu einem Gesamtkunstwerk.
Ich hoffe inständig, dass ich alle Beteiligten noch einmal in Deutschland live erleben darf. Und wer weiß, vielleicht werden sie demnächst auch meine beiden anderen Lieblingsopern – Verdis „Aida“ und Puccinis „Madame Butterfly“ - neu interpretieren?!
Das Musical läuft noch bis zum 14. Oktober 2018 im Admiralspalast und zieht danach nach München weiter.



© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
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