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„Ich habe eine Wassermelone getragen!“; „Mein Baby gehört zu mir, ist das klar?“ - es gibt Sätze, die sich für immer in unser Gedächtnis eingebrannt haben. „Dirty Dancing“ - es gibt Filmklassiker, die für immer jede nachfolgende Generation begeistern werden. Baby und Johnny, es gibt Film-Traumpaare, die auch dreißig Jahre danach uns an die wahre und selbstlose Liebe glauben lassen. 
Und jetzt ist dieser Filmklassiker, der das Herz jeder Frau dahinschmelzen lässt, auf Tournee und ich ließ es mir deswegen nicht nehmen, am Samstag, den 9. Dezember 2017, dieses Gefühl der Faszination noch einmal im Admiralspalast zu erleben. 

Gleich zu Beginn konnten mir der Regisseur Alex Balga und die Autorin Eleanor Bergstein beweisen, dass meine Erwartungen in den nächsten zwei Stunden nicht enttäuscht werden. „Es war im Sommer ’63. Alle nannten mich Baby und irgendwie hat mir das gefallen.“ Ich verspürte in diesem Moment eine Art Gänsehaut, die nur eine Verliebte beim Anblick ihres Liebsten verspüren kann. 

Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass irgendjemand die Geschichte dieses großartigen Films nicht kennt, aber um sicher zu gehen, fasse ich diese hiermit kurz zusammen: 
Die siebzehnjährige Frances Houseman, genannt „Baby“, verbringt im Sommer 1963 die Ferien mit ihren Eltern und ihrer Schwester Lisa im Ferienresort „Kellerman's“. Dort lernt sie den aus armen Verhältnissen stammenden Tanzlehrer Johnny Castle kennen. 
Johnnys Tanzpartnerin, Penny Johnson, wird nach einer Affäre mit dem Medizinstudenten Robbie, der im Resort als Kellner arbeitet, ungewollt schwanger. Nachdem dieser von Penny nichts mehr wissen will und bereits Interesse an Lisa zeigt, beschließt sie, aus Angst, durch eine Schwangerschaft ihren Job zu verlieren, das Baby abtreiben zu lassen. Da der Arzt, der die Abtreibung vornehmen soll, nur an einem bestimmten Abend Zeit hat, fällt Penny für einen wichtigen Tanzauftritt aus, und Baby springt für sie als Johnnys Tanzpartnerin ein. 
In den Tagen vor dem Auftritt trainieren Baby und Johnny hart und kommen sich nach vielen Tanzstunden schließlich näher… 

Wie nervös war ich doch vor dem Besuch des Musicals, dass die Darsteller mich enttäuschen könnten und wie erleichtert ich endlich war, als ich gemerkt habe, dass man für die Umsetzung eines meiner Lieblingsfilme keinen besseren Cast hätte finden können. 
Baby wird einfach nur großartig von Anna-Louise Weihrauch verkörpert. Sie bewegt sich, sie spielt wie Jennifer Grey… und sie spricht genauso wie die deutsche Synchronstimme des Filmklassikers. Auf der Bühne erleben wir, wie aus der weltoffenen, aber sehr schüchternen und unsicheren Tochter des guten Hauses eine selbstbewusste Frau wird, die zu ihrer Liebe steht. 

Luciano Mercoli hatte einen sehr schwierigen Part an diesem Abend: Denn wie soll man Johnny überzeugend darstellen, der für die Träume unzähliger Frauen steht? Sowohl vom Aussehen als auch vom Charakter her repräsentiert schließlich Johnny und der legendäre Patrick Swayze alles, was sich eine Frau wünscht. Und Luciano Mercoli gelingt perfekt die Umsetzung dieser Rolle. Zuerst ein arroganter Macho, der kein Interesse an Baby zu haben scheint, wird er immer mehr zum Wachs in ihren Händen, zu ihrem Liebhaber, zu ihrem Beschützer, zu ihrem Freund. 

Die Figur Penny habe ich zunächst im Film nicht gemocht und konnte sie erst im Laufe des Films in mein Herz schließen, genauso wie im Musical. Marie-Luisa Kaster hat nicht nur dieselben langen Beine und tanzt atemberaubend schön wie im Film, sie überzeugt auch darstellerisch auf ganzer Linie. 

Einer der lustigsten und unsympathischsten Figuren der Geschichte ist der Neffe des Besitzers der Pension „Kellerman’s“, Max Kellerman. Aufgrund seiner Herkunft und seiner Bildung hält er sich für etwas Besseres und glaubt, mit Floskeln bei Baby punkten zu können. Fritz Hille stellt diese Figur sehr authentisch dar und hat uns mit seinen vielen komischen Tanzeinlagen zum Lachen gebracht. 

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, der Cast des Musicals hat mich unfassbar begeistert. Von Lisa bis zu den Eltern waren alle Rollen hervorragend besetzt, sowohl was das Aussehen als auch die Darstellung der Rolle anging. Die einzelnen Szenen haben also zurecht einen tosenden Applaus bekommen. 

