Kritik zu: Peng
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Mit Peng, der Geschichte vom Aufstieg eines Despoten, ist Marius von Mayenburg an der Schaubühne ein besonderer Erfolg gelungen. Fesselnd führt die Inszenierung uns Dynamiken der Macht in der medialen Gesellschaft vor Augen. Es ist der sagenhaften Ensembleleistung zu verdanken, dass einem bei dieser Geisterbahnfahrt nie das Lachen vergeht. Die Uraufführung fand am 3. Juni statt. Weiterlesen →
Kritik zu: Auerhaus
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Schulabschluss, Leistungsdruck, die Frage, wie es danach weitergehen soll, die Vorstellungen der Eltern und die eigenen Sehnsüchte – oftmals grundverschieden –, das alles kann einem schon ganz schön Angst machen. Und den Moment, an dem man aus Mühle mal raus will, um sich klar darüber zu werden, welche Sehnsüchte so groß sind, dass man ihnen nachspüren möchte, hat wohl jeder schon erlebt. Um sich jedoch nicht ganz allein in dieses Abenteuer zu wagen, weiß man gern Gleichgesinnte an seiner Seite – das Modell WG ist bei vielen im Augenblick des Erwachsenwerdens deshalb sehr beliebt.
Eine nicht ganz gewöhnliche WG-Konstellation stellt Bov Bjerg in seinem Roman Auerhaus vor. Nora Schlocker und Birgit Lengers haben die Geschichte um diese sechs ganz besonderen Jugendlichen, die für kurze Zeit ihre idealistische Vorstellung von Gemeinschaft leben dürfen, nun für die Bühne des Deutschen Theaters Berlin adaptiert. Die bejubelte Premiere fand am 21. Mai 2017 statt. Weiterlesen →
Kritik zu: Phädra
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Das Deutsche Theater Berlin bringt mit Phädra von Racine in der Inszenierung von Stephan Kimmig eine klassische Tragödie par excellence auf die Bühne und beweist, was schon Alfred Kerr befand: Phädra „bleibt schlichtweg ein spannendes, wundervoll gebundenes Meisterwerk kultivierter Leidenschaft. Treibhäuslicher Tragik. Alles wächst auf Beeten. Jeder Ausbruch bemessen, gerundet …“ Die Premiere fand am 12. Mai 2017 statt. Weiterlesen →
Kritik zu: Glückliche Tage
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Samuel Beckett war der Dichter des Schweigens, der Poet des Nicht-Gesagten. – Verglichen mit anderen Inszenierungen, die derzeit Premiere feiern und ein Themenspektrum von Patriarchat über Nationalismus, Homosexualität, Klassenkampf und romantische Liebe bis hin zur Umweltzerstörung (wohlgemerkt gleichzeitig!!) abhandeln, geschieht in Glückliche Tage nahezu nichts. Und doch, man spürt es deutlich, geht es in der Inszenierung, die am Deutschen Theater Berlin unter Regie von Christian Schwochow am 22. April 2017 Premiere feierte, um alles, was das menschliche Sein ausmacht. Weiterlesen →
Kritik zu: Der Kirschgarten
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Seit der Übernahme der Intendanz durch Shermin Langhoff, werden im Maxim-Gorki-Theater bevorzugt Migrations-Themen behandelt. – Man beleuchtet unsere Gesellschaft als eine des “Übergangs“.
Eine andere “Gesellschaft im Übergang“ meinte Anton Tschechow, als er im Jahr 1900 seine Komödie Der Kirschgarten schrieb. Darin geht es um die Familie, der ein Gut, der „Kirschgarten“ gehört. – Nicht irgendein Garten, sondern ein ganz besonders schöner, bezaubernder, berühmter: Er habe sogar eine Eintragung ins Konversationslexikon erfahren. Dieser Kirschgarten nun soll versteigert werden, weil die Gutsbesitzerfamilie ihr Geld auf Reisen und im Rausch verprasst hat. Emporkömmling Lopachin (Taner Şahintürk), Enkel eines ehemaligen Sklaven des Gutes, kauft schließlich den Kirschgarten. Tschechow beschreibt damit metaphorisch das Ende der Feudalgesellschaft und lässt eine Vorahnung auf die Revolution laut werden. Ab sofort soll Reichtum durch Arbeitsleistung und nicht länger durch Herkunft erworben werden.
Am 11.12.2013 hatte am Maxim-Gorki-Theater eine Inszenierung des Kirschgarten Premiere, die mit dem ursprünglichen Stück nicht mehr viel zu tun hat. Weiterlesen →
