Kritik zuDer Sturm
2.7/5
Bewertungen: 7
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Zähe Komödie mit dadaistischer Wort-für-Wort-Übersetzung
  · 02.09.22
Jan Bosse hat bewiesen, dass er auch aus einem so flachen Text wie PeterLichts Molière-Überschreibung „Tartuffe oder Das Schwein der Weisen“ einen unterhaltsamen Sommertheater-Abend zaubern kann. Aber bei Jakob Noltes sperriger und dadaistischer Wort-für-Wort-Übersetzung will ihm dies nicht gelingen. Regisseur und Autor ernteten bei der Berlin-Premiere einige Buhs.

Das Ensemble kam nie richtig ins Spielen. Stargast Wolfram Koch, der nur hin und wieder in Berlin zu erleben ist, blieb als Prospero überraschend blass. Jeremy Mockridge im Glitzer-Höschen und Tamer Tahan mussten sich durch Knallchargen-
Rollen hampeln.

Besser erging es ihren Kolleginnen: Linn Reuse, Julia Windischbauer und vor allem Lorena Handschin als Ariel durften den Abend mit einigen Gesangs-Soli (live begleitet von Carolina Bigge) auflockern. Das waren die Lichtblicke eines zähen Abends, der als sommerliche Koproduktion des DT mit den Bregenzer Festspielen konzipiert war. Aber Spielfreude und Unterhaltungswert des Abends blieben hinter den Erwartungen zurück, selten wurde bei einer Komödie so wenig gelacht.

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