Und auch meine geliebte Musik kam keineswegs zu kurz. „I’ve had the Time of my Life“, „Hungry Eyes“, „She is like the wind“ - alle Ohrwürmer fanden ihren Platz in der Geschichte. Konstantin Zander (spielt Johnnys liebevollen Cousin) und die Lead-Sängerin Tertia Bortha haben mit ihren kraftvollen Stimmen dieses Musical auch zu einem auditiven Erlebnis gemacht. 

An die wilden und erotischen Tänze muss ich auch noch heute begeistert zurückdenken. Der Choreograph Gilian Bruce hat hier eine fabelhafte Arbeit geleistet – genauso wie Roberto Comottimit mit seinen sich ständig wechselnden und drehenden Bühnenbildern (Ferienanlage der Kellermans, die Angestelltenunterkunft etc.). Selbst meine geliebte Wasserszene, in der Johnny Baby die Leichtigkeit des Tanzens verdeutlichen möchte, wurde eingenaut, wenn auch anders als erwartet. 
Auch die Kostüme (Jennifer Irwin) entsprechen den Kostümen im Film. Chapeau! 

Mein Fazit: Es war ein wunderschöner Abend voller Magie, der Magie der wahren Liebe, die alle Grenzen überwinden kann, der loyalen Freundschaft und der Familie, die auch in schwierigen Zeiten zusammenhält. Die perfekt ausgesuchten Darsteller, die wunderschöne Filmmusik, die detailgenauen Kostüme, die sinnlichen Tänze – all das wird Euch begeistern, egal ob Ihr Fan des Filmklassikers seid. Bis zum 17. Dezember 2017 könnt Ihr das Musical noch im Admiralspalast erleben. Danach zieht das Musical nach Frankfurt/Main weiter. 


© E. Günther (Mein Event-Tipp) 

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Wenn einen eine Show verzaubert, dann sollte man dieses Gefühl unbedingt noch einmal erleben und diesmal am besten mit der Familie. Nachdem ich im Jahr 2016 mit einer Freundin das Musical „Die Schneekönigin“ besucht hatte, entschied ich mich, dieses Jahr noch meine Nichte und ihre Mama mitzunehmen. 

So nahmen wir zusammen am Sonntag, den 3. Dezember 2017, am diesjährigen Programm des Wintergarten mit dem CABUWAZI-Springling Kinderzirkus und den 28. Berliner Märchentagen – im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Zimt & Zauber“ - teil. 

Beim Betreten staunten wir nicht schlecht, denn schon eine Stunde vor Showbeginn war das Foyer voll mit kleinen und großen Kindern, die dem Ruf des Wintergarten-Märchenzaubers folgten. Oder lag es vielleicht an dem weihnachtlichen Duft im Foyer? Das Foyer war wieder weihnachtlich geschmückt und bot alle möglichen Leckereien an: Muffins, Popcorn, Brezeln, Kuchen, Baggels. 
Doch wir entschieden uns dazu, später im Zuschauersaal von der auf die Wünsche der kleinen Gäste abgestimmten Speisekarte zu probieren. Wie letztes Jahr wählte ich "Biene Maja“ (Eierkuchen mit Waldbeerenfüllung). 

Um ca. 11 Uhr ging es los und wir tauchten gemeinsam in die magische Unterwasserwelt der kleinen Meerjungfrau ein. Wie letztes Jahr führte auch diesmal Fabian Gröger Regie und für die Idee und die Musik war wieder Bijan Azadian verantwortlich. 

Zu der Handlung: Die kleine Meerjungfrau Annabelle, der ganze Stolz ihres Vaters, des Königs Triton, sehnt sich danach, ein Mensch zu sein. Dieser Wunsch wird dadurch verstärkt, dass sie sich in einen Prinzen, einen Menschen, verliebt. Und obwohl ihr Wegbegleiter Matti de NouNou sie beschützen soll und vor diesem Wunsch warnt, geht sie zu der Meerhexe Maren Malefikus, die ihr es ermöglicht, ein Mensch zu werden. Im Gegenzug bekommt sie dafür Annabelles Stimme. 
Gelingt es der kleinen Meerjungfrau, den Prinzen auch ohne ihre Stimme von sich zu überzeugen? Kann ihr Vater den Zauberspruch brechen? All das erfährt der Zuschauer in der 1,5 Stunden dauernden Show. 

Wie meine Blogleser bereits wissen, bin ich ein sehr großer Disneyfan und „Arielle, die Meerjungfrau“ gehört nach „Die Schöne und das Biest“ zu meinen Lieblingsdisneygeschichten. Aber da ich meine kleine Nichte diesmal dabei hatte, hatte ich Angst, die Geschichte könnte zu gruselig für sie sein. Doch die Veranstalter haben das Märchen im Wintergarten viel familien- bzw. kinderfreundlicher als Disney gemacht. Es war tatsächlich ein Spaß für die ganze Familie, ohne gruselige Momente. Stattdessen gab es in der farbenfrohen Show viele magische und lustige Momente, z.B. wenn der König Flaschenpost erhält oder Relvis der Live-Band Relvis und die Glips auf der Bühne die Hüfte schwingt. 

