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„Das war ja schräg“, kommentiert eine Zuschauerin die Premiere von Eisler on the Beach am 12. November 2015 im Deutschen Theater. Schräg ist diese Inzenierung schon, aber sie verläuft eher schräg nach unten. Ganz anders Clavigo, die Premiere am folgenden Abend, ebenfalls im Deutschen Theater. So unterschiedlich der Stoff beider Inszenierungen, so ähnlich sind doch die gestalterischen Ansätze. Weiterlesen →
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„Vom ganzen Stamme des Ödipus war jetzt nur noch Ismene übrig. Von ihr erzählt die Sage nichts; sie starb unvermählt oder kinderlos und mit ihrem Tode erlosch das unselige Geschlecht.“
(Schwab, Gustav: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums. Nach seinen Dichtern und Erzählern, Gütersloh 1916, S. 265)
Abgesehen davon, dass die antiken Sagen heute sowieso kaum noch einem präsent sind, ist die mythologische Figur „Ismene“ völlig vergessen. Überstrahlt von der populären Sage des Ödipus, in der ihre Schwester Antigone zur Heldin stilisiert wird, bleibt Ismenes Leben unbeleuchtet. Irgendwann verschwand sie dann einfach von der Bildfläche der griechischen Mythologie. Sie starb und wurde vergessen. Aus diesem Vergessen lässt sie nun die niederländische Dramatikerin Lot Vekemans in ihrem Stück Ismene, Schwester von wieder auferstehen. Zum ersten Mal darf Ismene die Geschichte ihrer Familie, auch ihre eigene Geschichte aus ihrer Sicht erzählen. Und sie hat einiges zu sagen. Zuhören kann man ihr in Stephan Kimmigs Inszenierung am Deutschen Theater in Berlin. Premiere war am 21. März 2014. Weiterlesen →
Kritik zu: Katzelmacher
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In der Inszenierung von Jessica Glause tritt der Fremde niemals in Erscheinung. Es bleiben nur seine Namen, die die das Unverständnis, die Angst, Geringschätzung und den Hass der Deutschen zum Ausdruck bringen. Das enge Korsett der Starre, in dem die Energie der adoleszenten Träume, Triebe und Ängste gefangen ist, droht, die martialische Kraft der Jugendlichen in Selbsthass umschlagen zu lassen. Dass ein Fremder (das Fremde) nur allzu oft als Projektionsfläche (oder Blitzableiter) für diesen Hass missbraucht wird, ist spätestens seit der Figur der Medea aus der griechischen Mythologie bekannt. Im Fremden wird das Eigene sichtbar, und wenn einem dieses Eigene nicht gefällt, bekämpft man es – in seinem Spiegelbild, dem Fremden. Das gilt leider sowohl für die griechische Tragödie um Medea, wie für das 1968 entstandene Bühnenstück Katzelmacher, als auch für unseren heutigen Alltag. Weiterlesen

 

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