Es gibt Abende, die bleiben für immer unvergessen! Gestern war wieder so ein Abend, denn am Sonntag, den 18. Februar 2018, wurden wir auf eine musikalische Reise durch das musikalische Lebenswerk des Musicalgenies Andrew Lloyd Webber mitgenommen. 

Zwei Stunden lang erlebten wir die emotionale Bandbreite der Musicals „Cats“, „Evita“, „Sunset Boulevard“, „Jesus Christ Superstar“, „Starlight Express“ und „School of Rock“, Webbers aktuellste Musicalschöpfung. 
Zwar wurde auf die berühmten Kostüme (Katzenkostüme aus „Cats“, die Phantom der Oper-Maske) verzichtet, doch das Konzept des Regisseurs Jochen Sautter mit schönen Projektionen auf transparenten Vorhängen, einer effektvollen Lichtshow und farbenprächtigen Show-Kostümen ging vollkommen auf und ließ uns begeistert zurück. 

Internationale Sänger mit einer voluminösen Stimme (Laurent N'Diaye, Natalie Bryant, Zac Hamilton, Lindsay Kearns, Jonathan Radford ) und acht singende und tanzende Musicaldarsteller sorgten mit weltbekannten Musicalhits wie „Memory“ und dem Phantom der Oper-Duett für Gänsehautmomente, begleitet wurden die Ausnahmesänger von einem 14-köpfigen Live-Orchester. 
Am meisten stimmlich begeistert haben mich gestern Abend Natalie Bryant und Zac Hamilton. 

Der singende Moderator Laurent N'Diaye führte durch das Programm und verband die einzelnen Musicalblöcke, die für bestimmte Gefühle standen: „Evita“ für Tragik, „Das Phantom der Oper“ für unerfüllte Liebe und „Sunset Boulevard“ für Lebensfreude. 

Mein Fazit: Die große Andrew Lloyd Webber Musical Gala ist eine gelungene Hommage an das musikalische Lebenswerk von Andrew Lloyd Webber und berührt mit einzelnen Szenen der weltbekanntesten Musicals das Herz jedes Musicalliebhabers. 

© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
„Fake News“ war einer der Favoriten auf des Unwort des Jahres 2017. Der Begriff „alternative Fakten“ ist es schließlich geworden - ein Begriff, der von Donald Trumps Beraterin Kellyanne Conways in der CNN-Sendung „Meet the Press” geprägt wurde. Was ist heutzutage noch wahr und was hat sich die Presse nur ausgedacht? 
Die Stachelschweine, das erste politische Nachkriegskabarett in Deutschland, geht wieder mit der Zeit und der politischen und medialen Entwicklung und bringt mit „Die Alternative Wahrheit“ eine Satireshow der Extraklasse auf die Bühne. 

Am Freitag, den 16. Februar 2018, nahm ich in dem traditionsreichen Theater im Untergeschoss des Europa-Centers, das 331 Sitzplätze im Parkett und an Tischen bietet, Platz und freute mich auf die Show von Klaus-Peter Grap und Dirk Bublies und darf schon einmal vorab verraten, dass meine großen Erwartungen nicht enttäuscht wurden. 

Der neue Clou der Stachelschweine beschäftigt sich mit allen Themen, die in Deutschland aktuell sind: Erdogan, Terrorismus, Helikopter-Eltern, Flüchtlinge, Nordkorea, Putin und Trump und die Wohnungsnot. 
Björn Geske, Kristin Wolf und Daniel Kröhnert zeigen zwei Stunden lang, was gutes Kabarett bedeutet: Egal, ob musikalisch oder darstellerisch – wir wurden zwei Stunden lang exzellent unterhalten. 

Zu meinen Lieblingsszenen gehörte die Interaktion zwischen einer Sozialarbeiterin und einem gewaltbereiten Jugendlichen, der viel zu gut davonkommt. Der zweite Höhepunkt befasste sich mit den Flüchtlingen, die „endlich schwimmen lernen müssen“. Ein Blick auf die verschiedenen Schichten und Personengruppen und deren Meinungen zu den Geflüchteten sorgte für viele Lacher und tosenden Applaus. Und die Szene, in der sich Angela Merkel und Ursula von der Leyen ein Zimmer im Altersheim teilen, begeisterte auch das Publikum. 

Mein Fazit: „Die Alternative Wahrheit“ ist eine sehr gelungene Gesellschaftssatire, die einen Sketch nach dem anderen bringt und das Publikum sehr gut unterhält. Ein Must-See, nicht nur für die politisch Interessierten! 

© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
Strapsen, Konfetti, Wasserpistolen, Toilettenpapier – an was denkt Ihr da sofort? Richtig, an Richard O’Brien’s „Rocky Horror Show“, das Musical mit der verrücktesten und gleichzeitig liebenswertesten Fangemeinde. 
Und nun tourt das audiovisuelle Musicalerlebnis wieder durch Deutschland und am Samstag, den 27. Januar 2018, habe auch ich den legendären Time Warp im fast auf den letzten Platz gefüllten Admiralspalast getanzt.
Die Fan-Community war genauso gut vorbereitet wie bei meinem letzten Besuch des Musicals vor vielen Jahren: Spielkarten, Zeitungen, Konfetti, Wasserpistolen, Toilettenpapier - alles hatte sie dabei. Wir gehörten zu den wenigsten Fans, die an diesem Abend nicht verkleidet waren. Es versprach also ein schräger und kultiger Abend zu werden.
Der Erzähler an diesem Abend war Sky Du Mont, der charmante Gentleman unter den deutschen Schauspielern. Trotz der obligatorischen „Laaaaangweilig“- und „Buuuuuh“-Rufen, die jeder Rocky Horror Show-Fan perfekt beherrschen muss, blieb Du Mont charmant wie immer und bewies mal wieder mit seinem spontanen und schlagfertigen Humor, warum er zu den beliebtesten Schauspielern Deutschlands gehört.
Er begleitete uns durch die ausgefallenste Geschichte in einem Musical: Das frisch verliebte und verlobte Paar Brad und Janet bleibt in einer regnerischen Novembernacht mit ihrem Auto auf einer einsamen Landstraße liegen und gerät so in das Schloss des exzentrischen und sexbesessenen Dr. Frank’n’Furter vom Planeten Transsexuell der Galaxie Transylvania, der ihnen eine Welt der verbotenen Lüste zeigt, in der sie viel über sich selbst erfahren. Dort lernt das anfangs noch schüchterne Paar viele verrückte Lebewesen kennen, darunter auch den blonden und muskelbepackten Rocky, der von Frank’n’Furter in erster Linie zum sexuellem Vergnügen erschaffen wurde. Wo sind da nur Brad und Janet hineingeraten und können sie ihren Prinzipien und einander treu bleiben?
Die Musik berührte mal wieder jede Pore der eingefleischten Fans: Beim legendären Lied „The Time Warp“ schüttelten wir enthusiastisch unsere Hüften und sangen lautstark mit. Das emotionale Lied „I'm going home!“ entlockte mir die ein oder andere Träne. Es war ein ekstatischer Glam Rock-Abend!
Die treuen Fans wussten den ganzen Abend, was zu tun war, an welchen Stellen man die anderen Fans mit der Wasserpistole nass spritzen und was man das Toilettenpapier zu werfen hatte. Wir kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Der Mitmachkult in diesem Musical findet man nirgendwo sonst so ausgeprägt.
Aber natürlich kann diese schrille Geschichte nur von einem hervorragend ausgesuchten Cast getragen werden und der Cast war bis in die kleinste Rolle perfekt zusammengestellt. Am meisten begeistert haben mich die Hauptdarsteller an diesem Abend: Gary Tushaw, Sophie Isaacs und  Felix Mosse. 
Für Gary Tushaw scheint die Rolle des exzentrischen Frank’n’Furter wie auf den Leib geschnitten worden zu sein. Mit seinen Strapsen und seinen langen Beinen wirkt der kühle Blonde diabolisch und verführerisch zugleich und überzeugte auch gesanglich in jeder Minute. 
Sophie Isaacs hat mich an dem gestrigen Abend vollkommen in ihren Bann gezogen. Die Darstellerin hat nicht nur eine voluminöse Stimme, sondern überzeugt wie Felix Mosse auch darstellerisch. Beide verkörpern sehr glaubwürdig das unschuldige Paar Brad und Janet, das sich im Laufe der Geschichte sexuell befreit.
Das Musical präsentiert eine zeitlose Geschichte der sexuellen Befreiung und der körperlichen Selbstbestimmung. „Don't dream it – Be it!“ Warum auch nicht?! Du darfst alles sein, was du dir erträumst.
Alles an diesem Musical ist ein Kult: die Fans, die begeistert mitsingen, mittanzen und mitspielen; die Ohrwurmlieder, die bizarre und vulgäre Geschichte und die Darsteller, die in ihren Rollen aufgehen. Das Musical ist ein Phänomen, das man wenigstens einmal in seinem Leben live erleben muss. Bis zum 10. Februar 2018 hast du im Admiralspalast dazu die Gelegenheit. Danach zieht das Musical nach Stuttgart und München weiter.
© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
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