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Verniedlichung
  · 09.09.22
''Gestern nun war ich wieder mal in einem Titus - außer Mozarts gleichlautender Oper, die dann auch nicht allzu oft gegeben wird, findet sich Shakespeares Stück wahrlich sehr selten auf den deutschen Bühnen - , und ich fand ihn angemessen kurzweilig und kurzatmig zugleich. Der im texanischen Lubbock geborene Brian Bell führte Regie, und die VAGANTEN BÜHNE spielte eine Fassung von Lars Georg Vogel und dem Regisseur, und beide griffen hierfür auf die deutsche Shakespeare-Titus-Übersetzung von Frank Günther zurück.

Stella Denis-Winkler, Urs Stämpfli und Urs Fabian Winiger spielten ihre Rollen und/ oder verteilten Rollen gut gelaunt und voller Sinnenlust - es machte Freude ihnen dabei zuzuschauen. Ausstatterin Clara Wanke stellte sieben weiße Spanholzquader, die zum Teil dann auch als Aufbewahrungstruhen sowie Projektionsflächen für Stelle Schimmeles Behandlungszimmervideos dienten, die den Psychotherapeutdarstellenden Sebastian Wirnitzer herzeigten, auf die Bühne; und zum Schluss, quasi beim Niedermetzelungsfinale, trug das Trio durchsichtige Regencapes und Kochschürze, damit es sich womöglich nicht mit dem Theaterblut, was leider so nicht floss, benässte. Unterhaltsam, wie gesagt, das allemal.'' schreibt Andre Sokolowski am 8. September 2022 auf KULTURA-EXTRA
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