1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Spiel mit Flamenco-Klischees
  · 24.08.22
Über die Festivals touren die beiden Spanier Israel Galván und Niño de Elche mit ihrem Stück "Mellizo Doble", in dem sie die Klischees umkreisen, die sich um den Flamenco ranken. Recht langatmig ist der Auftakt geraten. Das Gastspiel leidet vor allem darunter, dass einige Spanierinnen zunächst vor allem mit ihren Smartphones beschäftigt sind, deren Displays auf maximale Helligkeit eingestellt sind.

Interessanter wird die Tanz-Performance, als Galván mit männlichen und weiblichen Stereotypen kokettiert.

Die stärkste Passage beginnt in der zweiten Hälfte, als das Stück schon beendet schien, die beiden Performer wortlos verschwanden und nach einer kurzen Irritation beim Publikum zurückkamen. Die bis auf die Performer fast leere Bühne versinkt nun über längere Passagen in Dunkelheit.

Nach einem Gastspiel in der Stuttgarter Staatsoper kurz vor dem 2. langen Corona-Lockdown im Herbst 2020 gastierte "Mellizo Doble" bei "Tanz im August" wieder in Deutschland.
War die Kritik hilfreich?