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Am 5. Oktober 2012 hatte die Bühnenadaption der Erzählung Antwort aus der Stille von Max Frisch am Deutschen Theater in Berlin Premiere. Regisseur Frank Abt ist eine spannende, sprachgewaltige Inszenierung gelungen, die das Publikum mit existentiellen Fragen in den Bann zieht. 
Protagonist Balz Leuthold (Markwart Müller-Elmau) hat schon früh gespürt, dass er anders als die anderen ist und dass er um keinen Preis das gewöhnliche Leben der “normalen“ Leute führen will. Mit knapp dreißig Jahren sieht er all seine hohen Jugendziele unerreicht und sich unaufhaltsam auf jenes gewöhnliche Leben zusteuern, vor welchem es ihn graust und ekelt. Seine Außergewöhnlichkeit ist bisher nicht durch Taten belegt. Das soll sich nun ändern. Er tritt die Besteigung des als unbezwingbar geltenden Nordgrats, einer Bergwand, die viele Bergsteiger ihr Leben kostete, an. Weiterlesen →
Kritik zu: Die Welt in uns
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Zu einem Zeitpunkt, an dem nationalistische Strömungen eine erschreckende Kraft und Popularität entwickeln, erinnert das Deutsche Theater Berlin mit der Stückentwicklung Die Welt in uns des Berliner Theater- und Performancekollektivs Turbo Pascal an die nahezu vergessene Weltbürgerbewegung, die 1948 von Garry Davis angestoßen wurde. Die Uraufführung fand am 23. April 2017 statt. Weiterlesen →
Kritik zu: Gift
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Schon bei der dritten Aufführung (Premiere: 9. November 2013) von Gift ist deutlich: das Deutsche Theater in Berlin hat einen neuen Publikumsliebling. Das Zwei-Mann-Stück der niederländischen Autorin Lot Vekemans entwickelt unter der bedachten Regie von Christian Schwochow einen enormen emotionalen Sog, ohne dabei auch nur einen Moment lang „pathetisch“ zu wirken.
Ein Mann (Ulrich Matthes) und eine Frau (Dagmar Manzel) treffen sich nach neun Jahren Trennung wieder. Ihre Beziehung zerbrach am Verlust des gemeinsamen Kindes, Jakob. Seitdem hat der Mann in Südfrankreich “ein neues Leben angefangen“, während die Frau in ihrer Trauer verharrt. Grund ihrer Zusammenkunft ist ein Brief, der ankündigt, dass die Gräber des Friedhofs, darunter auch Jakobs Grab, verlegt werden müssen, weil aus einer nahegelegenen Fabrik Gift ausgetreten sei. Während die beiden im Friedhofsgebäude auf das Eintreffen des zuständigen Mitarbeiters warten, entspinnt sich zwischen ihnen ein zunehmend vertrauliches Gespräch über das “Davor“ und “Danach“.  Weiterlesen →
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Den großen Existenzialisten Jean-Paul Sartre verlangte es danach, zu spielen. So schuf er in seinem 1943 verfassten Drehbuch Das Spiel ist aus eine von Determinismus geprägte Versuchsanordnung, die vom Tod aus einen Blick auf das Problem des Lebens ermöglicht. Das Deutsche Theater in Berlin hat dieses Drehbuch nun bearbeitet und unter Regie von Jette Steckel auf die Bühne gebracht. Am 28. März 2014 war Premiere. Weiterlesen →
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Claire Zachanassian, die Protagonistin in Friedrich Dürrenmatts Tragikkomödie Der Besuch der alten Dame kehrt als Multimilliardärin in ihr Heimatdorf Güllen zurück, um sich an ihrem einstigen Liebhaber Alfred für dessen Verrat an ihr zu rechen. Am Deutschen Theater Berlin tritt die „Rachegöttin“ Claire gleich in fünffacher Ausführung in Erscheinung. Regisseur Bastian Kraft ist eine Inszenierung gelungen, die die Radikalität und das Groteske in Dürrenmatts Stück unterstreicht. Premiere war am 19. April 2014. Weiterlesen →

Premieren

10 September 2017
Die Kameliendame
Philip Tiedemann
Schlosspark Theater

10 September 2017
Jacobowsky & der Oberst
Jürgen Wölffer
Ku'damm Bühnen

19 September 2017
Zeppelin
Herbert Fritsch
Schaubühne

20 September 2017
It Can't Happen Here
Christopher Rüping
Deutsches Theater

21 September 2017
Caligula
Antú Romero Nunes
Berliner Ensemble

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