0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Zwischen hochsymbolischen Orten wie ihrem Zuhause namens Belle Rêve und einem Ort, der sich sarkastisch „Elysische Gefilde“ nennt, und irgendwo kurz vor der Endstation Sehnsucht und dem Friedhof liegt, entfaltet sich der unaufhaltsame Abstieg der Blanche DuBois. Michael Thalheimer inszeniert ihn am Berliner Ensemble in Endstation Sehnsucht als das Anfliegen eines zarten weißen Schmetterlings gegen einen Orkan, der ihn unweigerlich irgendwann gegen die Wand drücken wird. Dieses viel gespielte Stück von Tennessee Williams über zerstörerische und selbstzerstörerische Tendenzen, kondensiert in Thalheimers Inszenierung zu einem Strom eindringlicher Dramatik. Die Premiere fand am 21. April 2018 statt. Weiterlesen →
Kritik zu: Medea. Stimmen
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Knöcheltief im Wasser steht Maren Eggert zweieinhalb Stunden lang als Medea auf der Bühne des Deutschen Theater Berlin. Mit Jason kam Medea übers Meer als „Flüchtling“ aus Kolchis nach Korinth. Diese Fluchtgeschichte lässt sie niemals los, immer wird sie eine Fremde in Korinth sein. In ihrem Roman Medea. Stimmen hat Christa Wolf gezeigt, wie Medea ihr Fremdsein zum Verhängnis wird, weil der Fremde den sogenannten Einheimischen unheimlich ist, vor allem, wenn er sich, wie Medea, der Anpassung widersetzt. Regisseur Tilman Köhler greift mit Medea. Stimmen einen Stoff auf, der heute so aktuell wie 1996 ist. Die Premiere fand am 5. April 2018 statt. Weiterlesen →
Kritik zu: Klassenbuch
0 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Falls Sie kein digital native sind und erfahren wollen, wie es sich anfühlt, die „digitale Adoleszenz“ zu durchleben, bietet Ihnen das Deutsche Theater Berlin in Kristo Šagors Inszenierung des Romans Klassenbuch von John von Düffel dazu eine eindrucksvolle Gelegenheit. Wortgewandt hat von Düffel zwölf Jugendlichen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die Stimmen gegeben, um über ihre Erfahrungen auf der Grenze nicht nur zwischen Kind- und Erwachsensein, sondern auch zwischen digitaler und analoger Welt zu sprechen. Leider vermögen es weder die Poesie dieses Textes noch die ästhetisch sehr reizvolle Inszenierung von Kristo Šagor, darüber hinweg zu täuschen, dass eineinhalb Stunden lang vollendete Trivialität herrscht. – Analoge Langeweile. Die Uraufführung fand am 12. Februar 2018 statt. Weiterlesen →

AUF DER BÜHNE

Auf der Bühne

3.3
Durchschnittsnote aller Stücke
5 388+
4 954+
3 844+
2 494+
1 229+
Kritiken: 1142

 AUF DER BÜHNE © 2018                            
                               
                                                                                                                                              Anmelden  Registrieren
Toggle Bar