Die Hauptdarsteller (Nicola Kripylo als die unschuldige Annabelle, Rafael Albert als der unbekümmerte Matti de NouNou, Heike Jonca als die rachesüchtige Meerhexe Maren Malefikus und Claudio Maniscalco als der liebende Vater und König Triton) verzauberten uns sowohl als Darsteller als auch Sänger. 

Und wieder einmal schufen die 30 Nachwuchsartisten vom Kinderzirkus CABUWAZI-Springling mit ihrem Programm bestehend aus Leiter-Akrobatik, Einrad-Artistik, Luft-Akrobatik und einer Schwarzlichtshow ein besonderes Erlebnis. 

Mein Fazit: Die märchenhafte Wintershow zaubert einem mit der herzzerreißenden Geschichte, der schönen Musik und den begabten Darstellern und Artisten ein Lächeln ins Gesicht. Am besten die Show mit der gesamten Familie besuchen! „Die Schneekönigin“ läuft noch bis zum 21. Januar 2018. 
An den Adventssonntagen: 10.12., 17.12. jeweils 11:00 + 14:00 Uhr | sowie Do. 07.12., 14.12. jeweils 15:00 Uhr | Do. 21.12., Fr. 22.12., Mi. 27.12. & Do. 28.12. jeweils 13:00 + 16:00 | So. 14.01. & 21.01.2018 jeweils 11:00 + 14:00 Uhr 

© E. Günther ("Mein Event-Tipp") 

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Vor allem in der kuscheligen Winterzeit lesen und hören wir gerne Märchen und besinnen uns auf das Wichtigste im Leben: die Familie und enge Freunde und verbringen verstärkt Zeit mit diesen großartigen Menschen. Und genauso wie letztes Jahr finde ich, dass der Glaspalast auf dem Pfefferberg, in dem Grimms Märchen für Kinder und für Erwachsene neu interpretiert werden, dazu prädestiniert ist. 

Am Samstag, den 25. November 2017, betrat ich den durch die Laternen gemütlich geschaffenen Hof des Glaspalastes. Da es die 17 Uhr-Vorstellung war, nahmen sehr viele kleine Kinder im Glaspalast Platz – für mich, ein großes Kind, genau das Richtige, denn nun durfte ich ungeniert kichern und lachen. Begonnen wurde das märchenhafte Spektakel mit „Hans im Glück“. Dabei wurde Hans von meinem absoluten Lieblingsdarsteller des Pfefferberg Theaters gespielt: Vlad Chiriac. Wie immer zeigte der Schauspieler mit seiner Mimik und Gestik sein absolutes Können und brachte uns alle in dem Häuschen zum Lachen. Zu meiner großen Freude war auch Carsta Zimmermann, die ich letztes Jahr in „Der gestiefelte Kater“ in mein Herz geschlossen hatte, wieder dabei. Mit ihrer Rolle der Erzählerin und der zahlreichen Figuren, mit denen der naive Hans einen erst auf den zweiten Blick unglücklichen Tausch einging, bewies die Schauspielerin wieder ihr besonderes komödiantisches Talent. 

Nach einer 10-minütigen Pause kam mit „Schneewittchen“ das zweite Märchen, in dem ich zwei wunderschöne und überaus talentierte Darstellerinnen auf der Bühne erleben durfte: die großartige Katrin Schwingel als die böse Königin in dem sündigen Rot und als einer der sieben Zwerge und die elfenhafte Anne Welenc als Schneewittchen in dem unschuldigen Weiß. 
Auch das zweite Märchen dauerte wieder eine halbe Stunde, war aber meines Erachtens nach mehr was für die erwachsenen Kinder an diesem Abend, da die dargestellte Handlung für ein Kleinkind einfach zu komplex ist. Aber uns, großen Kindern, hat auch das zweite Märchen sehr viel Spaß gemacht. 

Mein Fazit: Kleine und große Kinder hatten einen sehr lustigen Abend und die Zeit verging leider wie im Flug. Die sehr zufriedenen Zuschauer werden sicherlich wiederkommen. Ich werde auf jeden Fall auch im nächsten Jahr wieder dabei sein. 
Wer mit seinen Kindern kommen möchte, der sollte das Theater nachmittags besuchen, Erwachsene dagegen abends. Wer die Märchen unter Glas erleben möchte, der kann dies noch bis zum 31. Januar 2018 tun. Es werden immer zwei Märchen hintereinander aufgeführt. Erwachsene zahlen 13 Euro, Kinder bis zu 13 Jahren 6,50 Euro. Also ich wünsche Euch eine märchenhafte Zeit im Glaspalast... 

© E. Günther ("Mein Event-Tipp") 

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